Selektive Lötstellenkontrolle mithilfe der Bildverarbeitung

Um eine effiziente und kostengünstige 100%-Kontrolle zu gewährleisten, hat SAC das System SolderCheck entwickelt, ein System zur selektiven Lötstellenkontrolle, mit dem sichergestellt wird, dass die Platinen korrekt verlötet sind und keine Lötbrücken bestehen. Automatische Inspektion Lötbrücken entstehen durch einen zu starken Auftrag von Lötzinn und können Kurzschlüsse verursachen, weshalb sie detektiert werden müssen. SAC SolderCheck prüft, ob ein (SMT- oder THT-) Bauteil korrekt gelötet wurde, das heißt, ob die entsprechende Stelle vollständig, teilweise oder gar nicht gelötet wurde. Für eine automatische, optische Inspektion von Lötstellen (AOI) mit einem SAC-System unmittelbar nach der Lötung sprechen folgende Punkte: – Prüfung aller Baugruppen aufgrund der hohen Geschwindigkeit (nicht nur Stichproben) – Reproduzierbare, objektive Ergebnisse – Protokollierung der Prüfergebnisse für jede Baugruppe – Möglichkeit zur statistischen Prozesskontrolle (SPC) – Frühzeitige Ermittlung und Beseitigung von Fehlerquellen im Prozess Kontrolle der Platine Direkt im Anschluss an das Löten wird die Platine zur Inspektion in die Prüf­einrichtung eingefahren. Dort wird der Prüfling mithilfe einer hochauflösenden CCD-Kamera und einem speziell entwickelten (endozentrischen oder telezentrischen) Objektiv auf die vorab definierten Merkmale geprüft: Ist die Stelle korrekt gelötet? Ist kein Kurzschluss vorhanden? Als Beleuchtung dient ein helles LED-Ringlicht, das die konstante Beleuchtung des Prüflings gewährleistet. Bei schwierigen Lichtverhältnissen und wenn sich Leiterplatte und Lot bzw. Lötstelle farblich deutlich unterscheiden, kann auch die Farbinformation zur Auswertung hinzugezogen werden. Das ist sowohl bei herkömmlichen Platinen als auch bei Flexfolien möglich. Typische Prüfaufgaben, die mit SAC SolderCheck gelöst werden können, sind u.a.: – Bestückungskontrolle – Vermessung von Referenzmarken – Polaritäts- oder Lagekontrolle von Bauteilen SAC-Systemlösungen werden maßgeschneidert konzeptioniert. Bei der Projektierung und Integration werden im Pflichtenheft die entsprechenden Prüfkriterien genau definiert. Mit den Bildverarbeitungssystemen können mehrere Detektionsaufgaben zeitgleich prozesssicher durchgeführt werden. Ein breites Prüfaufgabenspektrum lässt sich so mit nur einem System und in der idealen Prozessgeschwindigkeit durchführen. Es ist darüber hinaus so aufgebaut, dass es vom Anwender jederzeit an neue Prüfkriterien angepasst werden kann. Das gilt sowohl für die Hardware (Kamera und Beleuchtung) als auch für die Software. Basis der Software ist der intuitiv anwendbare und in allen SAC-Systemen eingesetzte grafische Bildverarbeitungsinterpreter SAC Coake.