Produzierende Unternehmen entdecken den Service zunehmend als lukratives Geschäftsfeld mit zweistelligen Margen, wie die aktuelle Studie \’Winning with Service Excellence\‘ von Barkawi Management Consultants ergab. Bei einigen Herstellern langlebiger Investitionsgüter beträgt der Anteil des weniger konjunkturanfälligen Serviceumsatzes am Gesamtumsatz bereits weit mehr als 60%, und führende Anbieter realisieren Gewinne von 30% und mehr. VDMA: Geschäftspotenzial für Teleservice Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch der VDMA. Zitat: \’\’In den letzten Jahren wurde offensichtlich erkannt, dass guter Teleservice ein Geschäftspotenzial hat und nicht nur als kostenlose Dreingabe mitgeliefert werden muss\’\‘ (VDMA-Kennzahlen Kundendienst 2008). Der VDMA belegt, dass für weltweit operierende Unternehmen der Teleservice ein effizientes Mittel der Kostensenkung und zur Erschließung zusätzlicher Serviceleistungen ist. Die Zahl der Unternehmen, die heute schon Teleservice an ihren Maschinen anbieten, ist laut VDMA mit 54,1% überraschend groß. Mit einer Anzahl von im Durchschnitt 23,7 Zugriffen pro Maschine wurde diese Möglichkeit bereits häufig genutzt. Der Teleservice kann den Vor-Ort-Einsatz oftmals komplett ersetzen und führt in etwa 60% der Fälle bereits zur Behebung des Fehlers. Nicht sofort behebbare Störungen können mittels Teleservice so eingegrenzt werden, dass der Servicemitarbeiter seinen Einsatz zielgerichteter vorbereiten kann. Bei den Maschinen-Betreibern gibt es allerdings auch Vorbehalte gegen den Fernzugriff, denn viele Fernwartungslösungen sind zu unsicher und die Serviceorganisation ist oftmals ineffizient. Service-Mängel gefährden die Kundenbindung In Zeiten sinkender Aufträge ist es besonders problematisch, wenn Kunden den Lieferanten wechseln, was laut einer VDMA-Studie zu 65% aus Unzufriedenheit mit dem Service passiert. Die mangelnde Servicequalität hat ihre Ursachen in der fehlenden Serviceorientierung, sowie technischen und organisatorischen Mängeln: Der Service ist ineffektiv und schlecht organisiert. Im Servicefall fehlen notwendige Informationen und Daten über den Kunden, über Maschinen und Anlagen, ihren Service-Status oder frühere Serviceeinsätze, weil sie an der falschen Stelle abgelegt oder gar nicht verfügbar sind. Sind mehrere Maschinengenerationen parallel im Einsatz, wird die professionelle Datenorganisation noch dringlicher. \’\’Ein Problem vieler Maschinenbauunternehmen besteht in diesem Zusammenhang darin, dass die Datenqualität mangelhaft ist und die Daten oftmals nicht auf einer einheitlichen Datenbank zur Verfügung stehen. Bei vielen Maschinenbauern besteht daher der Bedarf, ihre Kundendatenbanken zu vereinheitlichen bzw. zu synchronisieren\’\‘, analysiert die Studie \’IT-Trends im deutschen Maschinenbau\‘ des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens IDC. Teleservice mit Service Management Die Spezialisten für industrielle Prozesse und IT-Security von DS Data Systems haben gemeinsam mit weltweit operierenden Unternehmen wie Trumpf, Messer Cutting & Welding u.a. ein Secure-Service-Portal entwickelt und eingeführt. Diese Lösung wurde jetzt um ein integriertes \’Service Management Interface\‘ erweitert. Mithilfe einer \’Configuration Management Database\‘ (CMDB) nach ITIL wird das wertvolle Servicewissen künftig IT-gestützt verwaltet. Kundenzugangsdaten, Informationen über die Maschine und die Servicehistorie werden in der Datenbank systematisch dokumentiert und gepflegt. Sie hilft, aus früheren Störungen zu lernen, schneller Problemlösungen zu finden und den Ressourceneinsatz besser zu steuern. Mehr Umsatz und Gewinn durch Service Der Service gilt als das zweite Standbein des Maschinen- und Anlagenbaus mit einem Umsatzanteil von durchschnittlich 18,7% (VDMA-Kennzahlen 2008) und Gewinnmargen, die höher sind als der Neumaschinenverkauf. Barkawi Management kommt zu dem Ergebnis, dass Unternehmen, die in jüngster Zeit ihren Serviceumsatz deutlich steigern konnten, ihre Produkterlöse ebenfalls erhöhen konnten. Erfolge im Service- und im Produktgeschäft widersprechen sich nicht. Die Studie berichtet von einem wachsenden Trend, dass sich Produkthersteller zu Servicedienstleistern entwickeln. Der Teleservice wird allerdings noch überwiegend für die Senkung der Servicekosten während der Gewährleistungsphase eingesetzt, denn von den Kundendienstumsätzen entfallen auf den Teleservice bisher nur 1,3%. Die Basis für mehr kostenpflichtige Serviceangebote ist allerdings vorhanden: Ist erstmal eine leistungsfähige Infrastruktur für Teleservice bzw. Internetangebote geschaffen, sind weitergehende Serviceangebote schneller möglich. Beispiele: automatisierte Meldungen, dass Ersatz für Verschleißteile fällig wird; Angebote für pro-aktive Fehlererkennung; laufende Service- und Fehlerreports, um Verbesserungen und Aktionen an Maschinen und Anlagen auszuwerten. Konzentration auf das profitable Kerngeschäft Das Unternehmen Messer Cutting & Welding (C&W), Hersteller von thermischen Schneidsystemen, ist ein Maschinenbauunternehmen, das sein Know-how vorrangig in der Entwicklung, der Installation und dem Service von thermischen Schneidsystemen sieht. \’\’Den Aufbau, den Betrieb und die Wartung der Infrastruktur für ein sicheres Service-Portal überlassen wir gern den IT-Security-Spezialisten. Das ist auch betriebswirtschaftlich sinnvoller\’\‘, begründet Ingo Göller die Entscheidung, das Service-Portal in die Hände von DS Data Systems zu legen. Viele Unternehmen sind dabei, sich auf das eigene profitable Kerngeschäft zu konzentrieren. Das Betreiben von komplexen IT-Lösungen für den Teleservice mit speziell ausgebildetem Personal kann von externen Dienstleistern effizienter und günstiger angeboten werden. Das ist der Ansatz des \’Secure-Service-Portals von DS Data Systems, die mit einer sogenannten Betreiberlösung des Service-Portals die relativ hohen Infrastruktur-Kosten für Technik und IT-Fachpersonal auf viele Kunden verteilen. Das zentrale Service-Portal befindet sich in einem besonders gesicherten Rechenzentrum und der Aufwand für die laufende Aktualisierung der Security-Einrichtungen, der Hard- und Software und der ständigen Verfügbarkeit der Systemtechniker muss hier nur einmal geleistet werden anstatt in jedem Unternehmen einzeln. \’Unternehmen, die ihren Service erweitern wollen, müssen sich in unsicheren Zeiten nicht über Jahre mit hohen Fixkosten belasten. Ein zentrales Service-Portal schafft außerdem eine größere Flexibilität, auf steigende oder sinkende Service-Bedarfe des einzelnen Unternehmens sofort reagieren zu können\‘, fasst Willi K. Süß, Geschäftsführer von DS Data Systems, das Konzept zusammen. Aktuelle Sicherheitsanforderungen berücksichtigen Das BSI warnt in einem Positionspapier für das produzierende Gewerbe vor den steigenden Risiken durch den zunehmenden Einsatz von Informationstechnik in der Prozessüberwachung und -steuerung und verweist auf jährlich tausende von neuen sicherheitstechnisch relevanten Schwachstellen. Henning Kopp, lizenzierter BSI-Auditor bei DS Data Systems, benennt den erhöhten Bedarf an Schutzmaßnahmen für die Informationssicherheit in Produktionssystemen: \’\’Mit der zunehmenden Vernetzung industrieller Anlagen werden auch die Risiken importiert, wie sie bereits aus der Office-Welt bekannt sind. Kommt es durch organisatorische oder technische Mängel in der IT zu Maschinenstillständen, ist der Schaden meistens erheblich größer als im Büroumfeld. Deshalb müssen auch die Schutzmaßnahmen angemessen sein.\’\‘ Zertifizierte Sicherheit
Teleservice senkt die Kosten
-
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für Ingenieure
Wie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt mit Beispielen aus der Praxis, wie Anwender sämtliche Vorteile der digitalen Schnittstelle nutzen. Das funktioniert…
-
Vibrationssensor mit In-Sensor-KI
STMicroelectronics hat den intelligenten Vibrationssensor IIS3DWB10IS für industrielle Zustandsüberwachung vorgestellt.
-
Zustandsüberwachung durch intelligente Getriebe und smarte Services
Teure Schäden vermeiden
Mit dem Serviceprodukt Predictive Pack zur digitalen Überwachung von Antriebssträngen und verbundener Komponenten hat das Unternehmen Koch Pac-Systeme bei einem Kunden unlängst einen teuren Produktionsausfall vermeiden können. Die…
-
Neuer Vorstand für VDMA Elektrische Automation
Der VDMA Elektrische Automation hat im Rahmen seiner Mitgliederversammlung am 16. Juni in Bad Nauheim einen neuen Vorstand für die Amtsperiode 2026 bis 2030 gewählt.
-
IoT-Device-Management gemäß CRA
Die Gateways von IoTmaxx werden als gehärtete Industrieplattformen für den Einsatz in rauen…
-
Anzeige
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für IngenieureWie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt…
-
Root-Cause-Analyse thermischer Probleme
In einem gemeinsamen Projekt haben Iba und Ametek Land die Integration von Land-Wärmebildkameras…
-
Flexible Planetengetriebe-Familie
Die Getriebebaureihe GPT von Faulhaber wurde für besonders hohe Drehmomente entwickelt.
-
Bestellen wie ein Pro:
Neues Loyalitätsprogramm bei Conrad
Einfach nur Distributor zu sein, das reicht Conrad Electronic nicht.
-
Sichere industrielle Kommunikation
Robuste und sichere Routergeneration
Mit dem Moros.neo stellt Insys Icom eine neue Generation industrieller Router für Anwendungen…
-
Kompakter Embedded-PC mit Core Ultra 9
Der PicoSys 4619 ist ein kompakter, aktiv gekühlter Embedded-PC für den Einbau in…
-
Erfolgreiches erstes Messehalbjahr der All About Automation
Die All About Automation Messereihe hat im ersten Halbjahr 2026 ihre starke Entwicklung…
-
Für vernetzte Fertigungslinien
Mehr Transparenz und Sicherheit in der Liniensteuerung
Mit Version 5.5 seiner Leitrechnerlösung FabEagle erweitert Kontron AIS die Funktionen für Rückverfolgbarkeit,…
-
Digitaler Zwilling als Integrationsplattform für Bestandsdaten
Automatisierung und Energieeffizienz intelligent vernetzt
In vielen Bestandsanlagen besteht heute eine deutliche Kluft zwischen moderner Automatisierungstechnik und der…
-
Antrieb
Für hohe Lastspitzen und Anlaufmomente
Mit den neuen Peak Power Drives erweitert KEB Automation sein Antriebsportfolio um eine…
-
Was wurde eigentlich aus…
Was wurde eigentlich aus… dem Wireless-Handbediengerät von Sigmatek?
In der Titelstory des SPS-MAGAZINs 6/2016 ging es unter dem Titel ‚Völlig losgelöst’…
-
IPC
3HE-Rack-PC für Echtzeit- und KI-Anwendungen
Mit dem Spectra Rack 3000 R7 erweitert Spectra sein Portfolio industrieller 19″-Rack-PCs um…
-
Prüfung von elektrischen Überlastsicherungen und Rutschkupplungen
Kettenzugprüfset mit neuem Handanzeiger
Wika hat sein Kettenzugprüfset FRKPS zur Prüfung von Rutschkupplungen und elektrischen Überlastsicherungen überarbeitet.
-
Safety
Schutztür- und Schlüsselsystem schützen sensible Intralogistikanlagen
Um sein in die Jahre gekommenes Sicherheitssystem für Gassenzugänge zu ersetzen, war Movu…
-
Maßgeschneiderte 3D-Sensorik für die Inline-Inspektion
Präzision für die KI-Ära
Der weltweite KI-Boom bringt immer größere und schwerere Elektronikbauteile hervor, sodass Inspektionssysteme mittlerweile…
-
System zur Farbmessung von Flüssiglacken
Farbecht
Provitec und Micro-Epsilon haben gemeinsam das Messsystem Prodaisi Color Sensorsystem entwickelt. Dieses löst…
-
Cybersecurity für vernetzte Produkte
CRA-Compliance in der Praxis: So gelingt der Weg zur Cyberresilienz
Viele Unternehmen haben sich noch nicht ausreichend auf die Veränderungen eingestellt, die der…
-
Nachgefragt: Wie MVO und CRA Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle verändern (Teil 2)
Maschinenverordnung 2027: Jetzt wird es konkret
Die neue EU-Maschinenverordnung verändert nicht nur die Konformitätsbewertung, sondern wirkt tief in Entwicklung,…
-
CodeMeter-Ökosystem
Softwareschutz und Lizenzierung erweitert
Mit CodeMeter 9.00 und der CodeMeter Protection Suite 11.80 stellt Wibu-Systems neue Versionen…
das könnte sie auch interessieren
-
Dezentrale Sicherheitsrelais in IP65
Weiterentwicklung in vollem Gange
-
-
















