Sicherheitszuhaltung mit erweiterten Funktionen

Immer dann, wenn an Maschinen und Anlagen gefährliche Nachlaufbewegungen zu erwarten sind, setzt man Sicherheitszuhaltungen ein, die die Stellung der Schutztür nicht nur überwachen, sondern die Tür auch sicher verriegeln. Diese Aufgabenstellung muss der Konstrukteur auch in explosionsgefährdeten Bereichen lösen. Daher hat steute frühzeitig, mit Inkrafttreten der Atex- Herstellerrichtlinie, die Sicherheitszuhaltung EEx AZM 415 mit Atex-Zertifizierung für gas- und staubexplosionsgefährdete Bereiche (Ex-Zonen 1 bzw. 21 und 2 bzw. 22) vorgestellt. Die Überwachungs- und Verriegelungsfunktionen sind hier in einem robusten Metallgehäuse untergebracht, das sich auch für den Einsatz unter rauen Bedingungen eignet. Nun wird das Programm dieser Zuhaltungen um weitere Modelle mit Zusatzfunktionen ergänzt. Der Anwender kann z.B. eine Ausführung mit einer Fluchtentsperrung wählen. Diese Option ist dann sinnvoll, wenn die Sicherheitszuhaltung den Zugang zu begehbaren Gefahrenbereichen verriegelt. In diesem Fall besteht das Risiko, dass Personal unbeabsichtigt im Gefahrenbereich eingeschlossen wird. Über die Fluchtentsperrung kann man dann per Knopfdruck die Zuhaltung von innen, d.h. aus dem Gefahrenbereich heraus, öffnen. Eine weitere Zusatzfunktion, für die sich der Anwender jetzt entscheiden kann, ist die Hilfsentriegelung. Sie gewährleistet, dass sich das Bedienpersonal im Gefahrenfall, z.B. im Fehlerfall oder bei einem Brand, Zugang zum Gefahrenbereich mithilfe eines Dreikantschlüssels verschaffen kann. Bei der Wiederherstellung des Normalbetriebs werden die Anforderungen der einschlägigen Richtlinien zur Maschinensicherheit erfüllt. Mit diesen Zusatzfunktionen kann sich der Maschinenbauer bzw. der Betreiber einer Maschine laut Hersteller auf alle Eventualitäten vorbereiten, wenn er Gefahrenbereiche in explosionsgefährdeten Bereichen durch Sicherheitszuhaltungen absichert.