
Sennheiser Electronic entwickelt und fertigt seit Jahrzehnten audiotechnische Produkte. Auch in der hauseigenen Elektronikfertigung verfolgt das Unternehmen das Ziel, Effizienzpotenziale zu identifizieren und zu nutzen – auch in bereits optimierten Prozessen. Im Fokus stand die Verbesserung der Overall Equipment Effectiveness (OEE) durch eine durchgängige, automatisierte Erfassung und Analyse produktionsrelevanter Daten.
Die Herausforderung: Ein heterogener Maschinenpark mit Steuerungen unterschiedlicher Hersteller und Generationen erschwerte die zentrale Erfassung von Leistungsdaten. Diese wurden bislang zum Großteil manuell auftragsbezogen gesammelt – ein aufwändiger Prozess, der Optimierungsmaßnahmen bremste.
Gemeinsame Digitalisierungsexpertise
Die Umsetzung bei Sennheiser erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen Bitmotec und Softing Industrial. Beide Partner brachten ihre jeweiligen Schwerpunkte in das Projekt ein – von der Konzeption über die Integration bis zur produktiven Anwendung. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
Projektführung, Softwareintegration, Prozessverständnis
Bitmotec übernahm die Projektleitung und begleitete Sennheiser von der ersten Analyse bis zur fertigen Lösung. Nach einer Bestandsaufnahme des Maschinenparks und einem gemeinsamen Anforderungsworkshop konzipierte Bitmotec eine maßgeschneiderte Digitalisierungsstrategie. Dabei wurden sowohl die technischen Gegebenheiten der Maschinensteuerungen als auch organisatorische Abläufe berücksichtigt.
Zum Leistungsumfang von Bitmotec zählten: Digitale Souveränität in der Automation: Fraunhofer IOSB-INA entwickelt einen KI-Assistenten für die SPS-Programmierung. ‣ weiterlesen
Automatisierung neu gedacht
- die Analyse und Bewertung der bestehenden Steuerungstechnik,
- die Entwicklung eines stufenweisen Umsetzungskonzepts,
- die Abstimmung mit den Maschinenherstellern zu möglichen Schnittstellen,
- die komplette Softwareintegration in die IT von Sennheiser inklusive VPN-Zugängen, Virtualisierungsumgebung, Datenbank- und Visualisierungskonfiguration,
- sowie die Einbindung aller Systeme in die modulare OEE-Plattform Bitmotecosystem.
Standardisierte und skalierbare Maschinenanbindung
Als Spezialist für industrielle Datenkommunikation stellte Softing Industrial die Schnittstellentechnologie bereit, um Maschinen mit unterschiedlichen Siemens-Steuerungstypen in die Dateninfrastruktur einzubinden. Zum Einsatz kam der Softing EdgeConnector 840D – sowohl für Maschinen mit Siemens 840D SL- als auch für solche mit Siemens 840D PL-Steuerungen, die mit dem NetLink S7-Compact adaptiert wurden. Die containerbasierte edgeConnector-Lösung ermöglicht eine virtualisierte Anbindung über OPC UA und MQTT, ohne dass Änderungen an der Steuerung selbst notwendig sind. Die Konfiguration erfolgt komfortabel über ein Webinterface und lässt sich einfach in bestehende Netzwerke integrieren. Damit bildeten die Softing-Konnektoren die stabile und herstellerunabhängige Grundlage für die durchgängige Datenerfassung im heterogenen Maschinenpark von Sennheiser.



















