Deutsche Elektro- und Digitalindustrie wieder mit etwas mehr Rückenwind

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Bild: ZVEI e.V.

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat im Dezember 2025 ein Bestellplus von 17,1% gegenüber Vorjahr verzeichnet. „Es war schlussendlich der Monat mit dem stärksten Auftragsschub im vergangenen Jahr“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Dabei kamen die Impulse gleichermaßen aus dem Inland wie dem Ausland.“ So orderten inländische Kunden 17,0% und ausländische 17,3% mehr. Kunden aus der Eurozone erhöhten ihre Bestellungen im Dezember um 9,7%. Aus Drittländern gingen 21,0% mehr Orders ein. Damit ergibt sich für das Gesamtjahr 2025 ein Bestellzuwachs von 6,0%. Hier gingen die Entwicklungen der Inlands- und Auslandsaufträge allerdings noch stärker auseinander: Erstere legten nur leicht um 0,8% zu, letztere deutlich kräftiger um 10,2%. Die Auftragseingänge aus dem Euroraum lagen 2025 um 8,8% höher als 2024. Bei den Bestellungen aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums belief sich der Zuwachs auf 11,0%.

Die reale Produktion der deutschen Elektro- und Digitalindustrie wuchs im Dezember 2025 um 1,5% gegenüber Vorjahr. Im vergangenen Jahr war sie insgesamt leicht rückläufig (-0,4%, vorbehaltlich späterer Revisionen). „Für das laufende Jahr erwartet der ZVEI wieder einen Produktionsanstieg um 2%“, so Gontermann. Der nominale Umsatz in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie konnte im Dezember 2025 um 5,3% zulegen. Während der Inlandsumsatz leicht nachgab (-0,7%), zog der Auslandsumsatz deutlich an (+10,6%). Auch innerhalb des Auslandsgeschäfts gab es im Dezember eine unterschiedliche Entwicklung: Die Erlöse mit Kunden aus der Eurozone wuchsen deutlich stärker (+17,8%) als jene mit Partnern aus Drittländern (+7,1%). Im Gesamtjahr 2025 summierte sich der aggregierte Branchenumsatz auf 224,5Mrd.€ (wiederum vorläufig) und lag damit 2,0% über dem Wert aus 2024. Das letztjährige Inlandsgeschäft bewegte sich mit 105,4Mrd.€ seitwärts (+0,1%). Die Erlöse mit ausländischen Kunden konnten dagegen um 3,7% auf 119,1Mrd.€ gesteigert werden. Mit Ländern aus dem gemeinsamen Währungsraum wurden im vergangenen Jahr 46,8Mrd.€ umgesetzt (+6,5%), und im Geschäft mit Ländern außerhalb der Eurozone waren es 72,3Mrd.€ (+2,2%).