
Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juni gegenüber Mai saison- und kalenderbereinigt um 0,2% gestiegen. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von April bis Juni um 0,7% höher als in den drei Monaten zuvor. Im Mai stieg die Produktion gegenüber April nach Revision der vorläufigen Ergebnisse um 0,7% (vorläufiger Wert: +0,9%). Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2025 war die Produktion Juni 2026 kalenderbereinigt 0,1% niedriger.
Deutlicher Produktionsanstieg in der Automobilindustrie
Die positive Entwicklung der Produktion im Juni ist maßgeblich auf die Zuwächse in der Automobilindustrie zurückzuführen (saison- und kalenderbereinigt +3,6% zum Vormonat). Auch der Anstieg im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge; +8,4%) beeinflusste das Gesamtergebnis positiv. Negativ wirkte sich hingegen der Rückgang im Maschinenbau (-3,9%) aus.
Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) blieb im Juni gegenüber Mai saison- und kalenderbereinigt unverändert. Dabei stieg die Produktion von Konsumgütern um 1,0% und die Produktion von Investitionsgütern um 0,2%. Die Produktion von Vorleistungsgütern sank dagegen um 0,9%. Außerhalb der Industrie stieg die Energieerzeugung um 1,9% und die Bauproduktion um 0,1%.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2025 sank die Industrieproduktion kalenderbereinigt um 0,8%.
Produktion in energieintensiven Industriezweigen gesunken
In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im Juni gegenüber Mai saison- und kalenderbereinigt um 1,8% gesunken. Im Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen von April bis Juni um 2,5% höher als in den drei Monaten zuvor. Verglichen mit dem Vorjahresmonat Juni 2025 war die energieintensive Produktion im Juni 2026 kalenderbereinigt um 2,2% höher.
















