Wenn sich im Projekt Reibungspunkte anbahnen, fällt schon wegen der begrenzten Zeit der Zusammenarbeit eine Option noch eindeutiger aus als in der Linie: Den Chef oder die Chefin mit mehr oder weniger subtilen Methoden \’erziehen\‘, bis er oder sie unseren Vorstellungen einigermaßen entspricht. Nein, es ist Ihre Aufgabe, die offiziellen und ungeschriebenen Projektregeln zu recherchieren und die projektspezifischen Verhaltensweisen im Team zu erkennen. Mit unterschiedlichen Charakteren von Kollegen und Chefs erfolgreich umgehen – das ist eine anspruchsvolle Herausforderung, aber auch eine ihrer schönsten und spannendsten Seiten der Projektarbeit. Konstruktive Anpassung als Ziel Ein Mitarbeiter in der Linienorganisation kann im Laufe der Zeit seine Arbeitsweise so gestalten, dass er mit seinem Vorgesetzten ohne Konfrontation zurechtkommt. Im Projekt bleibt ihm wegen der beschränkten Einsatzzeit meist nur die Anpassung. Andererseits erleichtert es die begrenzte Dauer natürlich, selbst mit ausgeprägten Macken anderer zurechtzukommen. Konzentrieren Sie sich also auf eine professionelle Arbeitsweise und gehen Sie konstruktiv mit den Eigenheiten Ihrer jeweiligen Projektleiter um. Ihre Mitarbeit im Projekt wird schließlich daran gemessen, dass Sie Ihre eigenen Arbeitspakete mit qualitativ hochwertigen Ergebnissen abschließen. Projektkulturen aktiv entschlüsseln \’Projektkultur\‘, \’Führungsstil\‘, \’Teamgeist\‘ – so abstrakt diese Begriffe klingen, durch direktes Nachfragen kommen Sie ihnen doch auf die Spur. Dazu gehört zum Beispiel, wie im Projekt mit Entscheidungen und Delegation umgegangen wird. Möchte der Projektleiter auch bei Nebensächlichkeiten gefragt werden und jedes offizielle Schreiben selbst unterzeichnen? Oder erwartet er, dass die Teammitglieder ihre Aufgaben weitgehend eigenverantwortlich erledigen? Andere wichtige Klärungen betreffen die Kommunikation: Begrüßt der Projektleiter informelle Information – etwa bei einem Treffen in der Kantine – oder akzeptiert er nur schriftliche Berichtswege? Gibt es Regelungen, dass E-Mails zeitnah gelesen werden, oder wird erwartet, dass Sie wichtige aktuelle Informationen telefonisch mitteilen? Welche E-Mails sollen in Kopie an den Projektleiter bzw. das Projektpostfach gehen? Und welche Berichte werden in welcher Form und wann von Ihnen erwartet? Menschliche Reibungspunkte Andere ebenfalls wichtige Kriterien der Zusammenarbeit erkennen Sie besser durch Beobachtung und informelle Gespräche als durch direktes Fragen. Wie z.B. sieht es mit der Fehlerkultur aus? Wird in diesem Projekt offen über Fehler geredet? Darf man den Projektleiter auf Fehler hinweisen? Andere wichtige Themen des Miteinanders sind Pünktlichkeit und den Umgang mit privaten Themen. Achten Sie generell darauf, wie sich der Projektleiter verhält, und passen Sie Ihr eigenes Verhalten an, dann sind Sie meist auf der sicheren Seite. Anders, wenn etwas Ihre persönliche Grenze überschreitet, etwa weil Sie Intrigen, Mobbing oder sonstiges für Sie inakzeptables moralisches Verhalten beobachten. In diesem Fall ziehen Sie am besten eine Vertrauensperson zurate und suchen gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten. Wie diese konkret aussehen können und weitere Informationen zu den vorhergehenden Themen lesen Sie in der kostenlosen Leseprobe unter www.projektmagazin.de. Herzliche Grüße Petra Berleb Chefredakteurin und Gründerin des Projekt Magazins Kasten: Projekt Magazin testen
Projektkulturen schnell verstehen
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