
Im Juni konnte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie abermals ein Plus bei den Auftragseingängen verbuchen. Insgesamt zogen sie hier um 10,3% gegenüber Vorjahr an. „Der zweistellige Zuwachs verdankt sich vor allem einigen Großaufträgen aus dem Ausland, wohingegen die Inlandsbestellungen um ein Fünftel hinter ihrem Vorjahreswert zurückblieben“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. „So gaben die inländischen Bestellungen im Juni um 20,6% nach, während sich die Auslandsaufträge um 39,4% erhöhten. Dabei fiel der Anstieg bei den Orders aus Drittstaaten (+52,7%) deutlich kräftiger aus als bei jenen aus dem gemeinsamen Währungsraum (+12,6%). Das erste Halbjahr wurde mit einer Gesamtsteigerung bei den Bestellungen von 5,8% abgeschlossen. Die Orders aus dem Inland haben sich mit einem marginalen Rückgang von 0,1% zum gleichen Vorjahreszeitraum dabei kaum bewegt. Die Auslandsaufträge erhöhten sich hingegen von Januar bis Juni um 10,7%. Dabei war die Wachstumsrate mit 13,6% bei den Bestellungen von Kunden aus Drittstaaten mehr als doppelt so hoch wie bei Partnern aus der Eurozone, von denen immerhin 5,6% mehr Aufträge eingingen.
Die reale Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland lag im Juni um 4,6% unter Vorjahr. Im gesamten ersten Halbjahr verfehlte der Branchenoutput sein Vorjahreslevel um 2,3%. Mit Beginn des dritten Quartals lag die Kapazitätsauslastung in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie bei 76,3% der betriebsüblichen Vollauslastung. Das waren anderthalb Prozentpunkte weniger als ein Vierteljahr zuvor.

Der Umsatz der heimischen Elektro- und Digitalunternehmen stieg im Juni um 1,1% gegenüber Vorjahr auf 19,0Mrd.€. Während beim Inlandsgeschäft ein Rückgang von 4,7% auf 8,6Mrd.€ verzeichnet wurde, wuchsen die Erlöse mit ausländischen Kunden um 6,0% auf 10,4Mrd.€. Dabei zogen die Geschäfte mit Ländern außerhalb der europäischen Gemeinschaftswährung (+8,2% auf 6,5Mrd.€) stärker an als die mit der Eurozone (+2,1% auf 3,9Mrd.€).
In den gesamten ersten sechs Monaten dieses Jahres kam der aggregierte Branchenumsatz auf 108,7Mrd.€ und entsprach wertmäßig damit knapp dem des Vorjahres (-0,2%). Dabei entfielen 50,3Mrd.€ auf Erlöse mit inländischen Kunden (-3,2%) und 58,4Mrd.€ auf jene mit dem Ausland (+2,3%). Die Geschäfte mit dem Euroraum (+2,1%) und dem übrigen Ausland (+2,4%) entwickelten sich in diesem Zeitraum ähnlich. Erstere addierten sich auf 22,9Mrd.€, letztere schlossen das erste Halbjahr mit 35,5Mrd.€ ab.
















