Aber auch in Japan oder China gibt es doch einen nicht unbedeutenden Maschinenbaumarkt.

Melkus: Das stimmt. Auch der Maschinenbau in Japan ist auf hohe Qualität aus, aber etwas vorsichtiger in der Adaption neuer Technologie. China ist da risikofreudiger: Neue Technologien werden rasch angenommen und auch schnell auf den Markt gebracht. Südkorea hat längst eine eigene Identität aufgebaut, indem der Markt einen aus unserer Sicht sehr spannenden Mittelweg beschreitet: schnell und auf modernste Technologie sowie Topqualität bedacht. Gerade in den Bereichen mit komplexen Motionaufgaben wie Verpackungstechnik, Pharma und Robotik konnten wir bereits Kunden gewinnen.

D.h. der chinesische Markt ist aus Sigmatek-Sicht nicht so attraktiv?

Melkus: Doch, es gibt sehr wohl auch in diesem Markt einen Bedarf an Highendautomatisierungslösungen. Deshalb haben wir auch in China eine hundertprozentige Sigmatek-Tochter, die mittlerweile zehnjähriges Bestehen gefeiert hat. Die Niederlassung wächst kontinuierlich und entwickelt erfreulicherweise eine Eigendynamik, die schon einiges zum Umsatz des Unternehmens beiträgt.

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Wie steht es um Nordamerika, Herr Melkus? Ist das ein attraktiver Markt für Sigmatek?

Melkus: Unabhängig von der politischen Entwicklung sind die USA aus unserer Sicht sehr spannend und bieten viel Potenzial. Aber man darf sich dort nicht verzetteln, sondern muss ganz genau prüfen, wo man hinwill. Wir sind seit 2001 mit einer Tochter aktiv und planen gerade eine Vertriebsoffensive.

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