VDMA: China verliert Spitzenplatz in der Exportrangliste an die USA

Deutschland exportierte in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres Maschinen im Wert von insgesamt 116Mrd.E. Das waren 2,6% mehr als im Jahr zuvor (2014: 113Mrd.E). Nach Angaben des VDMA fanden die Maschinenbauer in Deutschland die meisten Abnehmer für ihre Produkte in den USA. Dorthin gingen von Januar bis September Maschinen und Anlagen für 12,5Mrd.E, was einem Anteil von 10,7% an der gesamten Maschinenausfuhr entspricht. Nach China, zuvor sechs Jahre lang die wichtigste Handelsdestination, wurden Maschinen und Anlagen im Gesamtwert von 12Mrd.E exportiert, der Anteil betrug 10,3%. Doch während der Export in die USA um 14,2% zulegte, gingen die Ausfuhren nach China um 4,7% gegenüber dem Vorjahr zurück. \”Die Impulse kamen dieses Jahr eindeutig von der anderen Seite des großen Teiches\”, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers – auch im Hinblick darauf, dass nicht nur der Export in die USA, sondern auch in das benachbarte Mexiko stark expandierte, nämlich um 46,6%. Die Ausfuhren nach Frankreich wiederum, seit Jahren der drittstärkste Auslandsmarkt für deutsche Maschinenbauprodukte, sanken um 3,1%, während der Export in andere Nachbarländer teilweise hohe Zuwachsraten erzielte. Italien (Nummer 5 im Ranking) schlug mit einem Plus von 12,2% zu Buche, für Polen war es sogar ein Zuwachs von 15,9%. Polen hat damit Russland den Rang als wichtigster Maschinenbau-Markt im östlichen Europa abgelaufen. Die Exporte nach Russland sind in diesem Jahr bislang erneut um 26,7% gefallen. Ursächlich für die schwachen Auftriebskräfte im 3. Quartal sei vor allem die im Sommer in vielen Absatzländern einsetzende generelle Stimmungseintrübung der Investoren.