Der Lebensmittelhersteller eines der größten Seafood-Unternehmen Japans mit Verarbeitungsstandorten in Europa, den USA, China und dem Mittleren Osten, bezog in der Vergangenheit pro Jahr bis zu 20.000t Béchamelsoße von einem externen Lieferanten. Die Soßenproduktion sollte nun in-house verlagert werden, zunächst in das Werk in Japan und später an andere Standorte weltweit. Der Projektauftrag sah eine möglichst effiziente Fertigung vor. Das dreistufige Produktionsverfahren des Lieferanten benötigte 100min für 1.000kg Soße. Hinzu kamen weitere 20min Stillstandzeit pro Charge, um die Anlage von angebrannten Rückständen zu reinigen. Um das Verfahren zu optimieren, entschied sich der Lebensmittelhersteller für einen Dampfgarer vom Typ PDX Reactor. Der moderne Industriekocher kann Lebensmittel auf flüssiger Basis sehr schnell und effizient erhitzen, mischen und kochen, sodass sich die Verarbeitungszeit oft um 50 bis 90% reduzieren lässt. Das leistungsstarke System ist in der Lage, Flüssigkeiten gleichzeitig zu homogenisieren, zu mischen, zu erhitzen und zu pumpen. Der PDX Reactor ist ein erweiterter Dampfgarer, der Rezepturen mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit beschleunigt, so dass sich dank dieser Niederdruck-Energiewelle Substanzen bewegen und mischen. Es gibt keine beweglichen Teile, die verstopfen oder blockieren könnten. Die hohe Oberflächengüte des Kochers erlaubt eine schnelle und einfache Reinigung. Integraler Bestandteil der PDX Reactor Anwendung ist eine Kompakt-SPS der FX-Serie von Mitsubishi Electric. Sie ist für viele kritische Prozesse verantwortlich, darunter die Überwachung und Steuerung von Temperatur und Wasserdampf. Die FX3 ist eine Kompakt-SPS der dritten Generation, die im Hochgeschwindigkeits- und -Leistungsbereich arbeitet und für den internationalen Markt entwickelt wurde. Sie lässt sich flexibel auf die Anforderungen unterschiedlicher Anwendungen anpassen und mit bis zu zehn Zusatzmodulen ergänzen, wie beispielsweise Spezialfunktionen, Netzwerkkommunikation und eine Systemerweiterung von bis zu 384 I/Os. Die neuartige Reactor-Technik sorgt dafür, dass keine Zutaten im Kocher anbrennen. Diese Eigenschaft war für einen effizienten Produktionsprozess besonders wichtig. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es gibt keine Produktverluste und keine Kompromisse bei Geschmack und Konsistenz. Außerdem entfällt die Stillstandzeit, die zuvor zur Reinigung des Kochers von angebrannten Rückständen benötigt wurde. Verglichen mit herkömmlichen Kochmethoden ermöglicht der PDX Reactor wesentliche Energieeinsparungen. Ein HMI von Mitsubishi Electric stellt dem Bedienpersonal sämtliche Anlagen- und Prozessinformationen visuell leicht verständlich dar und ermöglicht die Steuerung des Systems. Über einen einzigen Bildschirm bietet das HMI ein komplettes Bedien- und Steuerungsgerät, mit dem der Betreiber die Anlage verwalten und notfalls in den Prozess eingreifen kann. Dazu können die entsprechenden Datenparameter problemlos angepasst werden. Die Bediensprache der HMIs lässt sich schnell und einfach einstellen, sodass sie ideal für den Einsatz in Maschinen geeignet sind, die an verschiedenen Standorten weltweit genutzt werden. Das neue System hat gleich mehrere Vorteile gebracht. Durch die Verlagerung der Soßenproduktion in-house ist der Lebensmittelhersteller nicht länger von einem externen Lieferanten abhängig. Die Verarbeitungszeit pro 1.200kg Soße ließ sich um 83% auf 17min reduzieren. Durch Energieeinsparungen und einen effizienteren Prozess konnten letztlich auch die Betriebskosten deutlich gesenkt werden. Der innovative Anlagenbau ermöglicht einen optimierten Mischprozess, wodurch sich die für die Béchamelsoße nötige Mehlmenge um 20% verringern ließ, ohne den Geschmack zu beeinträchtigen. Bei dem derzeitigen Produktionsvolumen werden somit 300t Mehl und rund 2,1Mio. Liter Milch pro Jahr eingespart. Olympus Automation mit Sitz in Peterborough, Großbritannien, entwickelt die PDX-Reactor-Technik exklusiv für den weltweiten Lebensmittel- und Getränkemarkt.
Wirbel in der Soßenproduktion
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