Wireless Access Points ermöglichen automatischen Netzaufbau bei Zugwagenkopplung

Viele Bahnbetreiber rüsten Züge mit WLAN-Lösungen aus, insbesondere um Passagieren Zugang zum Internet zu ermöglichen. Während Access Points den Netzwerkzugang erlauben, werden die Geräte mittlerweile aber auch dafür eingesetzt, ein Netzwerk (Ethernet-Backbone) über alle Zugteile hinweg automatisch aufzubauen oder die Verbindung nach außen zu gewährleisten. Mit den robusten Access Points CyBox AP-W von Eltec können mehrere mobile WLAN-fähige Geräte in einem Personenzug, Bus oder U-Bahn mit dem Internet kommunizieren sowie auf lokale Daten wie Fahrplaninformationen oder Videos zugreifen. Außerdem können die Geräte mit ihren Protokoll- und Sicherheits-Algorithmen für die automatische Zugkopplung und den Aufbau eines durchgängigen Zugnetzes genutzt werden. Bei der drahtlosen Zug/Netz-Kopplung in Fernzügen sowie im Nahverkehr mit S- und U-Bahnen geht es um die Aufgabe, automatisch eine eindeutige paarweise Verbindung zwischen gegenüberstehenden Wagenenden verschiedener Zugwagen aufzubauen. Insbesondere muss verhindert werden, dass baugleiche und gleich konfigurierte Access Points in der näheren Umgebung, wie z.B. Zugwagen auf dem Nachbargleis, fälschlicherweise verbunden werden. Der von Eltec entwickelt ICCP-Bridging-Algorithmus für die automatische Etablierung eines WLAN-Backbones in Zügen ist in der Firmware des WLAN Access-Points (CyBox AP-W) abgelegt. Die drahtlosen Backbones können in bestehenden Applikationen eingesetzt werden, wo es nicht oder nur erschwert möglich ist, Ethernet-Kabel für die Wagenkopplung einzufügen. Die Spannungsversorgung für die CyBox AP-W erfolgt entweder über 24 bis 110VDC oder über den PoE-Eingang (gemäß IEEE802.3af) für eine Class 3-Versorgung. Das rund 1kg schwere Gerät hat die Einbaumaße 105×54,12x194mm und eine Leistungsaufnahme von maximal 12W. Die maximal sechs Antennen werden über SMA-Steckverbinder angeschlossen. Das robuste Aluminiumgehäuse gemäß IP30 erlaubt einen lüfterlosen Betrieb bei -40 bis +70°C und hohe Schock- und Vibrationsbelastungen.