In der deutschen Wirtschaft überwiegen nach wie vor die Auftriebskräfte. Die Industrieproduktion erfuhr im November 2015 einen Dämpfer, doch die zuletzt gemeldeten Auftragseingänge stimmen zuversichtlich. Auch das Geschäftsklima in der Industrie hat sich jüngst weiter stabilisiert. Die Geschäftserwartungen verbesserten sich im Januar den vierten Monat in Folge. Konjunkturell stützend wirken weiterhin der deutliche Ölpreisrückgang, die niedrigen Zinsen und der für die Exportwirtschaft günstige Wechselkurs des Euro. Alles zusammengenommen dürfte die Wirtschaftsleistung in Deutschland auch im Schlussquartal ausgeweitet worden sein. In der Industrie war das Produktionsvolumen bei den Investitionsgütern deutlich rückläufig. Die schwache Umsatzentwicklung in der Industrie im November war auf den Investitionsgüterbereich zurückzuführen. Dennoch zeichnet sich insgesamt eine Erholung der Industriekonjunktur ab. Die Auftragseingänge in der Industrie sind nach dem schwachen 3. Quartal im November den zweiten Monat in Folge expandiert (+1,5%). Insbesondere die Inlandsbestellungen sowie die Auftragseingänge aus dem Nicht-Euroraum nahmen zu. Es waren die Vorleistungsgüterproduzenten, die ein außerordentliches Auftragsplus verbuchen konnten (+4,8%). Von der Weltwirtschaft kommen gemischte Signale. Sie entwickelte sich im vergangenen Jahr wenig dynamisch. Insbesondere die Nachfrage aus den Schwellenländern war schwächer als erwartet. In den Industrieländern blieb das Wirtschaftswachstum dagegen relativ robust. Bis Oktober war die weltweite Industrieproduktion im Trend leicht aufwärtsgerichtet. Die internationalen Organisationen erwarten, dass sich die Konjunktur in den Industrie- und Schwellenländern 2016 etwas belebt.
BMWi: Auftrieb in der deutschen Wirtschaft im Januar 2016
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
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