Verschiedene Teile von Maschinen werden häufig erst beim Kunden zusammengefügt und benötigen deshalb eine höhe Flexibilität und eine einfache Konfigurierbarkeit. Flexi Link ermöglicht diese Flexibilität in den unterschiedlichsten Fällen und bildet den modularen Aufbau von Maschinen konsequent ab. Komplexe Aufgaben einfach gelöst In der Praxis zeigt sich, dass bei modularen Anlagenkonzepten eine einzelne Flexi Soft-Station oft nicht ausreicht. Um verteilte Maschinenteile unterschiedlich kombinieren zu können, hat Sick eine Lösung zur sicheren Steuerungs-Vernetzung entwickelt: Flexi Link. Flexi Link ist eine Erweiterungsfunktion von Flexi Soft zur Absicherung von komplexen Anlagen und Maschinen. Die Grundfunktionalität von Flexi Link besteht in der Möglichkeit, bis zu vier Flexi Soft-Stationen miteinander zu verbinden. Dabei stellt jede Station 26, bzw. 52Bit-Prozessabbilder zur Verfügung, die von allen Stationen des Flexi Link-Verbundes genutzt werden können. Dabei werden die bereits bekannten Module der Modularen Sicherheitssteuerung Flexi Soft verwendet. Konfiguration in nur einem Projektfile Derzeitige Lösungen von Maschinen sind meist modular aufgebaut. Entweder sie bestehen aus einer großen Maschine mit vielen Schaltschränken und Steuerungen, oder sie bestehen aus vielen einzelnen Stationen, die miteinander verlinkt sind. Der Not-Halt-Kreislauf muss hierbei mit hohem Aufwand an alle Stationen angebunden und verdrahtet werden. Alternativ hierzu wurden teure Zusatzmodule zum sicheren Signalaustausch verwendet. Dies wird nun durch den Einsatz von Flexi Link zur Absicherung von komplexen Anlagen und Maschinen überflüssig. Die Konfigurierung und Verwaltung der Komponenten eines Flexi Link-Systems geschieht über einen einzigen Projektfile. Das Konfigurationstool ist hierfür die bereits bekannte Flexi Soft Designer Konfigurationssoftware. Diese Konfigurationssoftware ist besonders bedienfreundlich und ermöglicht nicht nur die Konfiguration eines kompletten Flexi Link-Systems. Vielmehr ermöglicht die Flexi Soft Designer-Konfigurationssoftware die Projektierung jeder einzelnen Station, die anschließend je nach Bedarf in das Gesamtsystem integriert werden kann. Im Systemüberblick können alle Stationen betrachtet und verifiziert werden. Die Hardware-Konfiguration wird hierbei für jede Station gemeinsam mit der Logik erstellt. Anschließend werden die Stationen benannt und in den Flexi Link-Verbund eingegliedert. Die bedienfreundliche Konfigurations-Software Flexi Soft Designer führt den Anwender dabei intuitiv durch das Programm. Durch die Teach-Funktion in der KonfigurationsSoftware erlaubt Flexi Link den Austausch oder gar die Abkopplung einzelner Stationen. Somit wird optimal ein flexibler und modularer Aufbau von verketteten Maschinen generiert und eine Wartung einer Maschine beispielsweise deutlich vereinfacht. Zum Beispiel können bei der Inbetriebnahme der Anlage, Maschinenteile einzeln angeliefert werden. Die Konfiguration findet im Vorfeld statt. Durch einen einfachen Teach-Prozess erkennt das System die nachträglich angeschlossenen Stationen. Somit muss nicht jedes Mal das System neu konfiguriert werden. Bei der Vernetzung von bis zu vier Flexi Soft-Stationen können ein oder zwei EFI-Schnittstellen (Enhanced Function Interface) zur Signalübermittlung genutzt werden. Bei einem Strang erfolgt eine Übertragung von 26Bit Prozessinformationen, bei zwei Strängen von 52Bit Informationen. Die Länge der Flexi Link-Leitung kann dabei bis zu 100m betragen. Durch die Verkettung von verschiedenen Stationen und die Nutzung der Daten aller Stationen im System, kann eine schnelle Inbetriebnahme und Fehlerbehebung von nur einem Standort aus gewährleistet werden. Die Vollversion der kostenlosen Konfigurations-Software Flexi Soft Designer kann auf www.sens-control.com heruntergeladen werden. Flexi Link – Lösung mit hoher Flexibilität Ein Beispiel für eine Applikation ist eine Anlage zur Chipproduktion. Diese Anlage teilt sich in die vier Stationen Dibonden, Drahtbonden, Verkapseln und Separieren und Chip-Test. Beim Dibonden werden dünne Substrate detektiert, Substrate vermessen, Wafer-Rahmen identifiziert und die Chips auf Leadframes aufgebracht. In der zweiten Station, dem Drahtbonden, werden die Chips verdrahtet. Bei der Einkapselung wird dann im Folgenden der Chip umspritzt und anschließend werden die Chips separiert. In der letzten Station findet die Qualitätskontrolle der Chips statt. Diese vier Teile einer Gesamtanlage werden durch Flexi Link, bestehend aus vier Flexi Soft-Stationen abgesichert. An jeder Station befinden sich mehrere Not-Halt-Taster ES21, magnetische Sicherheitsschalter RE13, sowie Lichtgitter C2000 und eine Flexi Soft-Station. Dieses Flexi Link-System nimmt die Signale der Sensorik auf und schaltet die Maschine im Gefahrenfall ab. Eine Auswertung und Diagnose erfolgt über Gateways. Zu Wartungszwecken, können einzelne Maschinenteile herausgenommen werden. Mit Flexi Link ist es möglich, Anlagenteile für die Chipproduktion im Vollausbau für vier Stationen zu konfigurieren. Auch einzeln konfigurierte Stationen einer Anlage können je nach Wunsch zusammengestellt werden. Dabei besteht die Auswahlmöglichkeit zwischen 2-4 Stationen. Die Konfiguration kann im Vorfeld im Ganzen geschehen, wobei nicht alle Stationen physisch vorhanden sein müssen. Das erlaubt zum ersten Aufbau der Anlage, dass die Maschinenteile einzeln angeliefert werden. Die Konfiguration findet bereits in der Entstehungsphase der Maschinenteile statt. Das System erkennt die nachträglich angelieferten Maschinenteile über den Teach-Prozess. Somit entfällt ein mehrfaches Konfigurieren. Die einzelnen Maschinenteile können dann nach ihrer Fertigstellung kombiniert werden. Eine weitere Möglichkeit wäre das Herausnehmen einer einzelnen Station aus dem Flexi Link-Gesamtsystem, um diese während dem laufenden Betrieb zu warten. Damit können andere Teile fortlaufend überwacht werden und es kann in einen Puffer hinein weiter produziert werden. Aufgrund der Herauslösbarkeit einer Station kann diese auch durch eine andere Station ersetzt werden und vereinfacht damit die Produktion von Varianten. All diese möglichen Applikationen löst Flexi Link ohne langwierigen Konfigurations- und Verdrahtungsaufwand. Wie bereits im vorangegangenen Beispiel gezeigt, können Stationen optimal hinzugefügt werden, ohne die Konfiguration des vorherigen Systemaufbaus erneut übertragen zu müssen. Für nicht vorhandene Stationen werden lediglich vordefinierte Informationen verwendet. Durch die Absicherung mit Flexi Link kann die Aufgabenstellung für die Anlage für die Chipproduktion ganz einfach gelöst werden. Die flexible Anpassung an die Aktivität der Anlage stellt eine hohe Güte der Bauteile sicher, da bei der Chipproduktion mit hoher Sorgfalt gearbeitet werden muss – die Sick-Sensorik erlaubt eine komplett abgesicherte Produktion mit hohen Taktzahlen. (Kasten) Flexi Link – die flexible Vernetzung Flexi Link ist, wie der Name schon sagt, eine flexible Verbindung und kann für verschiedenste Applikationen eingesetzt werden. Die Möglichkeiten reichen von intralogistischen Anlagen, über die Vernetzung räumlich verteilter Maschinen, bis hin zu Roboterzellen. Mit Flexi Link hat der Anwender alle Produktionsschritte sicher im Griff und erreicht eine hohe Flexibilität für sich und seine Kunden. Sowohl die variable Zusammensetzung von Maschinenteilen als auch die Fertigung von Varianten stellen hierbei keine Hürde mehr da. Flexi Link passt sich individuell an die Applikation und die Sicherheitsbedingungen an. Mehr Informationen über sens:Control erhalten Sie auf der Mini-Site www.sens-control.com. (Kasten Ende) Autoren: Nicole Bellert, Produktmanagement Support, Sick AG; Andreas Heim, Produktmanager, Sick AG
(Vorüberschrift)Flexi Link: Flexi Link: Steuerungen sicher verketten
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