Die Aufgabe von Panel-PCs zur Prozessvisualisierung ist die Anzeige und die Darstellung von Prozessdaten sowie die Bedienung einer verfahrenstechnischen Maschine oder Anlage. Die Anforderungen an moderne Visualisierungsgeräte sind dabei sehr vielseitig. Neben dem Bedienkomfort ist vor allem eine hohe Verfügbarkeit und eine hohe Kosteneffizienz über die gesamte Lebensdauer gefragt. Die Panel-PC-Serie Polaris von Bartec will diesen Kriterien gerecht werden. Die Visualisierungssysteme sind zugelassen für den Einsatz im Ex-Bereich für die Zonen 1+2 sowie 21+22. Sie stehen in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Eingabeoberflächen zur Verfügung. Als geeignetes \’Human Machine Interface\‘ in der vorliegenden Applikation in einer pharmazeutischen Anlage erwiesen sich 12,1\“-Widescreen-Touchpanels der Polaris-Professional-Serie. Sie sind für die Bedienung komplexer Maschinen oder einfacher Anlagen der mechanischen Verfahrenstechnik, z. B. Mischern, Zentrifugen oder Kugelmühlen geeignet. Die zwölf eingesetzten Touchpanel werden genutzt, um einen Teilbereich in der pharmazeutischen Anlage zu steuern und zu kontrollieren. Die Auflösung des Bildschirms beträgt 1.280×800 Bildpunkte bei einer maximalen Helligkeit von 400cd/m2 und einem Kontrast von 1.200:1. Mittels Ethernet-Schnittstelle können einzelne Computer oder Netzwerkgeräte an ein bestehendes lokales Netzwerk (LAN) angebunden werden oder lokale Netzwerke vollständig drahtlos aufgebaut werden. Windows XP Professional ist serienmäßig auf dem Panel-PC vorinstalliert. In der vorliegenden Applikation wurde das Programmierpaket BMS-Graf-pro Version 7 genutzt. Sicherheit im Fokus In der Pharmaindustrie müssen Protokollierung und Speicherung aller Bedieneraktionen an den Panel-PCs den Vorgaben der Richtlinie FDA21CFR Part 11 entsprechen, insbesondere hinsichtlich Zugangskontrolle, sicherer Benutzer- und Passwortverwaltung, lückenloser Dokumentation, fälschungssicherer Logfiles und Protokolle sowie Langzeitarchivierung. Bartec hat aus diesem Grund ein Benutzerverwaltungssystem entwickelt, das die Mitarbeiter in der Anlage berechtigt, entsprechend der Vorgaben entsprechende Funktionalitäten auszuführen. Der sicheren Passwort- und Benutzerverwaltung kam in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. So muss gewährleistet sein, dass die Passwörter persönlich sind, d.h. das Einloggen mit Benutzername und Passwort erfolgt. Der Benutzername kann eine Länge von bis zu 40 Zeichen annehmen und muss eindeutig sein. Die Länge des Passworts muss mindestens acht Zeichen betragen. Die Sicherheitsstufe des Passworts wird bei der Eingabe angezeigt und bei Übernahme in die Logdatei mit Benutzername eingetragen. Das Passwort selbst wird nicht protokolliert. Zudem wurde die Passwortgültigkeit auf 90 Tage begrenzt. Bereits 14 Tage vor Ablauf des Passwortes wird der Benutzer zudem aufgefordert, dieses zu ändern. Bei der Anlage bzw. Änderung des Passworts durch den Benutzer prüft das System, ob das Passwort bereits in den letzten drei Anmeldezyklen verwendet wurde. Ist dies der Fall, akzeptiert das System das neue Passwort nicht. Zudem lässt das System nur maximal fünf Fehllogins in Folge zu. Nach Überschreiten dieser Anzahl wird der Benutzer vom System gesperrt. Das Benutzerkonto kann in diesem Fall nur durch den Administrator reaktiviert werden. Bei Nichtbedienung des Systems loggt das System den Benutzer nach Ablauf von 5 Minuten automatisch aus. Dezentrale Benutzerverwaltung In der vorliegenden Applikation ist erstmalig eine dezentrale Verwaltung der Benutzerdaten im Ex-Bereich möglich. Für alle Touchpanels werden die Daten auf einen Benutzerverwaltungs-Server ausgelagert, mit dem die Geräte vernetzt sind. Das Anlegen bzw. die Pflege von Benutzern ist im Server und von jedem Gerät aus in der Anlage möglich. Die Benutzerverwaltung ist somit weniger aufwendig und bringt Kosteneinsparungen mit sich im Vergleich zu einer Stand-alone-Lösung, bei der alle Daten auf jedem Touch Panel angelegt und gepflegt werden müssten. Daneben werden alle Ereignisse wie beispielsweise der Start und das Herunterfahren des Systems, das An- und Abmelden von Benutzern, Fehllogin oder die Änderung von Benutzerdaten automatisch erfasst und in einer Logdatei protokolliert, die wiederum ebenfalls auf dem zentralen Server gesichert wird. Es sind keine Benutzerdaten im jeweiligen Gerät lokal abgelegt. Alle Touchpanel, die sich anmelden möchten, müssen im Server mit ihrer IP-Adresse registriert sein. Ist dies nicht der Fall, wird die Verbindung sofort getrennt. Die Daten werden grundsätzlich zwischen Server und Client verschlüsselt übertragen. Das System ist somit vor unautorisiertem Zugriff (z.B. Hacker) geschützt. Fazit Mit den 12,1\“-Widescreen-Touchpanel der Polaris-Professional-Serie und dem Bartec-Programmierpaket BMS-Graf-pro 7 konnten die in der Pharmaindustrie geltenden Sicherheitsvorgaben der Richtlinie FDA21CFR Part?11 umgesetzt werden. Durch die Protokollierung der Datensätze, zu welcher Uhrzeit welcher Benutzer angemeldet war und der Speicherung der Eingaben, kann rekonstruiert werden, was zu welchem Zeitpunkt verändert wurde. Eine Nachvollziehbarkeit der in der Anlage produzierten Chargen ist somit lückenlos gegeben.
Touchscreen-Panels für die Pharmaindustrie
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