
Für Arbeiten in nuklear kontaminierten Umgebungen hat sich die Telemanipulation als Schlüsseltechnologie etabliert. Das Telbot-System von Wälischmiller Engineering setzt dabei neue Maßstäbe. Der aus sechs Gelenkachsen bestehende Roboterarm mit Greifer agiert hochpräzise im radioaktiven Bereich, während der Bediener in sicherer Entfernung bleibt – geschützt in einer Steuerzentrale. Gesteuert wird der Roboterarm durch den Te.I.D.-Bedienarm, einen präzisen Eingabemanipulator, der dem Bediener durch Force-Feedback ein vollkommen realistisches haptisches Erlebnis bietet. Die im Steuerungsarm eingesetzten SensoJoint-Komplettantriebe von Sensodrive ermöglichen dabei eine exakte Rückmeldung aller Kräfte, die auf den Roboterarm wirken – als würde der Bediener selbst den Greifarm führen.
„Dafür suchten wir eine kompakte Antriebseinheit mit integrierter Sensorik und integriertem Motorregler“, erinnert sich Benjamin Erdemann von Wälischmiller. „Sensodrive konnte mit den SensoJoints genau das liefern – und das inklusive Drehmoment-Technologie für absolut realistisches haptisches Feedback. So konnten wir nicht nur den Bauraum, sondern auch den Aufwand bei Integration, Zertifizierungen und Inbetriebnahme deutlich reduzieren.“
Realitätsnahe Kraftüber-tragung in Echtzeit
Die SensoJoints von Sensodrive sind einbaufertige und sicherheitszertifizierte Komplettantriebe mit integrierter Drehmomentmessung und -regelung. Motor, Getriebe, Sensorik und Regelungseinheit sind bereits in einem kompakten Gehäuse vereint. Das Ergebnis: drehmomentgeregelte Roboterantriebe mit Sicherheitszertifizierung für den universellen Einsatz in nahezu jeder Robotiklösung. Speziell für Force-Feedback-Anwendungen im Bereich der Teleoperation – ob in Medizin, Forschung oder Nukleartechnik – ermöglichen die Antriebe eine realitätsnahe Kraftübertragung in Echtzeit. So können Robotik-Hersteller jetzt innerhalb kurzer Zeit präzise haptische Interfaces entwickeln, die alle Anforderungen des Sicherheitsintegritätslevels SIL3/PLe erfüllen. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
Sensitive Antriebseinheit
Im hochflexiblen Te.I.D.-Bedienarm für das Telbot-System können die sensitiven Antriebseinheiten von Sensodrive ihre Stärken voll ausspielen. Die Bewegungen des Bedieners werden 1:1 auf den Roboter übertragen – und dank Force-Feedback in Echtzeit zurückgemeldet. „Die SensoJoints geben unseren Systemen das nötige Fingerspitzengefühl und ermöglichen präzise Performance“, betont das Team von Wälischmiller. Einen großen Pluspunkt sehen die Entwickler auch in der guten Zusammenarbeit mit Sensodrive. „Der Support ist hervorragend. Wir bekommen schnell Rückmeldung auf Fragen, und auch Sonderwünsche werden unkompliziert besprochen. Diese Flexibilität schätzen wir sehr.“ Digitale Souveränität in der Automation: Fraunhofer IOSB-INA entwickelt einen KI-Assistenten für die SPS-Programmierung. ‣ weiterlesen
Automatisierung neu gedacht
Feingefühl für die Telerobotik
Mit der Entscheidung für Sensodrive hat Wälischmiller seine Systeme technologisch weiterentwickelt und deren Marktposition im internationalen Wettbewerb gestärkt. Die Zusammenarbeit zeigt, wie sich Spitzentechnologie aus dem Bereich Hightech-Simulatoren erfolgreich in die Sicherheits- und Nukleartechnik übertragen lässt. Die kompakten, intelligenten Antriebe von Sensodrive haben ihre Eignung für den Einsatz in anspruchsvollsten Force-Feedback-Einsatzszenarien bewiesen. Sie dürften für Robotikhersteller eine effiziente Alternative zur Entwicklung eigener Antriebslösungen werden.



















