Von der Lagebestimmung über die Erfassung von Bar- oder Data-Matrix-Codes bis hin zur optischen Schriftzeichen-Erkennung (Optical Character Recognition, OCR): Bildverarbeitungssysteme unterstützen heute zahlreiche Prozesse in Produktion und Logistik. Aufgrund des komplexen Zusammenspiels von optischen und elektronischen Bauteilen mit dem jeweiligen Anwendungsumfeld ist der Einsatz der hochwertigen Hardware jedoch häufig mit einem hohen Initialaufwand verbunden. Ohne Programmierkenntnisse oder den Einsatz proprietärer PC-Software sind Installation und Parametrierung der Bildverarbeitungssysteme meist gar nicht möglich. Das macht solche Anwendungen jedoch vergleichsweise teuer. Anders verhält es sich mit sensorbasierten Erfassungslösungen: Diese sind zwar einfach zu installieren und aufgrund ihrer meist robusten Ausführungen auch für den Einsatz unter rauen Produktionsbedingungen geeignet, mit ihnen lassen sich aber komplexere Erfassungsaufgaben wie beispielsweise die Lageerkennung von Nutensteinen oder die Chargencode-Inspektion bislang nicht oder nur ineffizient lösen. Vor allem in Hinblick auf eine flexible Anlagenplanung, die auch bei künftigen Erweiterungen eine hohe Verfügbarkeit der eingesetzten Maschinen und Komponenten gewährleisten soll, sind funktional begrenzte Sensorlösungen daher nicht immer gleich die günstigste Lösung. Neue Alternative: Vision-Sensor Mit dem Vision-Sensor iVu (englisch: \’I view\‘) seines strategischen Optik-Partners Banner präsentiert Turck nun eine flexible und einfach zu bedienende Komplettlösung für eine Vielzahl unterschiedlicher Erfassungsaufgaben auf allen Ebenen industrieller Produktionsprozesse. Die weltweit erste Vision-Lösung mit integriertem Touchscreen zeigt, dass der Einsatz leistungsfähiger Bildverarbeitungssysteme nicht zwangsläufig mit hohem Aufwand oder hohen Kosten verbunden sein muss: Einfach zu bedienen wie ein Sensor, intelligent wie ein Kamerasystem, vereint die iVu-Serie die Vorteile beider Erfassungstechnologien in einem kompakten, mühelos zu installierenden Gehäuse. Die IP67-Sensoren bestehen aus einer Kamera mit CMOS-Bildprozessor (Auflösung: 752×480), einem 2,7\“-LC-Display sowie je einem 8-poligen M12x1-Anschluss für den Schaltausgang und die USB-Verbindung zum Up- und Download von Geräteeinstellungen oder aktualisierter Software. Verschiedene Objektive mit Brennweiten von 8 bis 25mm sind ebenso erhältlich wie unterschiedliche Beleuchtungen (IR, Rot, Blau oder Grün) und Farbfilter. Flexibles Komplettpaket In einem einzigen kompakten Gehäuse vereint die iVu-Serie drei Sensorfunktionen: Auf die Match-Funktion eingestellt, erfasst und vergleicht der Sensor bestimmte Erkennungsmerkmale der zu inspizierenden Teile mit zuvor festgelegten Merkmalen eines Referenzobjektes. Die integrierte Area-Sensorik erkennt die An- oder Abwesenheit bestimmter Merkmale innerhalb eines definierten Bereiches sowie ihre Anzahl und Größe. Ein zusätzliches Softwaretool garantiert die zuverlässige Erfassung der Objekteigenschaften auch dann, wenn sich die zu erfassenden Teile bewegen. Durch diese Flexibilität eignet sich der Vision-Sensor für eine Vielzahl unterschiedlicher Erfassungsaufgaben, die zuvor eine aufwändige Parametrierung über PC-Software voraussetzten – von der Code-Erfassung in der Pharmaindustrie über die Label-Inspektion oder Inhaltskontrolle in der Chemiebranche bis hin zur Kontrolle von Schweißmuttern im Automotive-Sektor. Trotz dieser hohen Funktionalität liegt das Smart-Vision-System, das Turck auf Hannover Messe (Halle 9, Stand H55) vorstellt, preislich deutlich unter anderen Bildverarbeitungslösungen – nicht nur in der Anschaffung, sondern aufgrund frei verfügbarer Soft- und Firmwareupdates auch hinsichtlich der Betriebskosten. Damit schließt die iVu-Reihe die Lücke zwischen Sensor-basierten Erfassungslösungen, die mit einem geringen Installations- und Maintenance-Aufwand punkten, gleichzeitig aber in ihrer Funktionalität begrenzt sind, und leistungsstarken, aber komplexen Bildverarbeitungssystemen. Installation in wenigen Schritten Durch den kompakten Aufbau und die anwenderfreundliche Bedienung über den Touchscreen können selbst unerfahrene Erstanwender den Vision-Sensor innerhalb kurzer Zeit betriebsfertig installieren und für verschiedene Erfassungsaufgaben einrichten. Die menügeführte Parametriersoftware ermöglicht Anwendern, alle Sensorfunktionen und Kameraeinstellungen mit wenig Aufwand direkt vor Ort zu konfigurieren, ohne auf einen PC zurückgreifen zu müssen. In wenigen Schritten lässt sich der kompakte Vision-Sensor so auf die Inspektionsparameter Art, Größe, Orientierung und Umriss teachen: einfach anschließen, gewünschte Sensorfunktion auswählen, Bild einstellen und Inspektionsparameter setzen. Selbstverständlich ermöglicht der Sensor auch vom Touchscreen unabhängige Bedienkonzepte: Dank der integrierten Remote-Teach-Funktion können Anwender den Vision-Sensor auch \’offline\‘ über eine Emulator-Software programmieren und die Parameter anschließend bequem per USB-Schnittstelle in den Sensor laden. Fazit Drei Begriffe charakterisieren das neue Bildverarbeitungssystem von Turck: Einfach, flexibel und preiswert. Die Brücke zwischen Sensorik und Bildverarbeitung ist geschlagen: Die von Turck-Partner Banner entwickelte neuer Geräteklasse erschließt Bildverarbeitungsfunktionen dort, wo sie bisher nicht wirtschaftlich waren. Kasten 1: Auf einen Blick Mit dem iVu schließt Turck die Lücke zwischen kamerabasierten Erfassungssystemen und Optosensoren. Die so entstandene Produktgruppe der Vision-Sensoren kombiniert die Leistungsfähigkeit von Bildverarbeitungslösungen mit dem einfachen Handling von Sensoren. In wenigen Minuten haben auch ungeübte Anwender die iVu-Kamera soweit installiert und geteacht, dass zahlreiche Applikationen realisierbar sind – von der Label- und Lagekontrolle über die Chargencodeinspektion bis zur Verschlusserkennung. HMI-Stand: Halle 9 Stand H55
Vision-Sensor mit Touchscreen: Einfach wie ein Sensor – funktionell wie eine Kamera
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