In Europa setzte man zunächst auf elektronische Steuerungen mit logischen Grundelementen wie Und/Oder-Gatter und Flipflops. Pilz brachte im Jahr 1969 das so genannte EuroPilz-System auf den Markt, ein komplettes Programm von Europasteckkarten zum Bau von Industriesteuerungen. Basis des Systems waren verdrahtungsprogrammierbare EPS-Karten. Gegenüber der bisherigen Technik zeichneten sich diese Steuerungen durch höhere Zuverlässigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit sowie eine erheblich kompaktere Bauweise aus. Mit dem Europilz-System legte Pilz den Grundstein für die späteren speicherprogrammierbaren Steuerungen. Schnell und geringer Speicherplatzbedarf Ende der 60er-, Anfang der 70er -Jahre kamen aus Amerika die ersten speicherprogrammierbaren Steuerungen auch auf den europäischen Markt. Die neue Technik weckte die Begeisterung der Anwender, so dass sich neben anderen deutschen Unternehmen auch Pilz damit auseinandersetzte. Die Vorgabe lautete: möglichst geringer Speicherplatzbedarf, um den Preis niedriger zu halten und möglichst hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit, um mit der bisherigen Technik konkurrieren zu können. Das Ergebnis war 1974 die erste, frei programmierbare Steuerung PC4K. Die Steuerung hatte 4.000 Befehle, erweiterbaren Speicher und bot schnelle Bit- und Wort-Verarbeitung. Als Speichermedium fanden löschbare EPROMs Verwendung. Die Steuerung basierte auf Doppeleuropakarten und war im Aufbau immer gleich: An Netzteil, CPU und Speicher schlossen sich die Ein- und Ausgangsgruppen an. Im Unterschied zu den EPS-Karten war bei der PC4K die Verdrahtung fest. Die kundenspezifischen Anforderungen wurden über die Speicher der Steuerung umgesetzt. 1978 brachte Pilz die Speicherprogrammierbare Steuerung Pitronik P8 auf den Markt. Sie ließ sich mit einem Programmierset und den handelsüblichen PCs frei programmieren. Im Vergleich zum Europilz-System befand sich jetzt jede E/A-Karte in einem Gehäuse, so dass die empfindliche Elektronik verschlossen und eine Beschädigung ausgeschlossen war. Die Baugruppen wurden auf einem flachen Modulträger nur noch aufgeschnappt. Damit einher ging ein neues, handlicheres Programmiergerät, ausgestattet mit Mikroprozessoren. In den Jahren 1984 bis 1987 baute Pilz sein Angebot an Steuerungen weiter aus. Von der Steuerungs- zur Sicherheitstechnik Im Jahr 1987 leitete Pilz mit den Sicherheitsschaltgeräten PNOZ eine neue Ära in der sicheren Automation ein. Im Zuge dieser Entwicklung erwarb Pilz auch umfassende Kenntnisse in der sicheren Automation im Hinblick auf Technik, Normen und Vorschriften. In Verbindung mit den Erfahrungen in der Steuerungstechnik war damit die Basis für die Entwicklung programmierbarerer Sicherheitssteuerungen gegeben. Die erste programmierbare Sicherheitssteuerung PSS 3000 kam 1994/95 auf den Markt. Mit diesem, von TÜV und BG zugelassenem System, beschritt Pilz neue Wege von der Elektromechanik hin zur elektronischen Lösung von sicherheitsgerichteten Applikationen. Die Sicherheitssteuerung bot zudem Diagnosefunktionen mit Fehleranzeige im Klartext, hohe Verfügbarkeit und die Möglichkeit, Funktionen kopieren bzw. einfach anpassen zu können. Zum Programm von Pilz gehören heute neben modularen auch kompakte Sicherheitssteuerungen, die hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit kontinuierlich weiterentwickelt wurden. Heute müssen Speicherprogrammierbare Steuerungen Sicherheits- und Standardsteuerungsfunktionen ebenso bewältigen wie Motion Control-Aufgaben und eine leistungsfähige Visualisierung bieten. Mit Blick auf diese Anforderungen entwickelt Pilz eine komplett neue Steuerungsgeneration. Halle 11, Stand A10
Von der Relaistechnik zur Sicherheitssteuerung
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