Die Referenzarchitektur Industrie 4.0 (RAMI 4.0) beinhaltet alle wesentlichen Aspekte von Industrie 4.0. Dabei erlaubt das Modell RAMI die schrittweise Migration aus der heutigen Welt in die Welt der Industrie 4.0. Die neu definierte \’Industrie – 4.0-Komponente\‘ beschreibt dabei die Verbindung von realem Objekt und seinem digitalen Abbild. Beides zusammen – Referenzarchitektur und Industrie 4.0-Komponente – dient den Unternehmen zukünftig als Basis zur Entwicklung zukünftiger Produkte und Geschäftsmodelle. Die Praxistauglichkeit der I4.0-Komponente wird anhand von konkreten Anwendungsfällen (Use Cases) beschrieben. Unterstützt wird der ZVEI dabei vom Fraunhofer IPA (Institut für Produktionstechnik und Automatisierung). Bei den Use Cases werden für die drei Branchen Automotive, Maschinenbau und Prozessindustrie, jeweils anhand von zwei konkreten Anwendungsfällen aufgezeigt, welchen Kundennutzen der Anwender durch I4.0 hat. Basierend auf den Use Cases sollen in Zukunft auch entsprechende Demonstratoren aufgebaut werden, um die Vorteile von Industrie 4.0 dann auch praxisnah im Einsatz präsentieren zu können. Die Referenzarchitektur und die I4.0-Komponente hat der ZVEI zusammen mit den Automatisierungsexperten des VDI/VDE-GMA und DKE erarbeitet. Dabei orientiert sich die x-Achse der Architektur an dem Schichtmodell, wie man es auch von Smart-Grid-Anwendungen kennt. Die y-Achse des RAMI-4.0-Modells basiert auf der IEC62890 und ermöglicht die genaue Definition über den jeweilgen Zeitpunkt des Lebenszyklus einer Anlage. Die z-Achse ist an die Hierarchieebenen aus dem Automatisierungsbereich angelehnt. Zudem hat der ZVEI ein erstes White Paper zum Thema Industrie 4.0 veröffentlicht, in dem die heutige Definition einer Industrie 4.0 erfolgt, und das genauso wie die Referenzarchitektur Grundlage und Koordinatensystem für zukünftige Entwicklungen und Diskussionen sein soll. \“Wir haben in Deutschland ausreichend Know-How, um den hiesigen Industriestandort im internationalen Wettbewerb dauerhaft zu sichern\“, erklärt Ziesemer. \“Insbesondere dann, wenn wir die Fähigkeiten der wichtigsten Akteure bündeln, so wie wir es in der Plattform Industrie 4.0. mit Bitkom und VDMA gemacht haben.\“ Des weiteren betont Ziesemer, dass man derzeit kein Standarddefizit habe, sondern ein Realisierungsdefizit. Trotz des Erreichens eines wichtigen Etappenziels, drängt der ZVEI-Präsident daher zu weiteren Fortschritten: \“Industrie 4.0 ist ein Tempo-Thema. Als nächstes brauchen wir praktische Implementationen der neuen Architektur. Nun sind die Unternehmen und die Unternehmer gefragt.\“ Damit das sicher erfolgen kann, arbeitet der ZVEI bereits an Security-Leitprinzipien, die in RAMI 4.0 integriert werden sollen. \“Bei allen Erfolgen in der Standardisierung: Das Vertrauen in die digitale Welt spielt eine überragende Rolle, um Industrie 4.0 umzusetzen. Auf der Agenda der Elektroindustrie steht daher Cybersicherheit von Industrie-4.0-Anwendungen und Datenschutz ganz oben\“, so Ziesemer. Die entsprechende Roadmap soll auf der Hannover Messe vorgestellt werden, bei deren Umsetzung zukünftig auch die Politik wesentlich stärker miteinbezogen wird. (peb)
Zukünftiges Koordinatensystem
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