Wachstum im globalen Markt für Industriecomputer

Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan erwirtschaftete der globale Markt für Industriecomputer im Jahr 2011 Einnahmen in Höhe von 2.134,4Mio. US-Dollar und soll voraussichtlich bis zum Jahr 2015 auf 3.216,6Mio. US-Dollar anwachsen. \“Automatisierungssysteme sind in allen Industriebereichen über speicherprogrammierbare Steuerungen und Scada-Systeme hinausgelangt und schließen mittlerweile Robotik und so genannte Machine Vision Systems, also Bildverarbeitungssysteme, ein\“, erläutert Frost & Sullivan Program Manager Industrial Automation & Process Control, Sivakumar Narayanaswamy. Wettbewerb global intensiviert Während sich der Wettbewerb auf globaler Ebene intensiviere und die Computertechnik sich immer weiterentwickele, ziehen es die meisten Unternehmen vor, unmittelbaren und maximalen Profit durch den Einsatz neuester Technologien zu machen. Dadurch steige laut den Analysten das Interesse, den Entscheidungsprozess für Investitionen in den Markt für Industriecomputer weiter zu beschleunigen. Denn Unternehmen wollen ihre Prozesse mit moderner Technik auffrischen und aktualisieren, um konkurrenzfähig zu bleiben. \“Schlüsselfaktoren zur erfolgreichen Einführung von Automatisierungssystemen schließen schnellere und zuverlässigere Netzwerklösungen wie Industriecomputer ein, die, wenn sie mit fortschrittlicher Prozess-Steuerungssoftware kombiniert werden, als eine Art Überwacher der Automatisierungsabläufe mit der Fähigkeit, externe Maschinen und Anlagen anzuschließen, fungieren werden\“, sagt Narayanaswamy. \“Weiterhin sorgen die neuesten Verbesserungen bei Rechenleistung und Speicherfähigkeit sowie die Integration mehrerer Aufgaben auf einer Plattform dafür, dass Computerplattformen fähig sind, Terabytes von Daten aufzuzeichnen und zu analysieren, was wiederum zu einer Steigerung der Prozesseffizienz, Qualität und Produktivität führt.\“ IPC-Markt im fernen Osten Der Markt für Industriecomputer boome im fernen Osten – besonders in Südkorea, Taiwan und China. Diese Länder produzieren Industriecomputer, die sie zu niedrigen Preisen exportieren. Da deren Qualität die Erwartungen der westlichen Märkte erfülle, habe die fortwährende Verschärfung der Konkurrenz aus dieser Region Druck auf die etablierten europäischen Marktteilnehmer ausgeübt. \“Weil viele Endnutzer auf die Preise achten und preisgünstige Produkte aus asiatischen Ländern wie China oder Taiwan importieren, ist zu erwarten, dass diese Länder den Markt mit ihren kostengünstigen Optionen durchdringen werden, besonders im Bereich der kleinen und mittelgroßen Firmen, die sich keine hochwertigen, teuren Geräte leisten können\“, so Narayanaswamy weiter. Europäische und amerikanische Lieferanten von Industriecomputern seien deshalb dazu gezwungen, ihre Preise niedrig zu halten, um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Das könne aufgrund höherer Produktionskosten schwierig sein. Dies wiederum setze die Hersteller von Industrierechnern unter Druck, ihre Preise niedrig zu halten, da die Kunden versuchen, ihre eigenen Kosten zu senken. Dies werde sich sowohl kurz- als auch mittelfristig auswirken, weil viele Endanwender, besonders in den asiatischen und osteuropäischen Ländern, kostengünstige Industriecomputer bevorzugen werden.