Dieser Service gibt dem Anwender sofort einen Überblick über die Leistungs-, Effizienz- und Klassifizierungsdaten des jeweiligen Motors oder Frequenzumrichters. Benötigt er Informationen über bestimmte Funktionen, kann er direkt auf alle Dokumentationsunterlagen des Gerätes zugreifen. Das lästige Suchen nach der Dokumentation entfällt dadurch. Für viele Produkte ist bereits der ABB SmartGuide verfügbar, der in kurzen Videos die jeweiligen Einstellungen und Montageschritte anschaulich zeigt.

Der Webservice bietet aber noch mehr. So kann der Anwender bei einem Problem gleich eine Anfrage an den technischen Support erstellen. Über die automatisch enthaltenen Geräte- und Kontaktinformationen wird er dann umgehend durch einen Spezialisten von ABB unterstützt. Alternativ listet ABB Access auch die Telefonnummer und E-Mailadresse für den jeweiligen lokalen Supportkontakt oder der Anwender findet Zugang zu ortsnahen Channel-Partnern. Da der Dienst der Norm DIN/SPEC91406:2019-12 entspricht, erleichtert dies OEMs und Endnutzern auch das Lesen von QR-Codes mithilfe handelsüblicher Hard- und Software.

Auch Entwickler und Konstrukteure profitieren

Entwickler und Konstrukteure profitieren ebenfalls von der Digitalisierung. Auch für sie kann der einfache Einstieg in den digitalen Maschinenbau über die Antriebslösung erfolgen. Die Digitalisierung bietet dabei das Potenzial, sowohl die eigenen Produkte zu optimieren als auch neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Ein gutes Beispiel ist der digitale Zwilling: Da ABB von allen Komponenten ihrer Antriebslösungen digitale und standardisierte Abbilder zur Verfügung stellt, können Anwender diese Daten problemlos jetzt oder künftig mit den digitalen Zwillingen anderer Lösungen, Maschinen oder ganzer Anlagen verknüpfen. So kann der digitale Zwilling der Antriebslösung mit dem digitalen Abbild der Materialzufuhreinheit kommunizieren. Der Maschinenbauer sieht dann beispielsweise, wie sich eine höhere Antriebsleistung auf die Zufuhreinheit auswirkt. Entwickler können somit durch die Digitalisierung der Antriebstechnik schon beim Engineering und der Simulation auf einen problemlosen und optimierten Betrieb der Maschine oder Anlage hinarbeiten. Bestehende digitalisierte Produkte lassen sich ohne Eigenentwicklung integrieren und bereits heute im Feld der installierten Basis einrichten. Der entstehende digitale Zwilling, ob nur digitales Typenschild oder per Auswertealgorithmen beobachteter Antrieb, ist nicht mehr wegzudenken und bietet Chancen, mehr und mehr technische Wettbewerbsvorteile zu generieren.

Dies ist der dritte Teil unserer dreiteiligen Artikelserie. Im ersten Teil geht es darum, zu erkennen, wo digitale Lösungen in der Antriebstechnik derzeit besonders sinnvoll sind (erschienen im SPS-MAGAZIN 5/2023). Im zweiten Teil geht es um den einfachen operativen Einstieg in die Digitalisierung in kleinen Schritten (SPS-MAGAZIN 6/2023).

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