Nutzen für die Unternehmensführung

• Verantwortung für Ressourcen: Der Einsatz von Ersatzteilen bedeutetet verantwortungsvolles Ressourcenmanagement und steht im Einklang mit soliden Praktiken der Unternehmensführung, die auch langfristige Auswirkungen des Betriebs berücksichtigen.

• Risikominimierung: Die Verwendung von Ersatzteilen kann einige der Risiken mindern, die mit dem Austausch einer Anlage verbunden sind, wie zum Beispiel Betriebsunterbrechungen, Schwierigkeiten mit der Einhaltung von Vorschriften oder Probleme mit der Reputation des Unternehmens.

• Transparenz und Berichterstattung: Die Einbeziehung von Ersatzteilen in die Nachhaltigkeitsstrategie zeigt das Engagement für Transparenz und verantwortungsbewusste Berichterstattung; sie spiegelt einen Fokus auf die Minimierung der Umweltauswirkungen wider.

Diese Vorteile von ESG können durch einen strategischen Ansatz erreicht werden, bei dem vorausschauende Instandhaltung und Obsoleszenzmanagement in den folgenden Phasen kombiniert werden:

Risikobewertung

Die Risikobewertung wird am besten auf einer Zeitachse und auf der Grundlage eines umfassenden Plans durchgeführt, der alle Faktoren berücksichtigt, die die Wahrscheinlichkeit der Obsoleszenz erhöhen und zu ihren potenziellen Auswirkungen beitragen können.

Ein üblicher Ausgangspunkt ist die Identifizierung kritischer Anlagen, gefolgt von einer qualitativen und quantitativen Bewertung des Obsoleszenzrisikos. Sobald die Risiken für jeden Anlage identifiziert wurden, ist der nächste Schritt die Bewertung der Obsoleszenzwahrscheinlichkeit. Die Daten hierfür können aus verschiedenen Quellen gewonnen werden, zum Beispiel aus Wartungsprotokollen und internen Systemen oder aus der Zuverlässigkeit des Lieferanten in Bezug auf Vereinbarungen, Service und Support. Ein Blick auf die End-of-Line-Pläne (EOL) der Lieferanten kann das Risiko der Einstellung von Support oder Upgrades verringern.

Reparaturen

Was kann bei einer Störung repariert werden? Kann man auf eine Reparatur warten? Bei Baugruppen und Anlagen, die keine Ausfallzeiten haben dürfen, kommt eine Reparatur möglicherweise nicht in Frage. Bei Artikeln wie HMI oder SPS, die sehr spezifische Reparaturen erfordern, können die Durchlaufzeiten mehrere Wochen betragen.

Es ist sinnvoll, von Anfang an festzulegen, welcher Dienstleister die Reparaturen durchführt und über welche Kapazitäten er verfügt. Hat er eine gute Erfolgsbilanz? Führt er die Arbeiten selbst aus oder vergibt er sie? Eine kurze Überprüfung des Unternehmens kann helfen, die Liste der Dienstleister einzugrenzen.

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