
Der deutsche Mittelstand hat sich in den Jahren seit 2010 tiefgreifend verändert. Industrie und Handel haben an Bedeutung verloren, während die Bereiche Dienstleistungen und spezialisierte Tätigkeiten gewachsen sind. Die neue Auswertung der Creditreform Wirtschaftsforschung zeigt, dass hinter dieser Entwicklung kein kurzfristiger Konjunktureffekt steht, sondern ein langfristiger Strukturwandel mit erheblichen Folgen für Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftsstruktur.
Im Verarbeitenden Gewerbe ist die Zahl der Unternehmen innerhalb von 15 Jahren (2010 bis 2024) um fast 20% gesunken. Der Anteil dieses Sektors an der Gesamtwirtschaft lag 2024 bei 6,6% (2010: 7,8%). IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt mit Beispielen aus der Praxis, wie Anwender sämtliche Vorteile der digitalen Schnittstelle nutzen. Das funktioniert ohne grossen Trainingsaufwand: Selbst Einsteiger ohne Vorkenntnisse können dank kostenfreiem Baumer How-to-Tutorial IO-Link Geräte schon nach 80 Minuten in die SPS integrieren. ‣ weiterlesen
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für Ingenieure
Wie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
„Deutschland erlebt einen stillen Umbau seiner mittelständischen Wirtschaftsstruktur. Industrie und stationärer Handel verlieren seit Jahren an Substanz, während Dienstleistungen, Spezialisierung und personenbezogene Tätigkeiten wachsen“, sagt Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung. Der Strukturwandel verläuft zulasten der Industrie, die traditionell für Produktivitätsfortschritt, Innovation und Exportstärke steht. Dienstleistungen wachsen zwar, sind aber häufig kleinteiliger und weniger skalierbar. Dies deutet auf eine Verschiebung hin zu weniger dynamischen Wachstumsquellen.
Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes verzeichneten die Bereiche ‚Herstellung von Druckerzeugnissen, Vervielfältigung von Ton-, Bild- und Datenträgern“ (-42%), ‚Metallerzeugung und -bearbeitung‘ (-35%) sowie ‚Herstellung von Bekleidung‘ (-31%) einen überdurchschnittlich starken Rückgang der Betriebszahlen in diesem Zeitraum.
Mittelständischer Handel verliert an Bedeutung
Die Zahl der Betriebe im Groß- und Einzelhandel sank deutlich um 16%. Während im Jahr 2010 noch 21% aller Unternehmen dem Handel zuzuordnen waren, lag dieser Anteil 14 Jahre später nur noch bei 18%. Diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen. „Hier vollzieht sich kein normaler Strukturwandel. Die signifikante Veränderung im Handel geht vielmehr auf eine disruptive Veränderung durch Digitalisierung und verändertes Verbraucherverhalten – insbesondere seit der Corona-Pandemie – zurück. Das Geschäftsmodell der großen Ketten und Internet-Plattformen fördert die Marktkonzentration und verdrängt den mittelständischen Handel“, so Creditreform-Sprecher Hantzsch.















