Qualität, Termin- und Kostendruck spielen bei Projekten generell die Hauptrolle. Bei der Auswahl des passenden Steckverbinders rückt ein weiterer Punkt in den Fokus: die Stückzahl. An drei Beispielen wird dies deutlich. Beim Bau eines Schaltschranks oder eines Prototypen für eine Kleinserie ist hinsichtlich der Anschlusstechnik ein Höchstmaß an Flexibilität gefordert. Der anzuschließende Querschnittsbereich soll möglichst groß sein, eventuell sollen auch zwei oder drei Leiter auf eine Klemmstelle gelegt werden. Verschiedene Nutzer sollen, eventuell sogar weltweit, sicher auf die Anwendung zugreifen. Bei den Kosten kommt es dann nicht auf den letzten Cent an. Hier punkten Zuverlässigkeit, Funktion und Flexibilität. Bei diesem Beispiel denkt man gleich an den klassischen Schraubanschluss. Das zweite Beispiel zeigt eine andere Situation: Die Entwicklungs-Abteilung hat den Kleinserienumfang abgeschlossen, nun soll die Konstruktions-Abteilung den Prozess optimieren und dabei die Kosten minimieren. Alle Komponenten sind in der Serie definiert. Baugröße und Kosten werden als wichtiger erachtet als Flexibilität, und hinsichtlich der Qualität soll es keine Kompromisse geben. Hier bietet sich die kompakte Crimp-Anschlusstechnik an: Kleinere Serien lassen sich von Hand crimpen, bei größeren Serien unterstützen Crimp-Automaten. Beispiel Nummer drei: Die Applikation nähert sich dem Massengeschäft. Daten, Signale und Leistung werden nicht mehr von Hand verdrahtet, stattdessen wird die Installation auf die Leiterplatte geätzt. Um hier auch die Verbindung der Steckverbinder zur Leiterplatte zu rationalisieren, müssen die Steckverbinder direkt durch die Montagewand auf das Board kontaktieren und zusammen mit allen anderen PCB-Komponenten – möglichst in einem Arbeitsgang – rationell verlötet werden. Einer für alle Die Schwierigkeit bei der Auswahl eines geeigneten Steckverbinders besteht nun darin, sich auf ein Steckgesicht zu einem Zeitpunkt festzulegen, zu dem noch gar nicht klar ist, mit welchen Stückzahlen man es letztendlich zu tun haben wird. An der Applikation können später durchaus Änderungen vorgenommen werden. Aber an der Schnittstelle zum Anwender – am Steckverbinder also – lassen sich Modifikationen nicht ohne Weiteres vornehmen. Um dem Anwender hier die Arbeit zu erleichtern, hat Phoenix Contact im Bereich der Leistungssteckverbinder eine durchgängige Lösung im Programm: vier- und fünfpolige 630V-Kontakteinsätze für die Anbauseite mit Schraub-, Crimp- und Leiterplattenanschluss. Bei diesen Leistungskontakt-Einsätzen aus dem Produktprogramm Variocon handelt es sich um die ersten Leistungs-Kontakt-Einsätze, bei denen diese Durchgängigkeit gegeben ist (Bild 2). Variocon ist ein modulares Steckverbinder-Programm, bei dem sich Daten, Signale und Leistung auf vielfältige Weise kombinieren lassen (Bild 3). Insbesondere die Schraub-Anschlusstechnik auf der Steckverbinderseite ermöglicht eine komfortable Verdrahtung im Feld – auch unter den oftmals rauen Bedingungen. Gemäß den üblichen Anforderungen im industriellen Umfeld sind die Gehäuse der Variocon-Steckverbinder aus schlagzähem Polyamid und aus Metall-Druckguss gefertigt und besitzen eine leitfähige EMV-Dichtung. Die Steckverbinder dichten zudem direkt auf der Gerätewand. Dadurch wird auf das Anbaugehäuse verzichtet, das sonst bei Steckverbindern üblich ist. Die Gehäuse sind mit einer Schraubverriegelung ausgestattet, die gegenüber einer Bügelverriegelung folgende Vorteile hat: – geringerer Platzbedarf (Bild 4) – höhere Stabilität – hohe Schutzart – günstiger Stückpreis – kein unbeabsichtigtes Lösen von Hand Bei Steckverbindungen, die nur selten betätigt werden, ist die Schraubverriegelung ausreichend. Die Schraubverriegelung des Steckverbinder-Systems Variocon gibt es in drei Ausführungen: als Edelstahl-Schraube mit Zylinderkopf, als vernickelte Messingschraube mit Rändel für die werkzeuglose Bedienung sowie bei der neuen Kunststofftülle mit geradem Kabelabgang aus Edelstahl mit Innen-Sechskant. Kontakteinsätze in verschiedenen Ausführungen Die vier-, fünf- und siebenpoligen Power-Kontakteinsätze für Leiterquerschnitte bis 16mm² dienen der Übertragung von Strömen bis zu 70A bei 690V. Beim Crimp-Anschluss liegt die Begrenzung bei 50A. Weitere Kontakteinsätze sind achtpolig für 160V und 10A, sechspolig für 250V und 10A, zweipolig für 400V und 20A sowie zweipolig für Polymerfasern für die optische Datenübertragung. Die Leiterplatte kann parallel oder im rechten Winkel zur Montagewand des Steckverbinders liegen. Aufgrund der Kombinationsmöglichkeiten von Gehäusen und Kontakteinsätzen werden die Variocon-Steckverbinder vor allem in der Antriebstechnik und neuerdings auch vermehrt bei Solar-Wechselrichtern genutzt. Auf der Kabelseite ermöglicht die Schraubanschlusstechnik im Steckverbinder eine komfortable Feldverdrahtung, die von jedem Elektriker ohne Spezialwerkzeug weltweit durchgeführt werden kann. Vorteilhaft am neuen Power-Crimp-Einsatz ist, dass auf den sonst üblichen Anbaurahmen sowie auf die beiden Anbauflansche verzichtet wird. Der Kontaktträger wird von hinten in den Wandausschnitt gerastet. Mehr ist zur Montage nicht erforderlich. Die gestanzten Power-Crimp-Kontakte für Leiterquerschnitte von 4 bis 16mm² werden ebenfalls in den Kontaktträger gerastet und lassen sich auf einfache Weise mittels Standard-Schlitzschraubendreher wieder entriegeln. Die beiden quadratischen Metall-Muttern im Kontaktträger nehmen die beiden M4-Verriegelungsschrauben des Tüllensteckverbinders auf, der ohne ein Anbaugehäuse direkt auf der Montagewand dichtet. Ein Novum ist das schwarze Kunststofftüllen-Gehäuse mit geradem Kabelabgang und integrierter Kabelverschraubung. Durch den Zwiebeldichtring lassen sich Kabel mit einem Durchmesser von 10 bis 25mm in der Schutzart IP68 dicht anschließen. Kasten: Ein Steckgesicht für alle – Schraub-, Crimp- und Leiterplatten-Anschluss Das modulare Steckverbinder-System Variocon für die Schutzart IP67 ist aufgrund seiner verschiedenen Anschlusstechniken für jede Art elektrischer Installationen geeignet – und zwar durchgängig von der Klein- bis zur Großserie. Die Schraub- und Crimp-Anschlusstechnik eignet sich für kleine bis größere Serien, und der direkte Leiterplattenanschluss sorgt für die letzten Kosten- und Prozessoptimierungen bei großen Serien. In allen Fällen ist das Steckgesicht gleich. Der Anwender wird mit späteren Änderungen der Anschlusstechnik auf der Anbauseite nicht konfrontiert. Sein gängiger Steckverbinder am Kabel passt weiterhin. Durch den modularen Aufbau sowie durch die Vielfalt der Kontakteinsätze von der Signal- bis hin zur Power-Verbindung bietet das Steckverbinder-System zahlreiche Einsatzmöglichkeiten.
Flexibler Steckverbinder Wahl ohne Qual beim Geräteanschluss
-
Im Interview: Wie NI und DataTec den europäischen Testmarkt neu denken
Vom Messgerät zur Datenplattform
Beim Besuch von National Instruments bei DataTec tauschten sich Ritu Favre, President Test & Measurement bei Emerson, und Markus Kohler, Vorstand DataTec, über aktuelle Entwicklungen im europäischen Test-…
-
Maßgeschneiderte Schwingungsüberwachung mit IO-Link
Gemeinsam zur Lösung
Steigende Anforderungen an die Überwachung von Schwingförder- und Siebmaschinen erfordern präzise und flexibel integrierbare Sensorlösungen. In einer Zusammenarbeit zwischen Hauber-Elektronik und der Jöst GmbH entstand auf Basis eines…
-
Kompakter Distanzsensor bis 150m
Mit dem OptoNCDT ILR1041-150-IO erweitert Micro-Epsilon sein Laser-Distanzsensoren-Portfolio um ein kompaktes Modell für Messbereiche bis zu 150m.
-
Gute Ergänzung
Der SCHALTSCHRANKBAU und das Thema ’schaltschranklose Automatisierung‘: Wie passt das denn zusammen? So dachten sich vielleicht einige Hörerinnen und Hörer des jüngsten SSB-Podcasts. Es passt. Denn wie sich…
-
Wenn Unmanaged Switches Managed Funktionen übernehmen
Plug&Play trifft Priorisierung
Netzwerksegmentierung und Datenflusspriorität sind in der industriellen Automatisierung keine Kür mehr, sondern Pflicht. Bislang erforderten diese Funktionen den Einsatz von Managed Switches mit entsprechendem Konfigurationsaufwand und höheren Kosten.…
-
Interview: Wie neue EU-Regularien Maschinenbauer zu sicheren Kommunikationsarchitekturen zwingen
„Cybersecurity ist heute keine Option mehr“
Mit neuen regulatorischen Vorgaben wie dem Cyber Resilience Act steigt der Druck auf…
-
IO-Link-Safety-Lösungen
Mit der Kombination robuster Sicherheitskomponenten und IO-Link Safety ermöglicht Euchner eine durchgängige, sichere…
-
Retrofit für die Industrie 4.0
So lassen sich alte Steuerungen wirtschaftlich OPC-UA-fähig machen
Viele Produktionsanlagen arbeiten noch mit Steuerungen, die seit Jahrzehnten zuverlässig ihren Dienst verrichten.…
-
KI perfektioniert Phishing-Angriffe – von personalisierten Mails bis zu Voice Cloning
Wenn Maschinen Vertrauen imitieren
Die KI generiert nicht nur immer neue Hacker-Tools, sondern verbessert die Glaubwürdigkeit von…
-
ABB Robotics ernennt neuen Cluster-Manager für DACH-Region
ABB Robotics hat Marc-Oliver Nandy zum Cluster-Manager für die DACH-Region ernannt.
-
Für sichere Maschinennetzwerke
Industrial Security-Gateway und Maschinenfirewall
Sichere Maschinennetzwerke werden mit den aktuellen Vorgaben der Europäischen Maschinenverordnung und der IEC62443…
-
Skalierbare IPC-Plattform
Spectra bietet mit der MD-3000-Serie von Cincoze eine modulare Embedded-Computer-Plattform an, die speziell…
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von…
-
Für datenintensive Industrieumgebungen
1HE-Rack-PC
Für PXI-Testsysteme, Echtzeitanwendungen und die Industrieautomation sind hohe Datenraten, geringe Latenzen und flexible…
-
Spürbarer Dämpfer in den Bestellungen
Maschinenbau-Auftragseingang im Februar
Der Auftragseingang im Maschinenbau ist im Februar abermals gesunken und die Stimmung der…
-
Für die DACH-Region
Schneider Electric: Neuer Vice President Secure Power
Schneider Electric hat Marco Geiser zum neuen Vice President Secure Power DACH ernannt.
-
Yaskawa strukturiert Führungsspitze in Europa um
Yaskawa hat eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in seiner europäischen Zentrale vorgenommen.
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und…
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich…
-
Ifo-Konjunkturumfrage
Unternehmen planen mit höheren Preisen
Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen.
-
Ann Fairchild neue CEO
Siemens USA unter neuer Leitung
Siemens hat Ann Fairchild zur neuen Geschäftsführerin von Siemens USA ernannt.
-
IO-Link Safety: Sicherheit vernetzt im Feld
Die Automation ändert sich rasant – sicherheitstechnische Anforderungen ebenso. Mit IO-Link Safety entsteht…
-
Mit integrierter Sicherheitstechnik
MDR-Controller für die Intralogistik
Die IP54-geschützten MDR-Controller EP741x von Beckhoff sind je nach Bedarf mit und ohne…
das könnte sie auch interessieren
-
Erster Bauabschnitt eingeweiht
Neues Werk in Mexiko für Phoenix Contact
-
Festo, Schaeffler und Ziehl-Abegg
Nominierte für Hermes Award stehen fest
-
Professor Dr. Jörn Müller-Quade
Wibu-Systems beruft Kryptografie-Experten in Aufsichtsrat
-
IFR stellt Preisträgerinnen vor
Women in Robotics 2026
















