Bildverarbeitung mit 3D ist stark im kommen. Anwendungen, wie z.B. der \“Griff in die Kiste\“, die bisher nur schwer zu realisieren waren, können nun mittels neuer optischer Verfahren und besserer Rechnerkapazitäten deutlich schneller gelöst werden. Sogar Vision Sensoren sind zunehmend in der Lage 3D-Aufgabenstellungen zu bewältigen. Die Frage die sich aber stellt: ist der Anwender bereit den Preis für 3D-Lösungen zu bezahlen oder bleibt er lieber bei preiswerteren und nicht so eleganten 2D-Lösungen? Warten auf USB3 Vision Die Schnittstellendiskussion in der Bildverarbeitung ist genauso alt, wie die Feldbus-Diskussion in der Automatisierung. Immer wenn man meint alle Claims seien abgesteckt, taucht wieder ein neues Interface auf. So haben auf der letzten Vision viele Kamerahersteller die USB 3.0-Schnittstelle (SuperSpeed USB) in den Fokus ihrer zukünftigen Produkte gerückt. Der speziell für den BV-Markt entwickelte USB3 Vision Standard soll dieses Jahr zur Vision verabschiedet werden und bietet eine Bandbreite von 3,2Gb/s. Die Stromversorgung und der Datentransfer erfolgt dabei über ein einziges passives Kabel, bei einer Kabellänge von 5m oder über ein aktives Kabel bis zu 10m. Unsichtbares sehen Das Bildverarbeitung deutlich mehr sehen kann, als der Mensch, zeigt sich insbesondere beim \’Spectral Imaging\‘, das heißt Bildverarbeitung mit Kameras, die außerhalb des menschlichen Sehvermögens arbeiten, wie IR- oder UV-Kameras. Einsatzgebiete von Spectral Imaging-Systemen sind z.B. die Sortierung von Mineralien, Lebensmitteln oder Plastikabfällen (\’gelber Sack\‘). Auf zu neuen Ufern Jahrelang war die Bildverarbeitung aufgrund der preislichen Situation ein vorwiegend industrielles Thema. Da die Preise für Kameras in den letzten Jahren aber deutlich gesunken sind, kommen BV-Lösungen zunehmend auch in preissensitiven Bereichen zum Einsatz, wie z.B. der Landwirtschaft oder intelligenten Verkehrssystemen. Ein weiterer Branchenschwerpunkt wird zunehmend die Medizintechnik, dem auf der letzten Vision in Stuttgart sogar eine eigne Sonderschau gewidmet war. Easy to Use? Mit dem Schlagwort \’Bedienbarkeit\‘ wird seit Jahren in allen Branchen geworben. \’Easy to use\‘ ist allerdings auch zwingend notwendig, denn die Anzahl an BV-Experten ist leider überschaubar. Daher müssen zukünftige Produkte wirklich intuitiv bedienbar sein, damit sie erfolgreich sind. Das dies nicht immer so einfach ist, hat sich bei den Vision Sensoren gezeigt. Zwar sind diese Produkte relativ einfach zu bedienen, gewisse Grundkenntnisse der Bildverarbeitung verlangen sie dennoch vom Anwender. Inzwischen haben die Hersteller der Sensoren das erkannt und kümmern sich zunehmend darum, dass die Produkte wirklich sofort einsatzbereit sind und der Anwender nicht ständig bei der Notfall-Hotline anruft. Weitere Trends aus der Bildverarbeitung stellen wir Ihnen ab den nächsten Ausgaben vor. (peb)
Was bewegt derzeit die Bildverarbeitung?
Die industrielle Bildverarbeitung (IBV) erlebt in den letzten Jahren einen rasanten Aufstieg. Aber was sind die derzeitigen Trends oder die zukünftigen Märkte? Im folgenden Beitrag werden einige Themen vorgestellt, die derzeit die Bildverarbeitung bewegen. In den nächsten Ausgaben des SPS-Magazin, werden wir auf die einzelnen Trends ausführlicher eingehen.
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