Landwirte, die zur Produktion ihres Futtermittels selbst angebautes Getreide verwenden wollen, benötigen entsprechende Maschinen, um das Getreide zu mahlen oder zu quetschen. Um das Getreide anschließend mit weiteren Futtermittelbestandteilen, wie Mineralien, Ölen usw. zu versetzen sind ggf. noch Mischanlagen notwendig. In vielen Fällen lohnt es sich für landwirtschaftliche Betriebe nicht, solche Anlagen anzuschaffen, da die Auslastung nur gering wäre. Mobile Mahl- und Mischanlagen In vielen Gegenden haben sich daher Lohnunternehmen etabliert, die diese Leistungen direkt auf dem Hof anbieten. Zum Einsatz kommen dabei mobile Mahl- und Mischanlagen, wie sie beispielsweise das österreichische Unternehmen Tropper Maschinen und Anlagen GmbH anbietet. Das mittelständische Maschinenbauunternehmen hat sich auf solche Anlagen sowie Siloaufbauten spezialisiert. Das Unternehmen projektiert, plant, konstruiert und fertigt ausschließlich am Firmenstandort in Redlham. Die mobile Mahl- und Mischanlage MMXPress fertigt das Unternehmen bereits seit 1995 in verschiedenen Ausführungen. Um das Getreide in die Anlage zu fördern verfügt die Anlage über ein Saugsystem. Das Getreide kann dann entweder in der Getreidequetsche oder der Hammermühle weiterverarbeitet und in den Mischer transportiert werden. Zusätzliche Bestandteile des Futtermittels werden über eine Beischüttgosse ebenfalls in den Mischer transportiert. Soll dem Futtermittel Öl beigemischt werden, kann der integrierte beheizbare Öltank verwendet werden. Das fertig gemischte Futtermittel wird anschließend über eine Ausblasleitung oder einen Ausblasarm beispielsweise in ein Futtermittelsilo gefördert. Den MMXPress gibt es in verschiedenen Ausführungen mit Fassungsvermögen des Mischers bis zu 14 t. Robuste Steuerung für die Anlage Um sämtliche Komponenten der Anlage – Quetsche, Hammermühle, Wäge- und Mischeinrichtung sowie Fördereinrichtungen – anzusteuern, suchte das Unternehmen nach einer neuen Steuerung, die viele der Aufgaben automatisiert ausführen kann. \“Die Lösung, die wir vorher eingesetzt hatten, war einfach nicht leistungsfähig genug\“, erklärt Josef Niedermayr, der bei Tropper für die technische Kundenbetreuung zuständig ist: \“So sind wir beispielsweise häufig an die Grenzen des Speichers gestoßen.\“ Die Steuerungslösung muss außerdem für die rauen Umgebungsbedingungen, die sich durch den mobilen Einsatz ergeben, ausgelegt sein. \“Die mobilen Anlagen arbeiten auf dem Hof im Freien oder in einer Halle\“, so Josef Niedermayr weiter: \“Ein Arbeitstemperaturbereich bis -20°C ist daher auf jeden Fall erforderlich. Bei Tropper hat man sich lange auf dem Markt nach einer geeigneten Steuerungslösung umgeschaut. Fündig wurde man dann schließlich bei der Graf-Syteco GmbH, die speziell für den mobilen Einsatz ausgelegte Steuerungs- und Bediengeräte herstellt. Zum Einsatz kommt in der neuesten Generation der MMXPress jetzt das Steuer- und Bediengerät MCQ5 in Kombination mit den IO-Modulen vom Typ MCM200 (siehe Kasten). Das MCQ5 bietet ein gut ablesbares 7\“-Farbdisplay und wird über 14 Funktionstasten und einen zusätzlichen Ziffernblock bedient. \“Ein Touchscreen, wie er bei vielen anderen Geräten zu finden ist\“, glaubt Josef Niedermayr, \“ist für unsere Anwendung ungeeignet. Die Steuerung muss sich auf jeden Fall auch mit Handschuhen bedienen lassen.\“ Zudem gab es Bedenken, dass der in einem landwirtschaftlichen Betrieb auftretende Staub einem Touchscreen schadet. Das MCQ5 erfüllt frontseitig IP65 und ist damit den rauen Bedingungen, die ein mobiler Einsatz mit sich bringt, gewachsen. Außerdem erfüllt die Steuerungen alle einschlägigen EMV-Normen. Auch die Rechenleistung ist für die Anwendung völlig ausreichend. Die Steuerung kann komplexe Abläufe bei der Futtermittelherstellung komplett steuern. Dabei werden mit einer Rezeptverwaltung bis zu 15 Zutaten zugeführt, verwogen und gemischt. Da die Anlage überwiegend von Lohnunternehmen eingesetzt wird, ist außerdem eine Kundenverwaltung notwendig. Die Software verwendet eine SQL-Datenbank, die die Daten von bis zu 1.000 Kunden speichert. Für jeden Kunden sind dabei beliebig viele verschiedene Rezepte möglich. In einem internen Chargenspeicher werden die Daten der abgewickelten Aufträge abgelegt. Ein im Fahrerhaus montierter Drucker druckt für jeden Kunden einen Lieferschein. Besonders praktisch findet Josef Niedermayr den Datenaustausch gelöst. Über die integrierte USB-Schnittstelle können die Daten sehr einfach und schnell auf einen USB-Stick gespeichert werden. Die Weiterverarbeitung und Archivierung kann dann auf eine PC geschehen. Flexibel auf Kundenanforderungen eingehen Graf-Syteco kann die MCQ5-Steuerung flexibel auf Wünsche der Kunden anpassen. \“Die Verantwortlichen bei Graf-Syteco sind sehr flexibel auf unsere Anforderungen eingegangen\“, betont Josef Niedermayr. So konnten die Entwickler bei Tropper auch Einfluss auf die endgültige Größe des Steuer- und Bediengeräts nehmen. Selbstverständlich gehört ein individuelles Layout im Design des Kunden zu den Serviceleistungen von Graf-Syteco. \“Insgesamt sind wir mit der Zusammenarbeit mit Graf-Syteco sehr zufrieden\“, fasst Josef Niedermayr die Zusammenarbeit mit dem Lieferanten zusammen. Kasten 1: IO-Module für raue Umgebungsbedingungen
Mobile Futtermittelproduktion nach kundenspezifischen Rezepten
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