Eine nach der anderen kommt raus, dicht an dicht reihen sich die Getränkekästen aneinander. Allesamt blitzeblank gereinigt. Sauberkeit ist hier in der Waschanlage einer Brauerei in Bayern oberstes Gebot. Der schier endlosen Karawane folgt ein feuchter Schwall aus Wasserdampf. Kein Wunder, schließlich wurden die Bierkästen gerade mit einer reinigenden Dusche für ihren nächsten Einsatz vorbereitet. Diese Feuchtigkeit stellt hohe Ansprüche an die gesamte Anlage und damit auch an die Sensorik. Besonders zwei Bedingungen muss ein Sensor in diesem Umfeld erfüllen: Zum einen muss er absolut wasserdicht sein; zum anderen dürfen Wasserdampf oder Tropfen die Funktionalität nicht beeinträchtigen. \“Genau damit gab es in der Vergangenheit immer mal wieder Probleme\“, erklärt Johannes Scheck. \“Die ehedem eingesetzten Sensoren mit Reflexionslichtschranken sind sehr anfällig gegenüber Wassertropfen oder Kondensbildung gewesen, die Detektion war fehlerhaft\“, konkretisiert der Diplom-Betriebswirt der Firma Bohrer die aufgetretenen Schwierigkeiten. Das Unternehmen ist Weltmarktführer für Kasten- und Kistenwaschanlagen, die in Brauereien, Mineralwasser- und Softdrinkbetrieben sowie in der Lebensmittelindustrie und Logistik eingesetzt werden. Mehr als 1.500 Gebindereinigungsmaschinen von Bohrer sind weltweit im Einsatz. Was also tun, um dieser Aufgabe Herr zu werden? Auf diese Frage hatte Baumer die passende Antwort: Schnell war klar, dass die bisher eingesetzte Technologie hier an ihre Grenzen stößt. Entsprechend neugierig waren die Verantwortlichen von Bohrer, als sie von SmartReflect, der Lichtschranke ohne Reflektor, hörten. Diese Technik ermöglicht die Objektdetektion ganz ohne separaten Reflektor. Der geschlossene Lichtstrahl wird dabei z.B. mithilfe eines beliebigen Maschinenteils aufgebaut. Bei der physikalischen Unterbrechung der Lichtschranke durch ein Objekt schaltet der Sensor – unabhängig von Form, Farbe und Oberflächenbeschaffenheit. \“Damit gehörten die Probleme mit dem Beschlagen oder Verschmutzen der Reflektors der Vergangenheit an\“, erklärt Stephan Fluhrer, Vertriebsingenieur bei Baumer, der den Kontakt zu den Maschinenbau-Experten herstellte. Zumal der eingesetzte SmartReflect Sensor nicht nur auf den Reflektor verzichten kann, sondern auch über ein robustes und absolut dichtes Washdown-Gehäuse verfügt. Und auch die Optik des Sensors lässt sich nicht durch Spritzwasser beeinflussen. Eine ideale Kombination, die unter dem Begriff ProTect+ firmiert. Dieses Dichtigkeitskonzept bietet dank eines speziellen Aufbaus und der Auswahl hochwertiger Materialien höchste Zuverlässigkeit selbst unter extrem anspruchsvollen Bedingungen (Schutzart IP69K). Und das hat sich bei Bohrer nun schon seit mehr als einem Jahr in der Praxis bewährt. Mittlerweile hat das Unternehmen die Waschanlagen von mehreren namhaften Brauereien mit den Sensoren ausgestattet. Künftig will Bohrer sein Einsatzfeld noch erweitern; neben der Getränkeindustrie wird man im Lebensmittelbereich Reinigungsanlagen für Obst- und Gemüsekisten produzieren. Die Sensoren sind in unmittelbarer Nähe des Reinigungsbereichs an der Wendestation platziert. Hier werden die Kästen automatisch gedreht, und hier müssen sie auch erkannt werden. \“Unsere Kunden sind sehr zufrieden damit, die Waschanlagen laufen bestens\“, freut sich Johannes Scheck von Bohrer. Die Sensoren würden eine hohe Prozesssicherheit garantieren und somit unnötige Kosten vermeiden. Zudem spare sich der Betreiber der Anlage die Installation des Reflektors. Beides führe zu einer Reduktion der Stillstandszeiten und damit auch der Gesamtbetriebskosten. \“Wir haben Modellrechnungen aufgestellt, die zeigen, zu welch beträchtlichen Summen sich Stillstandszeiten, Reflektorinstallation und zusätzliche Wartung addieren können\“, sagt Stephan Fluhrer, \“der Einsatz von SmartReflect zahlt sich für den Kunden in barer Münze aus.\“ Davon ist auch die Firma Bohrer mit ihrer mehr als 40-jährigen Erfahrung überzeugt; die Waschanlagen werden im Bayerischen Regenstauf auch künftig mit dem Sensor SmartReflect ausgestattet.
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