
Ein Bericht von Siemens mit dem Titel ‚Die wahren Kosten einer Stunde Ausfallzeit 2024‘ (The True Cost of Downtime 2024) zeigt, dass die Kosten für Ausfallzeiten in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt in allen Branchen erheblich gestiegen sind. Dem Siemens-Bericht zufolge kosten ungeplante Ausfallzeiten die 500 größten Unternehmen der Welt mittlerweile 11 Prozent ihres Umsatzes – insgesamt 1,4 Billionen US-Dollar, was dem jährlichen Bruttoinlandsprodukt einer großen Industrienation wie Spanien entspricht.
Die gestiegenen Kosten für Ausfallzeiten werden auch in einem kürzlich erschienenen Whitepaper von Eriks und dem britischen Forschungsinstitut IET (The Institution of Engineering and Technology) über die ‚Herausforderung der Obsoleszenz‘ untersucht. Hier wird festgestellt, dass über die Hälfte der in 65 Prozent der Fabriken verwendeten Anlagen älter als zehn Jahre sind und dass mehr als 70 Prozent der Unternehmen Anlagen haben, für die keine Ersatzteile von OEM erhältlich sind.
Viele Anlagenhersteller haben sich in den letzten Jahren sehr stark auf Industrie 4.0 und IIoT als Antwort auf die Minimierung von Ausfallzeiten in der Zukunft konzentriert. Es stellt sich jedoch die Frage, wo die große Mehrheit der Unternehmen bleibt, die noch ältere Anlagen verwenden. Und wie passt das mit der Nachhaltigkeitsagenda zusammen, welche die Unternehmen dazu verpflichtet, Investitionsgüter möglichst langfristig einzusetzen?
Verwendung von Ersatzteilen
Im Sinne einer verantwortungsvollen Unternehmensführung (ESG, Environmental Social Governance) reduziert die Verwendung von Ersatzteilen anstelle von kompletten Ersatzsystemen das Abfallaufkommen sowie den Ressourcen- und Energieverbrauch. Dieser Ansatz fördert die Instandhaltung und längere Nutzung von Produkten und Systemen auf nachhaltigere und verantwortungsvollere Weise und bietet folgende Vorteile: In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
Ökologischer Nutzen
• Ressourceneffizienz: Durch die Verwendung von Ersatzteilen bleiben funktionale und gut erhaltene Komponenten der Systeme erhalten, was den Bedarf an neuen Rohstoffen verringert.
• Vermeidung von Abfall: Der Austausch von Teilen erzeugt weniger Abfall als der Austausch ganzer Systeme und leistet einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.
• Geringerer ökologischer Fußabdruck: Die Herstellung von Ersatzteilen erfordert in der Regel weniger Energie und hat geringere Treibhausgasemissionen als die Herstellung einer völlig neuen Anlage. Baumer präsentiert den ersten Ultraschallsensor in Kompaktgröße, der die Marke von 3 Metern Reichweite knackt. ‣ weiterlesen
Sensor mit 3 Metern Reichweite
• Einsparung von Wasser und Energie: Die Herstellung von Ersatzteilen benötigt im Allgemeinen weniger Wasser und Energie als die Herstellung neuer Anlagen.
Sozialer Nutzen
• Unterstützung der lokalen Wirtschaft: Der Austausch von Teilen bedeutet häufig, dass lokale Zulieferer und Reparaturdienste beauftragt werden, was die lokale Wirtschaft unterstützt und Arbeitsplätze schafft.
• Vertrauen der Verbraucher: Die Verwendung von Ersatzteilen zeugt von einem Engagement für die Kundenzufriedenheit, indem die Lebensdauer von Produkten und Anlagen verlängert wird.



















