Mit dem Simatic Mobile Panel 277 Wireless für den Bereich Bedienen und Beobachten stellt Siemens ein kabelloses Gerät mit Sicherheitsfunktionen vor: Das Gerät verfügt über zwei Zustimmtaster und einen Not-Halt-Taster. Der Einsatz mit Sicherheitsfunktion ist nach SIL3 geprüft und zertifiziert. Es hat ein 7,5\“ TFT-Touchdisplay sowie 18 LED-Folientasten. Der Anwenderspeicher von 6MByte lässt sich über den Multi Media Card Kombi-Slot noch um einen zusätzlichen Speicher für Archiv- und Rezeptdaten erweitern. Schnittstellen für den Anschluss an Profinet sowie eine von außen zugängliche USB-Schnittstelle gehören zur serienmäßigen Ausstattung. Mit Hilfe der Engineeringsoftware Simatic WinCC flexible 2007 definiert der Anwender bei der Projektierung so genannte Wirkbereiche, in denen eine Maschine bedient werden kann. Ein Transponder wiederum begrenzt die vorher definierten Wirkbereiche, in denen das Gerät lokal identifiziert wird. Dies gewährleistet eine fehlersichere Bedienung und die eindeutige Zuordnung der passenden Bedienbilder und Bedienberechtigungen an jedem Punkt der Anlage. Der Transponder kann zusätzlich dazu verwendet werden, Zonen zu definieren, in denen bestimmte Funktionen projektiert sind, wie z.B. eine automatische Bildanzeige oder personenbezogene Bedienberechtigungen bei Betreten der Zone. Mit Schutzart IP65 und einer Fallhöhe von 1,20m eignet sich das Gerät für den Einsatz in rauer Industrieumgebung. Der Batteriewechsel ist ohne Unterbrechung des Betriebs möglich und gewährleistet damit störungsfreies Arbeiten. Das Gerät ist auch als Variante ohne Sicherheitsfunktion erhältlich. Fehlersichere CPU Siemens Automation and Drives führt zudem zwei fehlersichere Geräte für die Fertigungsautomatisierung ein. Dazu gehören die CPU 319F-3 PN/DP aus der Simatic-S7-300-Reihe sowie das Ein- und Ausgangsmodul EM4F-DI/3F-DO des Peripheriesystems ET200S. Die CPU ist für Anwendungen mit sicherheitsrelevanten Funktionen im Serien- und Sondermaschinenbau, wie z.B. Pressen und Anlagenbau, ausgelegt. Die fehlersicheren Geräte verfügen über integrierte Profibus- und Profinet-Schnittstellen und können als Proxy zwischen den Bussystemen die Standard- und fehlersichere Kommunikation via Profisafe übernehmen. Die sicherheitsgerichtete Programmerstellung erfolgt mit Simatic Step 7 und S7-Distributed Safety. Nach Angaben von Siemens ist das digitale, fehlersichere Ein- und Ausgangsmodul auf die Anforderungen von SIL2/Kat.3 zugeschnitten und entspricht den Anforderungen für Standardanwendungen bei Produktions- und Werkzeugmaschinen. Es hat die Funktionen Kurzschlusstest und Diskrepanzzeitüberwachung und kann z.B. im Mischaufbau mit Standardmodulen und SIL3/Kategorie 4-Modulen eingesetzt werden. Profinetanbindung für Sinamics G120 Siemens erweitert außerdem den modularen Baukasten der Frequenzumrichterreihe Sinamics G120 um die Control Unit mit Profinet-Schnittstelle. Damit kann die Umrichterreihe Sinamics G120 auch in komplexen Automatisierungsarchitekturen mit Echtzeit-Ethernet-Anforderung eingesetzt werden. Die Regelungsbaugruppe Sinamics G120 CU 240S PN ergänzt die Antriebsreihe Sinamics im Leistungsbereich zwischen 0,37 und 90kW sowie mit Spannungen zwischen 380 und 690V. Für komplexe Anlagen steht somit der Profinet-Anschluss zur Verfügung. Das erlaubt die durchgängige Kommunikation von der Bürowelt bis hin zur Feldebene. Zusätzlich stehen beim Sinamics G120 über die Control Units CU 240S DP und CU 240S die Kommunikationsschnittstellen Profibus mit Profidrive-Profil 4.0 oder mit RS485 zur Verfügung. Die Control Units und die Power-Module der Umrichterreihe Sinamics G120 sind als separate, austauschbare Funktionseinheiten konzipiert und frei zum gewünschten Umrichter kombinierbar. Das Engineering und die Inbetriebnahme laufen wie gewohnt mit den Tools Sizer und Starter. Frequenzumrichter ergänzt Simatic ET 200pro Mit einem Frequenzumrichter erweitert Siemens das Peripheriesystem ET200pro. Der Simatic ET200pro FC bietet durch die Integration einen schnellen Baugruppentausch und durchgängige Diagnosemöglichkeiten. Als Kommunikationsschnittstelle steht Profibus zur Verfügung. Des Weiteren verfügt der Frequenz-umrichter über Sicherheitsfunktionen sowie Rückspeisefähigkeit. Durch den modularen Aufbau des Peripheriesystems kann der Umrichter getauscht werden, ohne dass die Kommunikation zur ET200pro-Station aussetzt. Er verfügt über eine Reihe von Step7-Mechanismen zur Diagnose. Der Umrichter kann über das entsprechende Interface-Modul betrieben werden und erscheint dabei nicht als eigener Bus-Teilnehmer. Dies entlastet die Kommunikation durch eine geringere Zahl an Bus-Knoten, einen robusteren Betrieb und verminderten Montageaufwand. Die im Simatic ET200pro FC integrierten Sicherheitsfunktionen wirken geberlos zum Schutz von Mensch und Maschine. Durch die Integration der Sicherheitsfunktionen STO (Sicher abgeschaltetes Moment), SS1 (Sicherer Stopp1), SLS (Sicher begrenzte Geschwindigkeit) spart der Anwender laut Hersteller Bauraum, Aufwand für Verdrahtung und Zusatzkomponenten. Der Umrichter verfügt außerdem über ein neues Einspeisekonzept, das rund 2% weniger Eingangsstrom als ein vergleichbarer Frequenzumrichter benötigt. Das reduziert nach Herstellerangaben die Blindleistung, senkt die Stromkosten und ermöglicht, eine Anlage auf geringere Leistungen auszulegen. Auch der Einsatz von Netzkommutierungsdrossel, Bremschopper und Bremswiderstand ist nicht mehr notwendig. Gleichzeitig speist der Umrichter im Bremsvorgang die Energie ins Netz zurück und das bei geringen Netzrückwirkungen. Es entsteht keine zusätzliche Verlustwärme. Überwachungsrelais Drei Relais zur Füllstands-, Drehzahl- und Fehlerstromüberwachung ergänzen die Sirius-Gerätefamilie 3UG4. Mit dem Füllstandsüberwachungsrelais regelt und überwacht der Anwender Flüssigkeiten in Kombination mit ein-, zwei- oder dreipoligen Sonden. Dadurch kann er rechtzeitig vor dem Überlaufen von Behältern, dem Trockenfallen von Pumpen oder bei einer Leckage reagieren. Das Drehzahlüberwachungsrelais misst über externe Sensoren die Zeit, die ein Motor oder ein angetriebenes Rad für eine Umdrehung braucht und schaltet entsprechend, wenn der eingestellte Drehzahlbereich über- oder unterschritten wird. Drehzahlüberwachungsrelais werden z.B. zum Überlastschutz bei festsitzenden Lagern, Riemenschlupf oder auch Lastabwurf bei Riemenriss verwendet. Das Fehlerstromüberwachungsrelais dient in Kombination mit den Summenstromwandlern 3UL22 zum Anlagenschutz ebenso wie zur Anlagenüberwachung. Fehlerstromüberwachungsrelais werden dort eingesetzt, wo z.B. durch Feuchtigkeit, Verschmutzung oder Kabelschäden häufig Isolationsprobleme auftreten. Durch frei wählbare Warn- und Abschaltschwellen macht das Überwachungsrelais auf steigende Isolationsprobleme aufmerksam, bevor es bei Überschreiten eines kritischen Werts zum Schutz der Anlage abschaltet. Alle Varianten der Überwachungsrelais gibt es in der schmalen Bauform mit 22,5mm Breite. Sie verfügen über abnehmbare Klemmen, die sowohl als Schraubanschluss- als auch als Federzugklemmen erhältlich sind. Über ein Display und drei Funktionstasten kann der Anwender die Überwachungsrelais für Drehzahl und Fehlerstrom parametrieren. Zusätzlich ermöglicht das Display die permanente Anzeige der aktuellen Messwerte, die Anzeige des Überwachungsstatus und die Diagnose bei Auftreten eines Anlagenfehlers. An dieser Stelle konnten wir natürlich nur einen sehr kleinen Teil der neuen Produkte aus dem Siemens-Portfolio vorstellen. Ein genauerer Blick auf die ausgestellten Produkte lohnt sich auf alle Fälle. HMI 2007: Halle 9, Stand A72
Siemens auf der Hannover Messe
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