Elektroplanung: Automatisierung mit System

 Spangler Automation projektiert und plant die Anlagenautomatisierung, programmiert die Steuerungstechnik und fertigt die 
Schaltanlagen im eigenen Haus.
Spangler Automation projektiert und plant die Anlagenautomatisierung, programmiert die Steuerungstechnik und fertigt die Schaltanlagen im eigenen Haus.Bild: Spangler GmbH

Wer Automatisierungsanlagen plant und baut, der weiß, wie man automatisiert – und kann das auch in den eigenen Prozessen umsetzen. So macht es Spangler in Dietfurt/ Altmühl. ‚Automation mit System‘ heißt deren Devise. Dabei nutzen sie gleich mehrere Systeme – u.a. für die Erstellung der Stromlaufpläne (Spangler Configuration System) und auch für die Software-Programmierung. Begonnen hat die Automatisierung mit dem Ziel der Standardisierung schon im Jahr 2008 mit der Nutzung der Eplan Plattform. Geschäftsführer Christian Brandmüller: „Damals haben wir die Plattform genutzt, um unsere Prozesse izu verbessern – und wir haben die einzelnen Eplan-Module auch an unsere Prozesse angepasst. Damit haben wir einen hohen Automatisierungsgrad in der Elektroplanung und im Schaltschrankbau erreicht.“

 Für Geschäftsführer Christian Brandmüller (r.) und Systemadministrator Rainer Meier (l.), bei Spangler. heißt die Devise: 'Automation mit System'.
Für Geschäftsführer Christian Brandmüller (r.) und Systemadministrator Rainer Meier (l.), bei Spangler. heißt die Devise: ‚Automation mit System‘.Bild: Spangler GmbH

Eigene Tools für die Schaltschrankplanung

Zu den Werkzeugen, die das Unternehmen dabei nutzt, gehört das Spangler Configuration System, kurz SCS, für die Erstellung der Stromlaufpläne. Die Grundlage bildet Eplan Engineering Configuration (EEC), für das Spangler jedoch eine Erweiterung mit eigenem Frontend und User Interface entwickelt hat.

Warum eine eigene Software? Rainer Meier, Systemadministrator bei Spangler: „Das SCS enthält auch eine normenkonforme mechatronische Komponente. Mit ihm konfigurieren unsere Planer den Schaltschrank für die Maschine oder Anlage und daraus wird die Datei abgeleitet, die ins EEC eingelesen wird. Das EEC generiert dann den Stromlaufplan.“ Auf diese Weise können, so Meier, die Pläne mit einem Automationsgrad von 50 bis 90 Prozent erstellt werden. Die Spannbreite ergibt sich aus der jeweiligen Projektstruktur und Variantenvielfalt – sie zeigt zugleich, wie flexibel sich das System an unterschiedliche Anforderungen anpassen lässt. Das geschieht auf der Software-Seite arbeitsteilig: Der Planer arbeitet mit dem SCS, im Hintergrund läuft das EEC.

 Für den digitalen Stromlaufplan testet Spangler zur Zeit den Projekt-Viewer.
Für den digitalen Stromlaufplan testet Spangler zur Zeit den Projekt-Viewer.Bild: Spangler GmbH

Neue Identität: ‚Wir sind Automatisierer‘

Jetzt geht Spangler – wiederum mit Eplan – den nächsten Schritt. Brandmüller: „Wir sagen uns los vom Schaltschrankbauer-Image und setzen einen stärkeren Schwerpunkt, unsere Kunden bei der digitalen Transformation zu unterstützen. Dort beginnt die Wertschöpfungskette, und es werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der Schaltschrankbau effizient gefertigt und – noch wichtiger – dass die zugehörige Maschine oder Anlage ihre Aufgabe bestmöglich und mit hohem Automatisierungsgrad erfüllt. Dabei möchten wir unsere Kunden noch umfassender und auch früher im Prozess, bei der Planung und Programmierung, unterstützen.“

Eben das war, so Brandmüller weiter, schon immer die Kernkompetenz von Spangler, die nun auch in der Außendarstellung stärker betont wird. „Dabei geht es uns nicht nur um die Elektroplanung und die Stromlaufplanerstellung, sondern zum Beispiel auch um Datenmanagement und die Anbindung an ERP-Systeme. Mit dieser erweiterten Dienstleistung rund um die Automatisierung im Maschinen- und Anlagenbau werden wir neue Kunden gewinnen Das ist unser Ziel für die Zukunft und unsere neue Identität.“

 Wir haben uns mit 
Eplan immer weiter entwickelt.


Christian Brandmüller
Wir haben uns mit Eplan immer weiter entwickelt. Christian BrandmüllerBild: ©Reinhard Mederer

Startpunkt: Eplan Preplanning und Data Portal

Spangler hat diesen Prozess nicht nur 2008 mit Eplan gestartet, sondern setzt auch heute noch in jedem Projekt darauf. Brandmüller: „Wir sind sicherlich ein Key User und haben uns mit Eplan immer weiter entwickelt. Wir nutzen Eplan Electric P8, EEC und Pro Panel. Und immer wenn es ein neues Eplan Modul gibt, schauen wir uns das an und fragen: Passt das zu uns? Zu unseren Kunden? Gibt es einen Mehrwert?“ Klaren Mehrwert sieht Spangler, wenn die Kunden Eplan Preplanning nutzen: Dann können die Elektroplaner die Daten einfach übernehmen und müssen sie weder neu eingeben noch in eine Struktur bringen. Bei der Auswahl der Komponenten bietet das Eplan Data Portal große Vorteile, das Spangler aber auch noch an die eigenen Anforderungen angepasst hat. Meier: „Wir verwenden die Daten aus dem Data Portal und reichern sie an. Dafür haben wir Standards entwickelt, ebenso für die Nutzung von Makros. Dabei hat uns das Eplan Consulting gut unterstützt.“

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