Füllstandmessung mit Radar: Sensoren für Standardmessstellen

 Durch ihren besonderen Aufbau, die hohe Schutzart und Überflutbarkeit können die Füllstandmessgeräte auch in Ex-Zone 1 eingesetzt werden.
Durch ihren besonderen Aufbau, die hohe Schutzart und Überflutbarkeit können die Füllstandmessgeräte auch in Ex-Zone 1 eingesetzt werden.Bild: Vega Grieshaber KG

In vielen Anlagen entscheidet nicht die einzelne High-End-Messstelle über die Performance, sondern die Summe zahlreicher Standardanwendungen. Hilfsprozesse, Lagerbehälter oder Peripheriebereiche müssen ebenso zuverlässig überwacht werden wie kritische Kernprozesse – allerdings mit anderen Rahmenbedingungen: geringere Budgets, einfache Installation und möglichst wenig Wartungsaufwand. Genau hier setzt die Basic-Serie von Vega an. Die Vegapuls-Radarsensoren sind bewusst auf typische Industrieanwendungen zugeschnitten und ergänzen die leistungsstärkere Pro-Serie. Der Fokus liegt auf einer klar definierten Funktionalität, die die Anforderungen im Feld zuverlässig abdeckt, ohne unnötige Komplexität.

Die Vega Tools-App ermöglicht die drahtlose Bedienung von Vega-Geräten, die mit Bluetooth ausgestattet sind. Die intuitive Bedienstruktur gewährleistet eine einfache Inbetriebnahme und Konfiguration der Geräte mittels Smartphone oder Tablet.
Die Vega Tools-App ermöglicht die drahtlose Bedienung von Vega-Geräten, die mit Bluetooth ausgestattet sind. Die intuitive Bedienstruktur gewährleistet eine einfache Inbetriebnahme und Konfiguration der Geräte mittels Smartphone oder Tablet.Bild: Vega Grieshaber KG

Technologiewechsel: Radar statt Ultraschall

Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist der Fortschritt in der Radartechnologie selbst. Kompakte 80GHz-Radarchips ermöglichen heute eine hohe Messdynamik bei gleichzeitig kleiner Bauform und reduziertem Energiebedarf. Dadurch wird Radar auch für Anwendungen wirtschaftlich, die lange Zeit vom Ultraschall dominiert wurden. „Unser Ziel war es, die Sensoren genau dort einzusetzen, wo früher Ultraschall dominierte – aber mit besserer Performance und minimalem Aufwand beim Austausch bestehender Geräte“, erklärt Jürgen Skowaisa, Produktmanager bei Vega. „Einbauen, anschließen, fertig.“ Der Vorteil liegt in der physikalischen Messmethode: Radar arbeitet weitgehend unabhängig von Umgebungsbedingungen wie Staub, Dampf, Temperatur oder Geräuschpegel. Gerade in offenen Becken, Silos oder rauen Industrieumgebungen erhöht das die Messsicherheit deutlich.

Durch die gute Fokussierung liefern Radarsensoren auch bei beengten Platzverhältnissen und Einbauten zuverlässige Messergebnisse.
Durch die gute Fokussierung liefern Radarsensoren auch bei beengten Platzverhältnissen und Einbauten zuverlässige Messergebnisse.Bild: Vega Grieshaber KG

Einfach integrieren, schnell in Betrieb nehmen

Neben der Messperformance spielt die praktische Umsetzbarkeit eine zentrale Rolle. Die Sensoren der Basic-Serie sind so ausgelegt, dass sie sich mit minimalem Aufwand installieren und parametrieren lassen. Viele Anwendungen lassen sich ohne spezielle Vorkenntnisse realisieren – ein entscheidender Vorteil gerade bei Retrofit-Projekten oder bei der Ausstattung größerer Anlagen mit vielen Messstellen. Bestehende Ultraschalllösungen können häufig ohne größere Anpassungen ersetzt werden, sowohl mechanisch als auch elektrisch. Der Markterfolg bestätigt diesen Ansatz: Seit der Einführung im Jahr 2020 wurden bereits mehrere hunderttausend Geräte installiert. Die kompakte Radartechnik hat sich damit in kurzer Zeit als Standardlösung für zahlreiche Anwendungen etabliert.

Die kompakten Radar-Füllstandsensoren mit 80GHz-Technologie von Vega stehen für einfache Installation, exakte Messergebnisse und wartungsfreien Betrieb.
Die kompakten Radar-Füllstandsensoren mit 80GHz-Technologie von Vega stehen für einfache Installation, exakte Messergebnisse und wartungsfreien Betrieb.Bild: Vega Grieshaber KG

Ex-Anwendungen ohne Zusatzaufwand

Ein weiterer Aspekt ist der Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen. Vega setzt hier auf eine vollständig vergossene Bauweise von Elektronik und Anschlussleitungen. Dadurch können die Sensoren direkt in Zone 1 und 2 eingesetzt werden – ohne zusätzliche Barrieren oder spezielles Zubehör. „Für die Anwender bedeutet das vor allem eines: weniger Aufwand in der Planung und Installation“, so Skowaisa. Bestehende Infrastruktur lässt sich weiter nutzen, Standardkabel sind ausreichend, zusätzliche Kennzeichnungen oder Sonderkomponenten entfallen. Gleichzeitig decken die Geräte sowohl Gas- als auch Staub-Ex-Anwendungen ab, was ihre Einsatzbreite in der Praxis deutlich erhöht.

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