Die Steuerungen des Automatisierungssystems setzen sich aus insgesamt drei Komponenten zusammen. Ein Kopfmodul übernimmt primär alle Kommunikations- und Verarbeitungsaufgaben. An dieses lassen sich bis zu 64 Basismodule anreihen, die wiederum zur Aufnahme der Elektronikmodule dienen. Letztere stellen eine skalierbare E/A-Schnittstelle dar. Module für Sicherheits- und Standardsteuerungsfunktionen können in beliebiger Reihenfolge angeordnet werden. Skalierbarkeit bringt Vorteile Die Skalierbarkeit des Automatisierungssystems stellt einen zentralen Nutzen des Systems dar. Für die Steuerungstechnik stehen drei Leistungsvarianten zur Auswahl. Dabei ist die Geräteklasse mit der Bezeichnung PSSuniversal PLC in den Hauptsprachen der EN/IEC61131-3 programmierbar und bietet sowohl eine einheitliche Programmiersicht als auch die gesamten Sprachelemente der EN/IEC61131-3 für Standard- und Sicherheitsprogramme. Die Konfiguration ist auch über den grafischen Programm-Editor PASmulti möglich. In der Geräteklasse PSSuniversal multi steht der Programm-Editor ebenfalls zur Verfügung. Die Geräteklasse PSS-universal I/O mit Anbindung an Safetynet p dient der dezentralen Vernetzung und Übertragung von sicheren und nicht sicheren Signalen. Drei Steuerungen in unterschiedlichen Leistungsklassen Die Steuerungen PSSuniversal PLC sind die \’Allrounder\‘ im Automatisierungssystem PSS 4000. Es handelt sich dabei um SPSen, die auch in Kombination mit anderen Komponenten neue Lösungsansätze bieten. So besteht beispielsweise die Möglichkeit der sicheren Erfassung und Überwachung von Position und Geschwindigkeit. Eine weitere Lösung ist das sichere elektronische Nockenschaltwerk. Hier spielen die Steuerung, ein Drehgeber und Software-Bausteine ineinander und lösen somit konventionelle mechanische Nockenschaltwerke im Bereich mechanische Pressen ab. Die Steuerungen PSSuniversal multi können als Kleinsteuerungen im Systemverbund mit PSSuniversal PLC oder PSSuniversal I/O oder stand-alone eingesetzt werden. Als offene Steuerung sind diese zu vorhandenen Automatisierungsstrukturen kompatibel. Geeignet sind PSSuniversal multi für einzelne Maschinen oder kleinere verkettete Anlagen. Es stellt gewissermaßen die funktionale Erweiterung des konfigurierbaren Steuerungssystems PNOZmulti da. Sie bietet vor allem hinsichtlich Erweiterbarkeit über Safetynet p und beliebige Mischbarkeit von Fail-safe und Standard Vorteile. Die dritte Geräteklasse PSSuniversal I/O dient der dezentralen Vernetzung und Übertragung von sicheren und nicht sicheren Signalen auf Feldebene. Wegen ihrer feinen Granularität der Peripheriemodule ermöglichen sie eine flexible Anpassung an den E/A-Bedarf der Anwendung. Die zugehörige Software-Plattform soll für das Netzwerk und jedes Gerät des Systems sicherstellen, dass eine identische Sichtweise auf Anwenderprogramm und Konfiguration bestehen bleibt – unabhängig von der jeweils gewählten Leistungsklasse.
Automatisierungssystem PSS 4000: Komplettlösung für Standard- und Sicherheitsfunktionen
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