
Direkte Integration von HMI- und Feldgeräten in überlagerte Systeme
Von der einfacheren Handhabung durch OPC UA profitieren auch die HMI-Produktlinien BTP 2000 und TP 3000 von Phoenix Contact (Bild 2), in die die Visualisierungs-Software Visu+ als Laufzeitkomponente eingebaut ist (Bild 3). Aufgrund der komplexen DCOM-Konfiguration von OPC Classic war es bisher notwendig, den klassischen OPC-Server als Komponente auf dem Touch Panel mitzuführen. Jetzt lassen sich beide Produktlinien als OPC-UA-Client anbinden. Dabei bietet die offene Standardschnittstelle OPC UA die Möglichkeit, sich an beliebige OPC-UA-Server – wie Embedded-UA-Server oder den PC Worx UA-Server – anzukoppeln. Die beiden Touch-Panel-Baureihen können nun mit dem kostenlos erhältlichen Software Tool Visu+ Express ab der Version 2.50 mit OPC-UA-Unterstützung programmiert werden.

Visu+ als OPC-UA-Client
Sollen Daten zentralisiert gesammelt, verdichtet und dargestellt werden, nutzen die Anwender eine Scada-Lösung. Durch den offenen und skalierbaren Ansatz von OPC UA lassen sich Bedienen-und-Beobachten- und sogar Feldgeräte auf einfache Weise direkt in ein überlagertes System integrieren, das die zur Verfügung gestellten Daten dann weiterverarbeitet. Ein solcher Ansatz kann z.B. mit der PC-basierten Softwarelösung Visu+ Scada von Phoenix Contact realisiert werden. Dazu lässt sich Visu+ als OPC-UA-Client an den PC Worx UA-Server oder den UA-Server eines anderen Herstellers anbinden, um die Daten aktiv abzuholen. Darüber hinaus eröffnet Visu+ die Möglichkeit, selbst als OPC-UA-Server zu agieren und Daten entsprechend zu verteilen. Weitere Systeme – wie MES (Manufacturing Execution System) oder Cloudlösungen – beziehen die Daten auf diese Weise ohne großen Aufwand direkt. IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt mit Beispielen aus der Praxis, wie Anwender sämtliche Vorteile der digitalen Schnittstelle nutzen. Das funktioniert ohne grossen Trainingsaufwand: Selbst Einsteiger ohne Vorkenntnisse können dank kostenfreiem Baumer How-to-Tutorial IO-Link Geräte schon nach 80 Minuten in die SPS integrieren. ‣ weiterlesen
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für Ingenieure
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Zyklusgenaue Information über applikative Fehlerzustände
Die Funktionalitäten eines in die Steuerung eingebauten UA-Servers oder des in das lokal installierte HMI-Gerät integrierten UA-Clients stoßen nur durch den jeweiligen Speicher und die Rechenleistung an ihre Grenzen. Deshalb werden zusätzliche Funktionen auf dem PLCnext-Controller AXC F 2152 sowie anderen Steuerungen von Phoenix Contact folgen. Als erste PLCnext-Steuerung verfügt der AXC F 2152 zukünftig über Alarm-Funktionen. Somit können aus den in Hochsprache ebenso wie in IEC61131 erstellten Programmteilen OPC UA-Alarme auf der Steuerung generiert werden. Jeder OPC-UA-Client, der sich bei den OPC-UA-Alarmen angemeldet hat, erhält zyklusgenau Informationen über applikative Fehlerzustände und kann diese quittieren. Der zur Parametrierung oder dem Auslesen von Logdaten erforderliche Zugriff auf das File-System der Steuerung wird ebenfalls über gemäß OPC UA standardisierte File-Zugriffe implementiert. Auch bei diesen Zugriffen findet selbstverständlich eine auf OPC-UA-Security-Mechanismen sowie entsprechenden Rollen und Rechten basierende Überwachung statt.















