Unter dem Motto \’Making Things Right\‘ präsentiert Siemens an neuem Messe-Standort in Halle 11 einen umfassenden Überblick über sein Portfolio. Thematischer Schwerpunkt des Auftritts ist das Zusammenspiel von Automatisierung und Digitalisierung in der Industrie. Dabei zeigt das Unternehmen wie sich virtuelle und reale Produktionsprozesse verschmelzen lassen. Ein wichtiger Produktivitätshebel sind dabei integriertePlattformen wie Totally Integrated Automation (TIA), Integrated Drive Systems (IDS) und Totally Integrated Power (TIP). \“Unser Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden zu erhöhen und ihre Produktion schneller, flexibler und intelligenter zu gestalten\“, so Standleiter Heinz Eisenbeiss, im Rahmen einer Pressekonferenz im Vorfeld der Messe. In Nürnberg vor Ort stehen zahlreiche Mitarbeiter für Gespräche und Beratung zur Verfügung. Auf einer Bühne am Stand werden an allen drei Messetagen Produktpräsentationen und Tutorials abgehalten. Ein Highlight-Exponat in der Mitte des Stands veranschaulicht einen durchgehenden Workflow entlang der industriellen Wertschöpfungskette, illustriert am Beispiel unterschiedlicher Kundenreferenzen sowie einer Sirius-Komponente. Am Exponat können Besucher den Weg vom CAD/CAE-Modell bis hin zu einem realen Fertigungsschritt an einer Montagemaschine nachverfolgen.
Vorgestellte Neuheiten
Zu den neu vorgestellten Produkten zählt eine Reihe neuer Simatic-Controller mit dem Schwerpunkt auf Failsafe-CPUs, dazu gehören alle S7-1500-SPSen und erstmals Steuerungen vom Typ S7-1200 sowie ET 200SP. Neu ist auch ein Software-Controller auf Basis Simatic S7-1500 für die PC-basierte Automatisierung sowie der kompakte Open Controller mit PC-basierter Software-Steuerung, Visualisierung und zentralen I/Os in einem Gerät. Bei der Antriebstechnik bietet Siemens jetzt Asynchron-Niederspannungsmotoren der höchsten definierten Motoreffizienzklasse. Die IE4-Motoren der Reihen Simotics GP und Simotics SD zeichnen sich im Vergleich zu IE1-Motoren durch einen bis zu 14% höheren Wirkungsgrad sowie niedrigere Verluste aus. Damit ermöglichen sie besonders hohe Energieeinsparungen und entsprechend reduzierte Betriebskosten. Da es keine Achshöhensprünge von IE1 bis IE4 gibt, können die Motoren zudem leicht ausgetauscht werden. Mit der zweiten Generation des Sinamics G120 präsentiert Siemens einen kompakten, modularen Umrichter mit hoher Leistungsdichte. Möglich wird die höhere Leistungsdichte durch das neue Leistungsteil PM240-2. Die Geräte sind in den Spannungsvarianten 200, 400 und 690V erhältlich und robust gegenüber Netzschwankungen, unter anderem durch eine integrierte Zwischenkreisdrossel. In Schutzart IP21 ausgeführt lassen sich die Umrichter bei Bedarf auch außerhalb des Schaltschrankes in feuchten Umgebungen montieren – je nach Anforderung mit Leistungen zwischen 0,37 und 250kW.
Umrichter für hohe Belastungen
Auch das Siplus-Portfolio wurde erweitert um das robuste Frequenzumrichtersystem Siplus G120, die zweite Generation der Siplus HMI Basic Panels sowie die bisher leistungsstärksten CPU Siplus S7-1518. Selbst unter extremer medialer Belastung wie Schadgasen, aggressiven oder salzhaltigen Dämpfen sowie bei Betauung ermöglichen die äußerst robusten Baugruppen einen zuverlässigen Betrieb. Von -20 bis +60°C funktionieren sie beim Kaltstart wie auch im Dauerbetrieb, ohne dass die Umgebung zusätzlich klimatisiert werden muss.
Systembaukasten wächst
Siemens hat auch das Sirius-Angebot um eine neue Gerätereihe erweitert. Die Schalt-, Schutz- und Überwachungsgeräte sind nun auch mit einer Baubreite von nur 55mm, einer Leistung bis 37kW sowie einer Stromstärke von 80A erhältlich. Damit nehmen die neuen Geräte wenig Platz im Schaltschrank ein und erfüllen die Forderung nach möglichst platzsparenden Komponenten. Für die neue Baugröße S02 lässt sich das gleiche Zubehör verwenden wie bei den bereits eingeführten Baugrößen S00 und S0. Die neuen Geräte können einfach über die aufsteckbaren Funktionsmodule an die offenen Systeme AS-Interface und IO-Link angebunden werden. Die Funktionsmodule für Logik vermeiden einen intensiven Verdrahtungsaufwand und senken zugleich das Fehlerrisiko bei der Verdrahtung. Dadurch sowie durch eine mögliche integrierte Stromüberwachung direkt im Abzweig können die Geräte einfach in ein Automatisierungsumfeld wie TIA eingebunden werden.
















