Kommt denn bei den Bremswiderständen die gleiche Technik zum Einsatz wie bei der Kfz-Heizung?
Koch: Die technische Basis ist gleich, aber ein Bremswiderstand hat natürlich andere Anforderungen als ein klassisches Heizelement: Dauerhaft Wärme produzieren oder kurzfristig harte elektrische Impulse aufnehmen – das ist schon ein Unterschied. Aber DBK hat auch dafür eine hohe Produktionskompetenz aufgebaut. Nach wie vor sind beide Seiten mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden und sehen keinen Grund, das zu ändern.
Wie hat sich die Firma Michael Koch dann weiter entwickelt?
Koch: Vorerst ging es weiterhin nur um Bremswiderstände aller Art, vor allem um sichere Modelle. Dieses Angebot haben wir ständig ausgeweitet: Anfangs gab es nur Einzelmodule, später im Rahmen unseres Baukastensystems alle möglichen Kombinationen. Auch die Firmenstruktur hat sich peu a peu erweitert: Seit 2001 bilden wir aus, 2006 hatten wir bereits 17 Mitarbeiter und zum 10. Jubiläum mussten wir moderne Lagersysteme installieren, um weiterhin produzieren zu können. Drei Jahre später, 2010, haben wir dann die Fläche der Montagehalle verdoppelt und ein drittes Stockwerk auf unser Fabrikle gesetzt. Diese Gebäudeveränderung war das nach außen sichtbare Zeichen für die große Veränderung des Unternehmens, die intern vor allem durch das neue Portfolio geprägt war. IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt mit Beispielen aus der Praxis, wie Anwender sämtliche Vorteile der digitalen Schnittstelle nutzen. Das funktioniert ohne grossen Trainingsaufwand: Selbst Einsteiger ohne Vorkenntnisse können dank kostenfreiem Baumer How-to-Tutorial IO-Link Geräte schon nach 80 Minuten in die SPS integrieren. ‣ weiterlesen
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Damals haben Sie ein neuartiges Energiespeicherkonzept für Bremsenergie vorgestellt.
Koch: Richtig. Im Widerstandsgeschäft hatten wir eigentlich immer nur drei Fragen zu beantworten: Stückzahl? Verfügbarkeit? Preis? Mit Einführung des dynamischen Energiespeichers DES bekamen wir hingegen endlich die Gelegenheit, unsere Kompetenz für das Management von Antriebsenergie zu zeigen. Anfangs waren wir damit sehr stark, ja vielleicht zu stark, auf den Aspekt Kostensparen ausgerichtet. Mit der Zeit zeigte sich aber immer besser, wie positiv sich unsere Elektronik in der Anwendung auf den Zwischenkreis und dadurch auch auf das Gesamtsystem auswirkt. Der DES stellt für Frequenzumrichter eine große Hilfe dar und bietet letztendlich ein ganzes Bündel an Vorteilen: angefangen beim reduzierten Energieverbrauch über kürzere Anlaufkurven und Zykluszeiten bis hin zur Verlängerung der Umrichterlebensdauer. Weil unser technologisches Konzept aber komplett neu war, haben wir diese Möglichkeiten auch erst nach und nach entdeckt und abgearbeitet.















