Wago Speedway 767 Schaltschranklos automatisieren

Maschinen- und Anlagenhersteller müssen schnell und flexibel auf Kundenwünsche reagieren können. Leistungsfähige Automatisierungssysteme mit modularem, feldbusunabhängigem Aufbau kommen dieser Forderung entgegen. Doch nicht immer ist ein Schaltschrankplatz vorhanden oder lässt sich ein Gehäuse einfach in die Anlage integrieren. Hier erlauben Feldbussysteme in der Schutzart IP67 wie Speedway 767 von Wago die Realisierung schaltschrankloser Automatisierungslösungen. Nicht nur die Schutzart zählt Automatisierungskomponenten die außerhalb des Schaltschranks installiert werden sollen, müssen heute neben einer hohen Schutzart, robuster Bauweise und standardisierter Anschlusstechnik auch Merkmale bieten, die bisher nur IP20-Systemen vorbehalten waren: Dazu gehören neben Programmierbarkeit und Parametrierbarkeit auch umfangreiche Diagnosemöglichkeiten. Ein System, das in unmittelbarer Nähe zu Sensoren und Aktoren installiert werden kann, liefert zusätzliches Einsparungspotenzial bei der Projektierung, Montage, Inbetriebnahme und im Anlagenbetrieb. So kann zum Beispiel eine mit Speedway 767 automatisierte Maschine zunächst im Werk aufgebaut, getestet und vom Kunden abgenommen werden. Anschließend wird sie in Teile zerlegt, verschickt und beim Kunden wieder aufgebaut. Die Inbetriebnahme erfolgt dann in wenigen Schritten. Speedway 767 Systembeschreibung Speedway 767 ist ein feldbusunabhängiges, modulares Automatisierungssystem in IP67. Es umfasst Feldbuskoppler und programmierbare Feldbus­koppler die bereits mit 8 digitalen Eingängen ausgestattet sind. Ferner gehören verschiedene digitale und analoge I/O-Module dazu, die über eine transparente Systemschnittstelle einfach anschließbar sind. Somit ist ein anwenderspezifischer Stationsaufbau, der eine bedarfsgerechte Erfassung und Ausgabe von Signalen im Feld erlaubt, möglich. Die Anschlüsse für den Feldbus, die Versorgung und die I/O-Module sowie das USB-Serviceinterface sind mit standardisierten Steckverbindern in M8 und M12 ausgeführt. Speedway unterstützt heute bereits fünf klassische Feldbusse und ist so ausgelegt, dass zukünftig auch die schnellen und hochsynchronen ethernetbasierten Protokolle bedient werden. Die programmierbaren Feldbuskoppler des IP67-Systems unterstützen außerdem intelligente, dezentrale Automatisierungsstrukturen. Die Grundlage hierfür bietet ihre standardisierte Programmierung nach IEC61131-3 auf Basis von CoDeSys 3. Die Einbindung der Speedway Komponenten in die Steuerung erfolgt über feldbusspezifische Gerätebeschreibungsdateien wie GSD, GSDML oder EDS. Darüber hinaus wird mit der FDT-Rahmenapplikation zusätzlich ein Standard zur Verfügung gestellt, der ein feldbus- und herstellerunabhängiges Gerätemanagement zur Parametrierung, zum Service und zur Diagnose bietet. Für einen effizienten Betrieb einer Maschine oder Anlage sind Diagnosefunktionen unerlässlich. Daher liefern alle Speedway-Geräte Diagnosedaten. Sie verwenden dafür je nach Anwendung asynchrone oder synchrone Übertragungsmechanismen. Kasten 1: Robust und prozessnah – Schutzart IP67, vollvergossen – Temperaturbereich: -25 bis +60°C – Ausgeprägter EMV-Schutz – Effektives Versorgungskonzept – Standardisierte Steckverbinder – Kompakte Bauform, ausführlich bedruckt und anwenderspezifisch beschriftbar Kasten 2: Modular – 64 I/O-Module pro Station – 8 Kanäle pro Modul – 520 Kanäle pro Station – bis zu 500m Ausdehnung pro Station – bis zu 50m Abstand zwischen Modulen Kasten 3: Servicefreundlich – Diagnosefähig – Integriertes Parameter-Handling – Updatefähig – Elektronisches Typenschild Kasten 4: CoDeSys 3 programmierbar Die Programmierbarkeit nach IEC 61131-3 ermöglicht eine Signalvorverarbeitung und somit die Entlastung der übergeordneten Steuerungen. Zudem kann hiermit die Anlagenverfügbarkeit erhöht werden. – Objektorientierte Programmierung – \’Multiressource\‘-fähig – Integrierter Visualisierungseditor – Querkommunikationsfähig Kasten 5: Parametrierbar – feldbusabhängige Parametrierung via GSD, GSDML und EDS – feldbusunabhängige Parametrierung mittels FDT/ DTM – einfacher Zugang zu erweiterten Parametereinstellungen – reduzierte Typenvielfalt – hohe Parametriertiefe (z. B. Filter, Invertierung, Ersatzwertstrategie, Hand- betrieb, Messbereich, Grenzwert, Linearisierung, Simulation, Diagnose) – netzausfallsichere Speicherung der Parameter