D.h. es war keine ganz freiwillige Entscheidung, in Wien ein zweites Entwicklungsstandbein aufzubauen?

Melkus: Nein, diese Strategie ist zu einem Teil den genannten Umgebungsfaktoren geschuldet. Das Spezialistenangebot ist in der Hauptstadt einfach besser. Und da unsere Entwicklungsabteilung kontinuierlich wächst, müssen wir sicherstellen, dass diese am Stammsitz und in Wien hochqualifiziert besetzt bleibt. Wir haben spannende Produkte und Technologien in der Pipline und die gilt es, schnell auf den Markt zu bringen.

Ein gutes Stichwort: Was gibt es für neue Highlights aus Ihrem Hause?

Melkus: Eine sehr spannende Neuheit in Bezug auf die Technologie ist das drahtlose Bedienpanel mit Safetyfunktionalität, das wir kürzlich vorgestellt haben. Gemäß unserer Strategie wollen wir in den Bereichen Wireless und Safety noch weitere Produkte für den Markt entwickeln. Bei der Automatisierung von fahrerlosen Transportsystemen, die unserer Ansicht nach ein Muss in der digitalen Fabrik sind, haben wir schon viel Erfahrung in drahtloser Sicherheitstechnik gesammelt.

Safety plus Wireless? Das klingt nach einer Herausforderung für die Entwicklung.

Melkus: Ja, das ist ein sehr spannendes Thema. Wir sind hier gerade in der TÜV-Zertifizierungsphase. Mit den Prototypen haben wir gezeigt, dass wir uns technologisch von marktüblichen Lösungen abheben. Die Marktresonanz ist mehr als positiv. Auch bei unseren etablierten Automatisierungssystemen beschäftigen wir uns intensiv mit Safety und entsprechende Produkte fließen mehr und mehr in das Sigmatek-Portfolio ein. D.h. die Sicherheitstechnik von Sigmatek wird wachsen. Zum einen die Safetymodulvielfalt bei S-Dias und auch in den Antrieben wollen wir neben den Standardfunktionen wie STO, SS1 und SBC weitere Sicherheitsfunktionen integrieren. Eine neue Drive-Generation mit Features wie sicherer Geschwindigkeit befindet sich derzeit in der Entwicklung.

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