VDMA: Hoffnungsschimmer durch Spitzentechnologie

Die Produktion lag in den ersten beiden Monaten des Jahres um 23% unter Vorjahresniveau. \“Schneller als sonst üblich ist damit der Einbruch im Auftragseingang in der Produktion angekommen\“, sagte Dr. Hannes Hesse, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA). Der VDMA hatte Anfang April seine Prognose von -7% zurückgezogen und sie durch einen Prognosekorridor von -10 bis -20% ersetzt. \“Dieser Schritt war leider unvermeidlich\“, sagte der VDMA- Hauptgeschäftsführer, \“denn die Orders von Maschinen und Anlagen verfehlten ihr Vorjahresniveau in den ersten beiden Monaten des Jahres um 45%\“. Wie Hesse hinzufügte, gebe es inzwischen erste Hoffnungsschimmer. Die Branche erwarte aufgrund der abgebauten Lager spätestens ab Mai niedrigere Minusraten, und zwar im gesamten Maschinenbau. \“Außerdem sollten auch die weltweit aufgesetzten Konjunkturpakete allmählich greifen und positive Impulse geben\“, betonte Hesse. Inzwischen liegen dem SPS-MAGAZIN die aktuellen Monatswerte vor; demnach sank der Auftragseingang im März 2009 um real 35% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das Inlandsgeschäft sei um 41% gesunken, bei der Auslandsnachfrage gab es ein Minus von 32% im Vergleich zum Vorjahresniveau. Asien bietet Wachstumspotenzial Mit einem Umsatzvolumen von 233Mrd. e belegten die deutschen Maschinenbauer im Ranking Platz 2 der weltgrößten Maschinenbauproduzenten. China belegte mit einem Umsatzvolumen von 271Mrd. e erstmals Rang 1, die USA landeten mit 231Mrd. e auf Platz 3. Weltweit wurden 2008 nach Schätzungen der VDMA-Volkswirte Maschinen und Anlagen für 1,6Billionen e hergestellt (2007: 1,35Billionen e). Nach aktuellem Kenntnisstand geht der VDMA davon aus, dass die Welt-Maschinenumsätze 2009 im Durchschnitt um rund ein Zehntel schrumpfen werden. Für Westeuropa wird ein Minus von 13% und für Japan ein Minus von 25% erwartet. In den USA dürfte die Investitionsflaute zu einem Umsatzrückgang von 15% führen. Zahl der Kurzarbeiter wird steigen Ende 2008 lag die Zahl der Beschäftigten im Maschinenbau bei 976.000 Personen. Der VDMA rechnet im laufenden Jahr mit dem Abbau der Stammbelegschaft um etwa 25.000 Personen und einer Ausweitung der Kurzarbeit. #Aus der Entwicklung der Anzeigen über Kurzarbeit lässt sich schließen, dass sich ihre Zahl inzwischen eher bei 100.000 bewegen dürfte, nachdem es im Dezember 2008 bereits 26.000 waren\“, erklärte Hesse. \“Der Lichtblick: Im Moment gibt es auf dem Arbeitsmarkt aber immr noch 8.000 offene Stellen im Maschinenbau, davon 4.000 Arbeitsplätze für Ingenieure.\“ (afs)