UE4470 für prozessgerechte Überwachungslogik
Bei Mischek kommen zur Absicherung der Umlaufstationen sowie der Rüttelstation gegen Betreten insgesamt zehn zweistrahlige Mehrstrahl-Sicherheitslichtschranke M4000 zum Einsatz. Eine weitere M4000 sorgt in Verbindung mit einer Umlenk-Spiegelsäule für die zweiseitige Überwachung des Paletten-Kipptisches. Mehr als ein Dutzend i110 Sicherheits-Positionsschalter mit Rollenhebel werden zur Abfrage der Gittertore zwischen Schiebebühnen-Fahrweg und den verschiedenen Umlaufstationen eingesetzt. Die Überwachung der Zugangstüren übernehmen i17 Sicherheitsschalter mit separatem Betätiger. Zudem sind die Bearbeitungsstationen noch jeweils mit einem Zustimm-Taster ausgerüstet, um im Falle eines Falles ein Bewegen der Palette \’per Hand\‘ zu ermöglichen. \“Herzstück der Systemlösung ist jedoch die Sicherheits-Steuerung UE4470, über die die Hauptabschaltkreise laufen\“, macht Thomas Vorländer deutlich. \“Sie bietet höchste Flexibilität und Freiheit für die Sicherheits-Automatisierung und ermöglicht es, die Mehrstrahl-Sicherheitslichtschranken, Not-Aus-und Zustimm-Taster sowie die Tür- und Tor-bezogenen Sicherheitsabfragen logisch miteinander zu verknüpfen.\“ Dies erfolgt über zertifizierte Funktionsblöcke, die – von \’A\‘ wie Automatischer Reset bis \’Z\‘ wie Zustimm-Taster oder Zweihand-Steuerung – die Lösung einfacher wie komplexer Sicherheitsaufgaben erlauben. Die \’Verdrahtung\‘ erfolgt am PC per Drag&Drop. \“Ein weiterer Vorteil der UE4470 ist, dass die so gespeicherten Logikkonfigurationen bereits im Vorfeld der Integration bei Mischek auch schon ohne eine angeschlossene Hardware ausgetestet werden konnten\“, sagt Thomas Vorländer. Im Betrieb können Status-, Diagnose- und Fehlermeldungen vor Ort oder über das Netzwerk erfasst und verarbeitet werden. Hierzu ist die UE4470 über ein Profibus-Gateway in die Kommunikationsstrukturen der Gesamtanlage integriert. Dadurch lassen sich durchgängige Konzepte zur Maschinenabsicherung realisieren, die in der Regel auch einen positiven Einfluss auf die automatisierungstechnischen Abläufe haben können. Als Beispiel hierfür nennt Wolfgang Cieplik die Leistung der Schiebebühne: \“Vor der Modernisierung wurde die Palettenübergabe von bzw. auf die Schiebebühne im Totmann-Prinzip durchgeführt. Jetzt läuft dies im Automatikbetrieb ab, und der Mitarbeiter kann in der Zwischenzeit andere Aufgaben erledigen. Gleichzeitig optimiert das Automatisierungskonzept den Einsatz der Schiebebühne, in dem es Fahraufträge koordiniert, Engpässe vermeidet und Wartezeiten an einzelnen Umlaufstationen reduziert.\“
Eine E/A-Erweiterung UE4421 für zwei Bearbeitungsstationen
Die Sicherheits-Steuerung UE4470 verfügt über 16 lokale Sicherheitseingänge und acht lokale Sicherheitsausgänge, so dass kleinere Applikationen ohne zusätzliche Erweiterungsmodule realisiert werden können. Für komplexere Aufgabenstellungen wie bei Mischek lässt sich das Sicherheitssystem mit Hilfe dezentraler E/A-Einheiten UE4421 flexibel erweitern. Die Anbindung erfolgt über den internen Sicherheits-Bus (DeviceNet Safety). Mit diesen IP20-Feldbusknoten und ihren sicheren Ein-/Ausgängen ist eine zusätzliche Integration von weiteren Sicherheitsgeräten jederzeit problemlos möglich. \“Zudem spart die Signalvorverarbeitung auf den Busknoten Zykluszeit in der UE4470 und vereinfacht das Logikprogramm deutlich\“, sagt Thomas Vorländer. Bei Mischek \’teilen\‘ sich je eine UE4421 die Überwachung der Signale von zwei benachbarten Bearbeitungsstationen; an der Rüttelposition und am Kipptisch kommt jeweils eine UE4421 zum Einsatz. Durch den Einsatz des sicheren Feldbusses, wurden erhebliche Kosten in puncto Verkabelung und Installation eingespart.
Die Inbetriebnahme- und Einsatzerfahrungen
Bei Unitechnik zieht man ein positves Fazit aus dem Einsatz des von Sick mitprojektierten und gelieferten Sicherheitspaketes, das bei Mischek seit Januar 2007 in Betrieb ist. \“Das Programmieren erwies sich als bedienfreundlich und bei Rückfragen erhielten wir schnelle Unterstützung. Die Möglichkeit, die programmierte Sicherheitslogik ohne Hardware im Haus auszutesten, vermeidet unnötigen Stress und Zeitverlust auf der Baustelle\“, sagt Thomas Vorländer. \“Dadurch reduziert es die Inbetriebnahme vor Ort deutlich. Gleichzeitig ist die Lösung mit der UE4470 so flexibel, dass sich eventuell vor Ort erkannte, zusätzliche Überwachungsfunktionen sensorisch und logisch ergänzen lassen.\“ Im Betrieb hat das überlagerte Automatisierungssystem durch die Profibus-Anbindung der Sicherheitssteuerung UE4470 jederzeit Zugriff auf sämtliche Signalzustände und den Systemstatus der Sicherheitstechnik.
















