Zehn Abkürzungen für ein schnelleres Engineering

Abkürzungen im Umgang mit Büro-Software gehören längst zum Alltag. Shortcuts, Vorlagen, Online-Hilfen, automatische Fehleranzeigen und die Austauschbarkeit von Inhalten für verschiedene Anwendungen gehören zum Standard. Ähnliche Erleichterungen fordern Maschinenhersteller auch für den gesamten Engineering-Prozess. In den vergangenen zwei Jahren hat Rexroth diesen Ansatz deshalb auf seine Lösungen für den Maschinenbau übertragen. Mit diesen innovativen Tools für shortcut assisted engineering kommen Maschinenhersteller und Systemintegratoren wesentlich schneller zum Ziel: Shortcut 1: Einheitliche Engineeringumgebung für alle Aufgaben Eine einheitliche Engineeringumgebung für alle Aufgaben von der Projektierung über die Programmierung bis zur Inbetriebnahme und Diagnose schafft die notwendige Transparenz und vereinfacht das Engineering. Einmal erfasste Daten stehen allen Software-Tools ohne mehrfache manuelle Eingabe zur Verfügung. Inhalte lassen sich – wie in der Bürosoftware – einfach per Mausklick in weitere Anwendungen einfügen. Das verringert den Schulungsaufwand und minimiert Fehlerquellen. Shortcut 2: Vorlagen für modulare Software nutzen Ein Programmrahmen stellt eine modulare Software-Struktur bereit. Er gliedert Projekte übersichtlich in mehrere Module. Damit können Aufgaben sauber definiert und zügig abgearbeitet werden. Shortcut 3: Mit Team-Engineering Kapazitäten fokussieren Parallel – unabhängig vom Standort – immer am neuesten Stand arbeiten: Versionskontrollsysteme speichern alle Änderungen mit Zeitstempel und Benutzerkennung ab. Das schafft Transparenz und sichert die Qualität bei komplexen Projekten. Shortcut 4: Objektorientiertes Programmieren Das in Hochsprachen verbreitete Objektorientierte Programmieren hält auch in der Automation Einzug. Moderne Programmrahmen ermöglichen das gekapselte Einfügen von Objekten – ohne Hochsprachenkenntnisse. Shortcut 5: Kurvenscheiben grafisch erzeugen Software-Tools ermöglichen das grafische Erzeugen von Kurvenscheiben und erstellen daraus automatisch den entsprechenden Maschinencode. Mehr noch: Intelligente Funktionsbausteine passen bei Änderung eines Parameters alle anderen automatisch an. Shortcut 6: Parametrieren statt Programmieren Vordefinierte Funktionalitäten verringern den Programmieraufwand, weil auch komplexe Bewegungen nur noch parametriert werden müssen. Shortcut 7: Standards nutzen International verbreitete Standards wie IEC61131-3 oder sercos senken den Schulungsaufwand und erschließen die Freiheit, Komponenten und Softwarebausteine verschiedener Hersteller bedarfsgerecht zu kombinieren. Shortcut 8: Softwareassistenten Sie übernehmen vorher manuell ausgeführte Aufgaben. Das beschleunigt das Engineering und eliminiert Fehlerquellen. So können intelligente Inbetriebnahmeassistenten z.B. durch die Eingabe einer Seriennummer auf die mechanischen Parameter des angebauten Linearsystems zugreifen und damit den Zeitaufwand an dieser Stelle um bis zu 90% senken. Shortcut 9: Schneller zu höchster Dynamik Gerade die Optimierung während der Inbetriebnahmephase ist oft besonders zeitaufwändig. Moderne Software-Tools unterstützen die Inbetriebnehmer dabei, die Bewegungsführung zu optimieren. Das Ergebnis: höhere Dynamik und geringerer Energieverbrauch ohne langes Herumprobieren. Shortcut 10: Sensorlose Verschleißerkennung Ausgefeilte Softwaretools können aus den ohnehin erfassten Antriebsdaten sich anbahnenden Verschleiß erkennen. Sie benötigen dazu keine zusätzlichen Sensoren und senden rechtzeitig Warnungen, bevor es zu einem Maschinenstillstand kommt. Das reduziert den Serviceaufwand deutlich. Moderne Engineering-Tools helfen Maschinenherstellern, mit den vorhandenen Personalressourcen mehr Projekte schneller zu realisieren. In der Fertigung erhöhen Automationslösungen die Produktivität schon seit vielen Jahren kontinuierlich. Heute helfen Software-Lösungen, die Effizienz über den Engineering-Prozess noch weiter zu steigern. SPS/IPC/Drives: Halle 7, Stand 450