Servopositionierregler ermöglichen Dynamiksteigerung

Der maximale Ausgangsstrom der Ethernet-kompatiblen Servopositionierregler ARS 2000 FS beträgt bis zum Vierfachen des maximalen Nennausgangsstroms, gegenüber dem Zwei- bis Zweieinhalbfachen bei anderen typischen Servoreglern. Dieser Vorteil lässt sich u.a. in Positionier- und Motion Control-Anwendungen für einen insgesamt schnelleren Bewegungsablauf und somit für einen erhöhten Volumendurchsatz der Maschine nutzen. In Vergleichstests mit einem Servoregler mit zweifachem Überstrom an verschiedenen Rotations- und Linearmotoren unter Last zeigte die Servopositionsregler-Reihe mit kürzeren Verfahrzeiten eine Performancesteigerung von 17 bis 25%. Die Bereitstellung des vierfachen Überstroms für eine halbe Sekunde verschafft Anlagenbauern Potenzial für eine Produktivitätssteigerung. Maschinenzykluszeiten reduziert Je nach Anwendung und in Abhängigkeit verwendeter Bewegungsprofile wirken sich die schnelleren Beschleunigungszeiten positiv auf die Maschinenzykluszeiten aus. Punkt-zu-Punkt-Positionierungen sind die am häufigsten verwendeten Bewegungsabläufe in unterschiedlichen Maschinen. Hier kann ein dynamischer Servopositionsregler die erforderlichen Zeiten zum Erreichen der Fahrgeschwindigkeit bei typischen Bewegungsprofilen wie Trapez- oder S-Kurven verkürzen. Genutzt werden derartige Bewegungabläufe in vielen Automatisierungsaufgaben, z.B. bei Pick&Place-Anwendungen, im Teilehandling und in der Montage, Labelling und Verpackung, beim Sampling und Testing. In derartigen Anwendungen zeigten Tests von Metronix eine Produktivitätssteigerung von 5 bis 7%. Leistungsendstufe verbessert Die schnellere Beschleunigung resultiert in erster Linie aus der verbesserten IGBT-Leistungsendstufe. Zusätzlich bewirkt eine aktive Leistungsfaktorkorrektur (PFC) eine höhere Zwischenkreisspannung und ermöglicht damit eine schnellere Fahrgeschwindigkeit der Antriebe. Viele Servomotoren lassen einen maximalen Überstrom, der um ein Mehrfaches über dem von Servoreglern bereitgestellten Überstromverhältnis liegt, zu. Überstromfaktoren von drei bis vier und darüber hinaus sind bei Servomotoren üblich. Durch die Verwendung der neuen Servopostionsierregler sind Maschinenbauer in der Lage, das Nenndrehmoment und das Spitzendrehmoment der eingesetzten Motore effektiver als zuvor zu nutzen. In einigen Anwendungen ist zu erwarten, dass unter Beibehaltung der Achsdynamik Servoregler mit kleinerer Leistung Anwendung finden und somit die Investitionskosten entlasten. Die Gerätereihe ist für die kompakte Schrankmontage mit einer Auswahl von sechs ein- oder dreiphasig gespeisten ­Servo­reglern konzipiert. Die Ausgangsleistungen reichen von 0,5 bis 6kVA in zwei Gehäusegrößen mit einer Breite von lediglich 59 bzw. 69mm. Ein universelles Winkelgeberinterface ermöglicht den Anschluss von Resolvern, analogen und digitalen Inkrementalgebern sowie Single- oder Multiturn-Absolutwertgebern wie Hiperface oder EnDat 2.1 und 2.2. Kommunikationsschnittstellen wie Ethernet-, USB- und RS232-Schnittstellen sowie die DS 402 CANopen-kompatible Feldbusschnittstelle sind im Grundgerät integriert. Ethernet basierte Feldbussysteme wie Ethercat, sercos III usw. werden über optionale Feldbusmodule unterstützt. Ferner verfügen alle Servoregler über einen integrierten Bremschopper und integrierten Bremswiderstand sowie integrierte EMV-Filter.