Die Frage nach Software und Hardware ist also kein entweder oder, sondern ein sowohl als auch.

Baumüller: Mit Sicherheit. Der Software-Anteil von Lösungen für den Maschinenbau ist zwar in den letzten Jahren stetig gestiegen und wird es auch weiterhin tun. Für uns als Lösungsanbieter in der Automatisierungs- und Antriebstechnik sind Software und Hardware seit vielen Jahren Kernkompetenzen, die wir stetig weiterentwickeln. Damit stellen wir die effiziente Funktionalität von Maschinen und Anlagen sicher.

Das klassische Hardware-Geschäft mit Antrieben und Steuerungen wird sich auf absehbare Zeit also nicht auflösen?

Baumüller: Nein, obwohl bei unseren Geräten und bei deren Entwicklung der Software-Anteil steigt, ist die Digitalisierung meiner Meinung nach ein wichtiges On-Top-Thema. Denn hier gibt es zusätzliche Möglichkeiten der Effizienzsteigerung, die auf klassische Weise nicht zu heben sind. Ohne unser Applikations- und Automatisierungs-Know-how wäre dies jedoch in vielen Fällen nicht möglich. Insofern darf man die Digitalisierung nicht um ihrer selbst treiben, sondern muss stets den Nutzen fokussieren.

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Wie schätzen Sie die zunehmende Gefahr von Cyberattacken und Malware durch die zunehmende Digitalisierung ein?

Baumüller: Nun, die Industrial Security ist eine Aufgabe, der sich nicht mit einem einzelnen Produkt begegnen lässt, sondern nur mit umfassenden Strategien und Sicherheitskonzepten. Unsere Lösung Ubiquity kann in einem solchen Konzept eine wichtige Rolle einnehmen. Insgesamt sollte man die Security so aufsetzen, dass sie einen möglichst großen Teil der Wertschöpfung abdeckt, aber gleichzeitig die Prozesse und die Lieferkette stabil und wirtschaftlich bleiben – selbst dann, wenn man an einer Stelle des Systems eingreifen oder Änderungen vornehmen muss. Unterm Strich bleibt dem Anwender also nichts anderes übrig, als sich intensiv mit dem Thema auseinander zu setzen und entsprechendes Know-how aufzubauen.

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