Der Einsatz von Einkabeltechnik senkt den Verdrahtungsaufwand, spart Platz und reduziert das Eigengewicht.
Der Einsatz von Einkabeltechnik senkt den Verdrahtungsaufwand, spart Platz und reduziert das Eigengewicht. Bild: SEW EURODRIVE GmbH & Co. KG

Optische Echtzeitkommunikation

SEW-Eurodrive setzt im Portal auf das Echtzeit-Ethernet-Protokoll Ethercat – ebenfalls ohne Kabel, mittels einer optischen Verbindung zu den mobilen Einheiten. Per Datenlichtschranke werden die Antriebsdaten kaskadierbar an die Roboter übergeben. „Wir verzichten damit auf eine gesonderte Steuerung in jedem Roboter“, ergänzt Klaus Just. Mit einer Zykluszeit von 1ms weist das optische System praktisch keine Latenzzeit bei der Übertragung der interpolierten Lage-Soll-Werte an die Regler sowie der Rückmeldung der entsprechenden Ist-Werte auf. Auf gleichem Weg erfolgt die Kommunikation für die funktionale Sicherheitstechnik. Bei dieser Applikation setzt SEW-Eurodrive eine zentrale Sicherheitssteuerung für alle Roboter und die Gesamtmaschine ein. Sie kommuniziert per Ethercat direkt mit dem Movi-C-Controller und verwendet dafür das Safety-Protokoll FSoE (Fail Safe over Ethercat). Dieser Aufbau ermöglicht den einfachen Datenaustausch zwischen beiden Steuerungen, vereinfacht die Programmerstellung deutlich und bietet mit seiner Informationsdichte sehr gute Rahmenbedingungen für Diagnose und Debugging.

Systemlösungen auf den Punkt gebracht

Die nahtlose Integration des FSoE-Safety-Masters oder der Ethercat-Datenlichtschranke in die Automatisierungswelt von SEW-Eurodrive macht deutlich, welchen Weg der Hersteller mit Maxolution Maschinenautomatisierung gehen will. Hierbei spielen standardisierte Schnittstellen ebenso eine große Rolle wie vorbereitete Softwarebausteine oder applikationsspezifische Funktionsmodule. „Der Markt verlangt Systemlösungen,“ unterstreicht Ronald Matzig, Key Account Manager für SEW-Eurodrive bei EMAG. „Dabei sind die Anforderungen, auf die wir hier reagieren müssen höchst unterschiedlich.“ EMAG fing schon vor Jahren an, eigene Automatisierungslösungen zu entwickeln, um möglichst flexibel auf Kundenanforderungen reagieren zu können. „Weil wir aber in erster Linie Hersteller von Werkzeugmaschinen sind, haben wir uns aber entschlossen, für die Weiterentwicklung der Automatisierungstechnik einen Partner zu suchen, der uns vor allem bei den Themen Elektro- und Steuerungstechnik unterstützt“, so Matzig weiter. „Die Wahl fiel auf SEW-Eurodrive, da beide Unternehmen eine jahrelange Geschäftsbeziehung verbindet. Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir als erstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit eine innovative Systemlösung präsentieren konnten, bei dem EMAG die mechanischen Komponenten und SEW-Eurodrive die komplette Energie-, Elektro- und Steuerungstechnik beisteuert.“

Die EMAG-Gruppe ist auf Fertigungssysteme für Bauteile aus den Bereichen Getriebe-, Motoren- und Fahrwerkskomponentenfertigung spezialisiert. Durch den Zugriff auf ein sehr breites Technologiespektrum (Drehen, Bohren, Fräsen, Verzahnen, Schleifen, Laserschweißen, Induktives Härten, ECM-Entgraten, PECM-Bearbeiten, Automatisierung) kann das Unternehmen die komplette Prozesskette abdecken.

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