PVA TePla verkauft weltweit innovative Vakuum-, Kristallzucht- sowie Plasmaanlagen. Kommt es beim Betrieb dieser Anlagen zu einer Störung, nutzt das Unternehmen die Fernwartung, um aus der Ferne auf die Systeme zuzugreifen. Das hat sich seit 1995 zunächst per Analogmodems und heute über breitbandige IP-/VPN-Verbindungen bestens bewährt. Teleservice über schnelles Internet \“Aktuell sind bereits etwa 300 Anlagen im Feld, die wir aus der Ferne betreuen können\“, berichtet Andreas Ertl aus der Elektrokonstruktion in der Division Vacuum Systems von PVA TePla. Jede neue Anlage wird mit einem mGuard, der Teleservice-Connectivity-Lösung von Innominate, ausgerüstet. \“Der Teleservice muss aus Sicht der Anlagenbetreiber sofort verfügbar, ausreichend schnell, möglichst einfach zu handhaben und komplett sicher sein. Deshalb haben wir uns für die mGuard-Technik entschieden\“, ergänzt Andreas Ertl, denn Remote Service für die aktuellen Anlagen verlangt allein schon für die Übertragung der hochauflösenden Bilder schnelle Datenleitungen. Teleservice spart 90% der Kosten Der Teleservice wird bei PVA TePla zunächst bei der Inbetriebnahme der Anlage beim Kunden genutzt. Dabei werden die Techniker vor Ort durch Spezialisten in der Konzernzentrale unterstützt, die sich direkt auf die Anlage aufschalten können. Auch während der Gewährleistung ist der Teleservice im Einsatz, weil es in dieser Phase häufiger zu Rückfragen kommt. Anschließend dient der Remote Service zur Beseitigung von Störungen z. B. infolge von Fehlbedienungen. Andreas Ertl: \“Das Ziel ist immer eine möglichst hohe Anlagenverfügbarkeit. Deshalb ist eine schnelle und wirksame Hilfe entscheidend. Nach unseren Erfahrungen können wir 85 bis 90% aller Störungen, die mit der Steuerung zusammenhängen, direkt durch den Teleservice beheben. So bieten wir unseren Kunden eine sehr schnelle Problemlösung und sparen bis zu 90%der Dienstreisen.\“ Für einige Kunden wird darüber hinaus per Teleservice ein weitergehender Support erbracht. Dabei kontrollieren die Techniker des Anlagenbauers regelmäßig per Onlinezugriff auf die Bedienoberfläche des Steuerungsrechners den Zustand der Anlage. Dies ist für die Kunden dann besonders effektiv, wenn gleich mehrere Anlagen installiert sind. Sichere Connectivity-Lösung Andreas Ertl berichtet, dass die IT-Abteilungen der Kunden-Unternehmen eine nachweisbar sichere Connectivity-Lösung erwarten, wenn von außen in das Unternehmensnetz eingegriffen werden soll. Innominate setzt bei den mGuards deshalb auf Sicherheits-Features, die speziell für das Umfeld industrieller Anlagen entwickelt wurden. Die Verbindung von den Servicetechnikern zum Anlagenbetreiber erfolgt über ein vom öffentlichen Internet sicher abgeschottetes virtuelles privates Netzwerk (VPN). Der mGuard übernimmt dabei die Rolle des VPN-Gateways. Eingesetzt wird das IP-Security-Protokoll (IPsec), ein anerkannter internationaler Standard. Zusätzlich sind zwei weitere Sicherheitsmerkmale für Industrieanlagen integriert: Mit der integrierten Firewall wird die Anlage von PVA TePla vom Produktionsnetz des Kunden abgeschottet und eine Internetverbindung von außen kommt erst dann zustande, wenn ein VPN-Schlüsselschalter (Remote Access OFF/ON) manuell auf \’ON\‘ gestellt wird (s. Kasten). Aus Sicht von Andreas Ertl war eine entscheidende Voraussetzung für den Einsatz beim Kunden, dass auch eine komplexe Sicherheitstechnik einfach handzuhaben sein muss. \“Das Konzept von Innominate hat uns hier überzeugt. Der VPN-Schlüsselschalter ist dafür ein gutes Beispiel. Der Kunde kann jederzeit und auf einen Blick den Status erkennen und eine Serviceverbindung wird einfach durch das Umlegen des Schalters eingeleitet\“, fasst Andreas Ertl die gute Bedienbarkeit zusammen. Insbesondere für Kunden in Asien sei es darüber hinaus sehr wichtig, dass sie mit dem Schlüsselschalter sicherstellen können, dass nur autorisierte Personen den Zugriff auf die Anlage freischalten können. Gute Kundenakzeptanz für den Teleservice Andreas Ertl berichtet, dass mit dem Angebot der sicheren Fernwartungslösung über IP/VPN die Akzeptanz bei den Kunden sehr hoch ist. Aus seiner Sicht haben vor allem drei Faktoren zur guten Akzeptanz beigetragen: \“Zum einen können wir nachweisen, dass das Teleservicekonzept auf dem höchsten Sicherheitsniveau ist. Zudem behält der Kunde immer die volle Kontrolle über seine Anlage und schließlich ist die Onlinehilfe sehr schnell und erfolgreich.\“ Er ergänzt, dass der hohe Sicherheitsstandard der Teleservice-Technik auch für PVA TePla selbst sehr wichtig ist: \“Als Anbieter innovativer Anlagen müssen wir unser Know-how schützen und auch aus eigenem Interesse die Anlagen gegen unbefugte Zugriffe absichern.\“ Kasten: Sichere IP-/VPN-Verbindungen als Standard
Wie Teleservice funktionieren sollte
-
Ifo-Konjunkturumfrage
Unternehmen planen mit höheren Preisen
Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen.
-
Ann Fairchild neue CEO
Siemens USA unter neuer Leitung
Siemens hat Ann Fairchild zur neuen Geschäftsführerin von Siemens USA ernannt.
-
IO-Link Safety: Sicherheit vernetzt im Feld
Die Automation ändert sich rasant – sicherheitstechnische Anforderungen ebenso. Mit IO-Link Safety entsteht ein neuer Ansatz, Sicherheit direkt ins Feld zu bringen, ohne Umwege über zentrale Steuerungsschichten. In…
-
Mit integrierter Sicherheitstechnik
MDR-Controller für die Intralogistik
Die IP54-geschützten MDR-Controller EP741x von Beckhoff sind je nach Bedarf mit und ohne integrierte Safety verfügbar.
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von Food & Beverage und Primary Packaging die Stärken von Antriebslösungen aus Aluminium nutzen.
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und…
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich…
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
Mikko Soirola startet als neuer CEO bei Elisa Industriq.
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
Wika hat Mitte März ein neues Werk am Standort Boituva in Brasilien eröffnet.
-
Professor Dr. Jörn Müller-Quade
Wibu-Systems beruft Kryptografie-Experten in Aufsichtsrat
Wibu-Systems hat Professor Dr. Jörn Müller-Quade in den Aufsichtsrat berufen.
-
IFR stellt Preisträgerinnen vor
Women in Robotics 2026
Um Frauen in der Robotikbranche mehr Sichtbarkeit und Anerkennung zu verschaffen, hat die…
-
Gemeinsam zum vollständig integrierten Automatisierungs-Stack
Salz Automation und Tele vereinbaren Partnerschaft
Salz Automation und Tele Haase Steuergeräte gehen in ihrer Partnerschaft einen entscheidenden Schritt…
-
3D-Druck
Harting eröffnet Zentrum für 3D-Druck
Harting hat in seinem Werk Rahden ein „Center of Competence Additive Manufacturing“ eröffnet.
-
Miniatur-Sensoren realisieren hohe Reichweiten
So weit, so klein
Mit hoher Reichweite, kompaktem Design und optionaler IO-Link-Anbindung eignen sich die Sensoren der…
-
Dank Binnenmarkt
Deutsche Elektroexporte mit Plus auch zum Jahresbeginn
Auch zum Beginn des Jahres 2026 verzeichnete die deutsche Elektroindustrie ein Exportplus: Im…
-
93% verlagern KI zunehmend auf lokale Server
In den letzten zwei Jahren haben 93% befragter Unternehmen einige KI-Workloads zurück auf…
-
Erster Bauabschnitt eingeweiht
Neues Werk in Mexiko für Phoenix Contact
Phoenix Contact hat sein Produktionsnetzwerk auf dem amerikanischen Kontinent ausgebaut. In einem ersten…
-
Festo, Schaeffler und Ziehl-Abegg
Nominierte für Hermes Award stehen fest
Eine unabhängige Jury hat unter den zahlreichen Einreichungen drei Unternehmen für den Hermes…
-
Scada-Plattform Atvise mit Updates
Mehr Sicherheit und Kompatibilität für Scada-Systeme
Mit den Versionen 3.13 und 3.14 erweitert Bachmann Electronic seine Scada-Plattform Atvise um…
-
Beckhoff verbindet Sprachmodelle mit Echtzeitsteuerung
Physical AI: Wenn KI direkt Maschinen steuert“
Ein zentrales Thema für Beckhoff auf der Hannover Messe 2026 ist die Verschmelzung…
-
Vorschau Hannover Messe 2026
KI als produktive Kraft in der Fabrik
Auf der Hannover Messe 2026 vom 20. bis 24. April soll künstliche Intelligenz…
-
Virtuelle Inbetriebnahme als strategisches Werkzeug
Anforderungen beim Retrofit
Die virtuelle Inbetriebnahme wird im Maschinenbau häufig dafür genutzt, um Steuerungssoftware bereits vor…
-
Warum KI im Mittelstand einen neuen Ansatz braucht
Vom Hype zur Wirkung
Eine aktuelle PwC-Studie unter mehr als 4.400 CEOs weltweit zeigt, dass die erhofften…
-
Klaus Conrad – Unternehmer, Visionär, Möglichmacher
90 Jahre Pioniergeist
Mit 18 Jahren tritt er ins Familienunternehmen ein, mit 40 übernimmt er die…
das könnte sie auch interessieren
-
Very-Small-Form-Factor-Technologie für Next-Generation-Netze
MMC-Stecker für hochdichte Glasfaserverkabelung
-
-
-
Durchgängiges Engineering – von der Planung bis zum Betrieb
Insellösungen überwinden
















