
Der September bescherte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie 9,3% mehr Bestellungen als ein Jahr zuvor. Aus dem Inland ging ein Zehntel mehr an Aufträgen ein (+ 10,3%). Ausländische Kunden erhöhten Ihre Bestellungen um 8,6%. Dabei legten die Auftragseingänge aus der Eurozone zweistellig zu (+ 14,7%). Die Bestellungen aus Drittländern stiegen im September um 5,8%. „Für die ersten drei Quartale dieses Jahres verzeichnet die Branche damit ein Auftragsplus von 4,2% gegenüber Vorjahr“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Während hier die Inlandsorders noch rückläufig waren (- 2,8%), wuchsen die Auftragseingänge aus dem Ausland um 10,0%. Die Bestellungen aus dem gemeinsamen Währungsraum stiegen zwischen Januar und September um 8,1% gegenüber Vorjahr. Noch stärker zogen die Aufträge aus dem übrigen Ausland an (+ 11,0%).

Geschäftsklima erholt sich, klare Richtung fehlt aber noch immer
Die branchenweite Kapazitätsauslastung hat sich zu Beginn des vierten Quartals zwar um zwei Prozentpunkte auf jetzt 78,2% der betriebsüblichen Vollauslastung erholt, bleibt damit aber weiter unterdurchschnittlich. Die Reichweite der Auftragsbestände fiel von 4,2 Produktionsmonaten vor einem Vierteljahr auf 3,9 etwas zurück. „Die insgesamt immer noch fehlende klare Richtung zeigt sich unter anderem auch bei den Produktions- und Beschäftigungsplänen. Sie entwickelten sich im Oktober nämlich entgegengesetzt: Während erstere leicht stiegen, gaben letztere nach“, sagte Gontermann. Mehr als zwei Fünftel der Unternehmen leiden unter Auftragsmangel, der damit weiter das derzeit größte Produktionshemmnis bleibt.
Schließlich hat sich das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie nach dem deutlichen Rücksetzer im Vormonat im Oktober wieder erholt: Sowohl die aktuelle Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen wurden besser beurteilt. Letztere zogen sogar recht stark an und schafften es unterm Strich erneut über die Nulllinie. Auch die spezifischeren Exporterwartungen fielen im Oktober etwas günstiger aus als im September.





















