Der VDMA und T-Systems präsentieren gemeinsam mit der Initiative Umati auf der diesjährigen Hannover Messe eine erste globale Manufacturing-X-Umsetzung mit offenen Standards für Maschinendaten. Der ausgestellte Demonstrator in Halle 9 (Stand F25) zeigt den CO2-Fußabdruck von verschiedenen Produkten in einem Datenraum. Werke in Asien, Brasilien, Deutschland, Spanien und den USA teilen Live-Daten aus dem Produktionsprozess und für Manufacturing-X einsatzbereiten Geräten. Der ‚Product Carbon Footprint‘ wird live berechnet und in einem digitalen Produktpass dokumentiert. Die im VDMA entwickelten ‚X for Machinery‘-Architektur soll vor allem für KMU als Blaupause für einen Zugang zu Datenräumen bieten. Sie beschreibt, wie eine Auswahl von international etablierten Standards und Technologien genutzt und kombiniert werden kann, um einen Zugang zu Datenräumen zu realisieren. Die Architektur richtet sich nach dem Regelwerk der International Data Space Association (IDSA) und nutzt OPC UA und Companion Specifications für die Kommunikation. Dies stelle die Datenhoheit sicher und schaffe ein vertrauenswürdiges Ökosystem, um standardisierte Produktionsinformationen zu teilen und zu nutzen. Der Demonstrator realisiert das ‚FX Port‘-Konzept und bringt standardisierte Maschinendaten von vier Kontinenten mittels der Plattform Umati.App und eines Connectors in den Datenraum. Die Datenrauminfrastruktur, die Authentifizierung neuer Teilnehmer für den Datenraum, sowie der Connector, der auf die Anforderungen von Maschinendaten zugeschnitten ist, wird durch T-Systems bereitgestellt und betrieben. „Datenräume sind das digitale Fundament für Europas Zukunft“, erklärt Christine Knackfuß-Nikolic, Chief Technology Officer von T-Systems. „Sie sind nicht nur der Schlüssel zu einer sicheren und souveränen Datenökonomie, sondern auch der Katalysator für bahnbrechende Innovationen. Durch die Bereitstellung hochwertiger, interoperabler Daten schaffen wir die Grundlage für eine KI-getriebene Wirtschaft, die Europas globale Wettbewerbsfähigkeit stärkt und unsere digitale Unabhängigkeit sichert. Datenräume sind unsere Chance, die ungenutzte Kraft von 80 Prozent der Daten zu entfesseln und bis 2028 ein zusätzliches BIP von 270Mrd.€ zu generieren. Sie sind nicht weniger als der Treibstoff für Europas digitale Renaissance.“ „Digitalisierung, Interoperabilität und Vernetzung sind entscheidend für unsere Branche und der Schlüssel hierfür ist der Datenraum. Gerade für kleine und mittelgroße Unternehmen bietet sich die Chance, neue, datenbasierte Geschäftsmodelle mit zusätzlichen Serviceangeboten zu entwickeln und effiziente KI-Anwendungen zu realisieren“, betont Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer. Weiterhin beteiligt sind u.a. die Federation of Industries of Minas Gerais (FIEMG), die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), CESMII, Trimek (Teil von Innovalia Metrology), das Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der Technischen Universität Darmstadt sowie Interop4X.
Manufacturing-X: Erste Umsetzung auf der Hannover Messe
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