Wie ist eine Software-SPS zu bedienen?

Von der Hardwarelösung kennt man den Power-Off/On-Schalter oder den Run/Stopp-Schalter. Wo aber liegen diese Bedienelemente bei einer Software-SPS? Da sich die Option WinAC MP2007 in WinCC flexible integriert hat, stehen hier jetzt diverse Befehle zum Bedienen und Beobachten der Option zur Verfügung. Der Vorteil hierbei ist, dass alle Komponenten von WinCC flexible mit den Funktionen der WinAC MP 2007 flexibel kombiniert werden können. Der Projekteur erstellt z.B. eine Schaltfläche und verlinkt an diese eine der Funktionen \’Run\‘ oder \’Stopp\‘. Rückmeldungen der WinAC MP 2007 können ebenfalls mit WinCC-flexible-Bordmitteln erzeugt werden. So ist es möglich, die Rückmeldung \’Run\‘ an ein Objekt vom Typ \’Lampe\‘ zu projektieren. Dieses zeigt dann immer an, in welchem Zustand sich die Software-SPS befindet. Diese zwei einfachen Beispiele können ebenso wie komplexere durch weitere Funktionen wie Histogramm, Sleep-Time, Power-on-Verhalten usw. durch den Projekteur komplettiert werden. Um Anwender bestmöglich von Standardaufgaben zu entlasten, werden einsatzbereite Beispiele mitgeliefert, die sofort in das eigene Projekt eingebunden werden können. Da alle Bedienobjekte auf Standard-Objekten von WinCC flexible beruhen, können diese auch mittels Benutzerrecht gegen Falschbedienung geschützt werden. Dies ist ebenfalls ein deutlicher Vorteil im Vergleich zu einer Hardware-CPU, deren Run/Stopp-Schalter auch ein Unberechtigter bedienen könnte. Mit weiteren HMI-Optionen, die im Simatic-Angebot zur Verfügung stehen, kann zusätzlich eine Bedienhistorie aufgezeichnet werden. Diese würde es ermöglichen, jederzeit nachvollziehbar rekonstruieren zu können, wer wann was bedient hat.

Fazit

In zwei Sätzen könnte man sagen, dass die neue WinAC MP 2007 so einfach wie eine Hardware-CPU zu projektieren ist, als Alternative zu getrennten Lösungen integrierte HMI-Funktionalität bietet, dadurch weniger Platz benötigt, sowie Zeit und Kosten spart. Davon partizipiert nicht nur der Maschinenhersteller, auch der Endkunde kann durch ein besseres Servicekonzept und kürzere Stillstandszeiten seine Produktivität steigern.

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