
HMIs sind das Bindeglied zwischen Maschinen oder Anlagen und dem Menschen und liefern ihm alle wichtigen Informationen und Eingriffsmöglichkeiten. Monitore bzw. Panel-PCs sind das ‚Fenster zum Prozess‘ und ermöglichen dessen Überwachung, Koordination und Optimierung. Sie müssen dabei die unterschiedlichsten Anforderungen in puncto Displaygröße, Darstellungsqualität, Robustheit und Integrierbarkeit besitzen. Moderne, intelligente HMIs sind in die automatisierten Fertigungsprozesse der Smart Factory einbezogen und liefern relevante Informationen zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle und machen so effiziente Entscheidungen möglich.

Trotz Automatisierung ist der Mensch nicht komplett ersetzbar
Auch wenn der Automatisierungsgrad in Fertigung und Produktion bereits sehr hoch ist und weiterhin kontinuierlich steigt, sind Menschen nach wie vor unersetzlich. Denn Warn- und Fehlermeldungen einzuschätzen, zu analysieren und über Vorgehensweisen zur Beseitigung zu entscheiden, all dies schafft der Mensch derzeit noch besser als der Computer. Vielfach prägen Ampelsysteme (‚Tower Lights‘) über den Maschinen das Bild von Fertigungsanlagen. Nach dem Ampelprinzip zeigen sie den Status von Maschinen an: grün ok, gelb erfordert Hinsehen, ob gravierende Probleme drohen, rot bedeutet einen Halt der Maschine.

XXL-Monitore: ideal für Andon-Boards
Zusätzlich zu den Ampelsystemen werden häufig Andon-Boards eingesetzt. Werden diese als echte Displays realisiert, haben sie gegenüber reinen Ampelsystemen den entscheidenden Vorteil, dass sie neben den Ampelfarben noch weitere Detailinformationen anzeigen können, wie z.B. Hinweise zu Art und Ort der Störung. Auch im Normalbetrieb können Andon-Boards die Effizienz steigern. Es können beispielsweise Auszüge aus bestehenden Scada- oder Manufacturing Execution Systemen (MES) angezeigt werden, oder auch anderweitige Informationen wie ein Hinweis auf anstehende Wartungsarbeiten oder Sicherheitshinweise. Auf einem herkömmlichen Industriebildschirm ist der Bereich, der optisch abgebildet werden kann, allerdings in der Regel nicht ausreichend. Eine übersichtliche Darstellung, insbesondere auch über weite Entfernungen, ist erst mit großformatigen Industriemonitoren und Panel-PCs sinnvoll möglich. Sie können an zentraler Stelle positioniert und so aus jedem einzelnen Abschnitt einer Fertigungsstraße eingesehen werden. Alle Angaben sind aufgrund der Bildschirmgröße und der hohen Auflösung klar und deutlich lesbar, Facharbeiter können so auch in vor- und nachgelagerten Abschnitten den Status rasch erkennen, ebenso an welcher Stelle ein Problem auftaucht und möglicherweise eine Bedrohung für ihren Arbeitsbereich darstellt. Auch im Bereich der Visualisierung lassen sich auf den großformatigen Monitoren komplexe Abläufe so darstellen, dass bereits auf der obersten Visualisierungsebene viele Details angezeigt werden können. Ihre Größe und hohe Auflösung macht diese übersichtliche Darstellungsweise überhaupt erst möglich. Per Touchscreen ist dann im nächsten Schritt die Navigation in tiefere Prozessebenen möglich.

Durch HMIs auf dem Weg zur papierlosen Fabrik
Großmonitore unterstützen nicht zuletzt den Trend zur papierlosen Fabrik. Übersichtlich lassen sich auch komplexe Konstruktionszeichnungen auf einem XXL-Monitor anschaulich darstellen. Gleiches gilt für Angaben zur Konfiguration und Bestückung von Produkten. Auf dem großformatigen Monitor können mehr Information dargestellt werden, dadurch wird die Navigation in Dokumenten vereinfacht und die Konzentration auf die durchzuführenden Tätigkeiten gesteigert. Alle Daten lassen sich von einer zentralen Datenquelle abrufen. Damit ist deren Konsistenz und Aktualität gewährleistet. Veraltete Papiervorlagen gehören so der Vergangenheit an.
















