Auch wenn die externen Risikofaktoren eine zuverlässige Prognose derzeit unmöglich machen: Die meisten Unternehmen sehen mindestens verhalten optimistisch in die Zukunft. Das war auf der SPS/IPC/Drives deutlich spürbar. Die Ausstellungsfläche wuchs weiter, ebenso die Besucherzahl, die in diesem Jahr auf 56.321 (52.028 in 2010) gestiegen ist. Die Messe zeigte jedenfalls keinerlei Anzeigen konjunktureller Eintrübung. Erstmals belegte die Veranstaltung zwölf Messehallen (104.000m2), in denen 1.429 Aussteller aus 39 Ländern ihre Produkte präsentierten. An zahlreichen Ständen stieß das Thema Energieeffizienz auf großes Besucherinteresse. Offensichtlich haben viele Unternehmen das Einsparpotenzial endeckt, das im Energie- und Ressourcenverbrauch steckt. Auch das Interesse an Komplett- und Systemautomatisierungslösungen hält unvermindert an. Demzufolge nimmt auch das Angebot an dieser Stelle zu. Im Bereich der Visualisierung war das Thema \’Multitouch\’ an mehreren Ständen zu sehen. Mit einer Steigerung um 20% zum Vorjahr war der Anteil der internationalen Aussteller noch einmal deutlich gewachsen. Auf der diesjährigen Veranstaltung sind 388 internationale Aussteller aus 38 Ländern vertreten gewesen. Auf den Messeforen des VDMA und des ZVEI standen die Trendthemen \’Energieeffizienz\’, \’Industrial Identification\’ sowie \’Safety and Security\’ bei den 24 Podiumsdiskussionen und weiteren Vorträgen im Mittelpunkt. Gemeinschaftsstände zum Thema \’wireless in automation\’ und \’Open Source meets Industry\’ sowie das \’AMA Zentrum für Sensorik, Mess- und Prüftechnik\’ boten eine weitere Informationsquelle neben den Messeständen. Dauerthema Öffnungszeiten An den verlängerten Öffnungszeiten bis 19 Uhr scheiden sich auch in diesem Jahr wieder die Geister. Als probates Mittel gegen das Zeitproblem, das viele Besucher aufgrund der mittlerweile zwölf Messehallen beklagen, scheinen sie jedenfalls nicht zu taugen. Ab 17 Uhr leeren sich die Messehallen deutlich, das von der SPS-Messe gewohnte Bild voller Stände und Hallen ändert sich spätestens um 18 Uhr, denn dann ist von Besuchern nicht mehr viel zu sehen (siehe Bildreihe unten). Die verlängerten Öffnungszeiten werden von der Zielgruppe offensichtlich nicht angenommen. Die Diskussion um einen vierten Messetag dürfte also noch nicht beendet sein. Fazit Die SPS/IPC/Drives hinterlässt ein eindeutiges Bild: Der Automatisierungsbranche in Deutschland geht es substanziell gut. Sie kann immer wieder mit Innovationen und soliden Produkten ihre Stammmärkte behaupten und weiter ausbauen sowie neue Märkte gewinnen. Auch der Mesago kann man als Messeveranstalter eigentlich nur Bestnoten geben, mit Ausnahme des (zugegebener Maßen untergeordneten) Punktes der Öffnungszeiten. Im kommenden Jahr findet die SPS/IPC/Drives vom 27. bis zum 29. November statt. Also – unbedingt vormerken.
SPS/IPC/Drives endet mit Aussteller- und Besucherrekord
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