\“Nach den starken Auftragsrückgängen im Jahr 2009 konnte die deutsche Lineartechnik äußerst erfreuliche Auftragseingänge verzeichnen, mit bis zu plus 60%\“, betonte Jäger. Natürlich spiele hier der Basiseffekt der Vorjahre eine große Rolle und die Tatsache, dass weltweit die Automatisierungsprojekte und die Werkzeugmaschinenbranche wieder anziehen. \“Für 2010 erwartet der VDMA für die Lineartechnik ein Umsatzplus von 30%\“, sagte Jäger. Prognose 2011: Lineartechnik plus zehn Prozent Vorausgesetzt das Weltkonjunkturklima erhält keine überraschende Eintrübung, erwarte die Lineartechnik für 2011 ein Plus von 10% in Umsatz und Auftragseingang. Das könne je nach Kundenstruktur in den einzelnen Unternehmen differieren. Treiber werden nach wie vor Projekte im Automatisierungsbereich sein. Jäger plädierte trotzdem für Nüchternheit in der Lagebeurteilung. Nach wie vor gebe es Unsicherheiten, z.B. Rückgänge im US-Markt, eine erwartete Wachstumsverlangsamung in China oder neue Problemstellungen im Finanzmarkt, trotzdem sollten die Unternehmen auf ihre Stärken vertrauen: \“In Deutschland haben wir ein einzigartiges Netzwerk zwischen Herstellern, Kunden und Forschung, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein hohes Innovationstempo erzielen.\“ Die Lineartechnik liefere wettbewerbsentscheidende Systemlösungen, z.B. im Bereich Energieeffizienz, Automatisierungstechnik oder Hochleistungskomponenten, was die Leistungsdichte angeht. Ebenso haben moderne und flexible Produktionsprozesse und die Nutzung diverser Arbeitszeitmodelle geholfen, die Krise durchzustehen. Jäger fügte hinzu: \“Das qualifizierte Personal konnte weitgehend gehalten werden, und so steht die Branche ihren Kunden weiterhin leistungsstark zur Verfügung. Wichtiges Instrument war und ist die Zeitarbeit\“, betonte Jäger. Ein weiteres Thema der Branche werde die Behebung der Engpässe entlang der Zulieferkette der Lineartechnik sein, hier zeichnen sich bei Material und Elektronikkomponenten die ersten Produktionsbehinderungen ab. Ingenieure bilden die Grundlage des zukünftigen Erfolgs Die deutsche Lineartechnik und der deutsche Maschinenbau können ihren internationalen Erfolg nur ausbauen, wenn sie verstärkt in die Ingenieurausbildung investieren. \“Es wird unsere Aufgabe sein, gemeinsam mit den Hochschulen die praxisnahe und erfolgreiche Ingenieurausbildung weiter auszubauen, nur so können wir im internationalen Wettbewerb bestehen\“, analysierte Jäger anlässlich der Sitzung an der TU Darmstadt. Das Image des Ingenieurberufs müsse weiter gesellschaftlich ausgebaut und die guten Verdienstmöglichkeiten aufgezeigt werden. \“Der aufkeimende Aufschwung hat das schon vor der Krise bestehende Thema Mangel an Fachkräften und Ingenieuren wieder akut werden lassen, nichts desto trotz können wir bei weiterhin guten Randbedingungen das Produktionsniveau von 2007/2008 Anfang 2012 wieder erreichen\“, bekräftigte Jäger.
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